text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Das Muschelhaus am Deich Romantischer Urlaubsroman von Janz, Tanja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.05.2019
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Das Muschelhaus am Deich

Ein wunderbarer neuer Sommerroman von Bestseller-Autorin Tanja Janz Die drei Freundinnen Kinka, Jenni und Kirsten haben sich nach ihrer Schulzeit im Nordseeinternat in St. Peter-Ording aus den Augen verloren. Doch nun, zwanzig Jahre später, bekommen sie eine Einladung zum Abi-Treffen. Sie beschließen, ihre Freundschaft neu aufleben zu lassen und quartieren sich schon Tage vorher an ihrem einstigen Lieblingsort ein, dem Muschelhaus am Deich. Kinka freut sich auf die Zeit an der Küste, auf die wohlverdiente Auszeit, denn hinter ihr liegen schwere Monate. Doch am schönsten Strand der Welt an der friesischen Nordsee werden die Segel neu gesetzt, und Kinka stellt fest, dass das Leben noch einige Überraschungen für sie bereithält. Tanja Janz wollte schon als Kind Bücher schreiben und malte ihre ersten Geschichten auf ein Blatt Papier. Heute ist sie Schriftstellerin und lebt mit ihrer Familie und zwei Katzen im Ruhrgebiet. Neben der Schreiberei und der Liebe zum heimischen Fußballverein schwärmt sie für St. Peter-Ording, den einzigartigen Ort an der Nordseeküste.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 02.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783745750102
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Serie: Mira Taschenbuch 10
    Größe: 2735 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Das Muschelhaus am Deich

1. Kapitel

Frankfurt am Main an einem Hochsommertag im Juli 2019

Der Sommer schien in diesem Jahr einen neuen Rekord aufstellen zu wollen. Die Sonne strahlte seit Wochen täglich ohne Unterlass von einem wolkenlosen Himmel, und die Temperaturen hatten sich bei 38 Grad festgesetzt. Die Meteorologen sprachen von einer außergewöhnlichen Wetterlage, die Jahrhundertsommer-Potenzial hatte. Mal wieder. Für hartgesottene Sonnenanbeter war das Wetterphänomen ein Segen. Für die Pflanzenwelt und hitzeempfindliche Leute wie Kinka hingegen eine Herausforderung.

In dem Autohaus roch es nach Bratwürstchen und Reibekuchen. Der fettige Geruch zog durch die geöffnete Eingangstür vom Parkplatz herein. In dem Geschäft herrschten saunaähnliche Verhältnisse. Durch das Flachdach und die großen Glasfronten an den Seiten des Gebäudes hatte sich der Verkaufsraum zusätzlich aufgeheizt. Kinka tupfte sich mit einem Taschentuch den Schweiß von der Stirn und griff wieder nach dem Stift.

"Wegen Ihnen hat meine Tochter damals mit dem Tennisspielen angefangen." Eine Seniorin guckte sie freundlich durch die leicht beschlagenen Gläser einer rot eingefassten Brille an.

Kinka lächelte. "Das freut mich zu hören. Ist das Autogramm denn auch für Ihre Tochter?"

"Ja. Es soll eine Überraschung sein. Sie hat bald Geburtstag", erklärte die Frau eifrig und neigte ihren Oberkörper leicht über den Tisch, hinter dem Kinka saß.

Kinka lächelte sie wieder an. "Wie heißt Ihre Tochter denn?"

"Cathrin. Mit C und th."

Kinka schrieb eine persönliche Widmung auf eine Karte mit ihrem Konterfei. Insgeheim hatte sie sich heute bei jedem Autogramm gefragt, aus welchem Grund die Leute in Wirklichkeit zu dem Sommerfest gekommen waren. Waren es die kostenlosen Bratwürste und Reibeplätzchen, oder hatte sie durch ihr Kommen tatsächlich Publikum angezogen? In letzter Zeit quälten sie häufig Fragen dieser Art, die zu keinem Ergebnis führten, sondern ihrem angekratzten Ego noch einen weiteren Stoß versetzten. Wenigstens war die Seniorin ihretwegen gekommen. Kinka verstand ohnehin nicht, wie jemand bei der Hitze Bratwurst und Reibeplätzchen essen konnte. Allein der fettige Geruch verursachte ihr leichte Kopfschmerzen. Gut, dass das Autohaus sie bloß für zwei Stunden gebucht hatte und sie nicht bis abends in Frankfurt durchhalten musste. Je älter sie wurde, umso schlechter vertrug sie die Hitze in der Großstadt. Immerhin war sie fast vierzig. Früher hatten sie hochsommerliche Temperaturen nicht gestört. In solchen Momenten sehnte sie sich nach ihrer alten Heimat. Nach dem Strand von St. Peter-Ording, der salzigen Luft, dem Meeresrauschen und der kühlen Brise, die selbst den heißesten Sommertag erträglich machte.

Sie überreichte der Dame die Autogrammkarte. "Viele Grüße an Ihre Tochter. Schön, dass Sie gekommen sind."

"Vielen Dank! Darüber wird sich Cathrin sehr freuen."

"Richten Sie Ihrer Tochter herzliche Glückwünsche von mir aus."

"Das werde ich machen." Die Seniorin schüttelte ihr zum Abschied die Hand.

Nach der Autogrammstunde fuhr Kinka mit ihrem Auto nach Hause. Sie wohnte in einem kleinen Ort bei Köln. Die angebotene Hotelübernachtung hatte sie dankend abgelehnt, da die Rückfahrt keine zwei Stunden in Anspruch nahm und sie in fremden Bettenburgen schlecht schlief. Auf dem Beifahrersitz lag ihr Handy und daneben ein bunter Blumenstrauß, den sie als Dankeschön vom Team des Autohauses erhalten hatte. Die Blüten verströmten einen intensiven, süßlichen Duft. Kinka spürte ein leichtes Pochen an ihrer rechten Schläfe. Mit einem Blick auf das Navigationssystem stellte sie fest, dass es noch knapp 120 Kilometer bis zu ihrer Wohnung waren. Zu Hause würde sie als Erstes eine Kopfschmerztablette nehmen, damit sich das Pochen nicht zu einer Migräne steigern konnte. Sie griff nach der Sonnenbrille im Handschuhfach und drehte die Klimaanlage höher. Ihr Handy klingelte.

Kinka dreht

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen