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Das Tal der Puppen Roman von Susann, Jacqueline (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.12.2018
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Das Tal der Puppen

Schon lange vor Carrie Bradshaw hielt Jacqueline Susann die Welt mit ihren skandalösen Geschichten von drei jungen Frauen in New York in Atem. Als 'Das Tal der Puppen' vor über 50 Jahren veröffentlicht wurde, stürmte es augenblicklich alle Bestsellerlisten. Nie zuvor hatte ein Buch so offen über Sex, Drogen und das Show-Business berichtet. Mit mehr als 35 Millionen Exemplaren gilt es als eines der meistverkauften Bücher aller Zeiten.

Anne, Neely und Jennifer haben einen Traum: es als Bühnen- und Filmstars ganz nach oben zu schaffen. Um das zu erreichen, scheint ihnen kein Hindernis zu groß. Doch als der Druck, schön und erfolgreich zu sein, übermächtig wird, greifen sie zu gefährlichen Hilfsmitteln: Appetitzügler, Beruhigungspillen, Schlaftabletten. Nach außen führen sie das perfekte Leben - doch hinter den glitzernden Kulissen wird der Traum zum Albtraum.

"Das Tal der Puppen

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 640
    Erscheinungsdatum: 03.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959677974
    Verlag: HarperCollins
    Originaltitel: Valley of the Dolls
    Größe: 880 kBytes
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Das Tal der Puppen

JENNIFER

DEZEMBER 1945

Noch drei Aufführungen in Philadelphia von Hit the Sky . Henry hatte mit seinen Vorhersagen richtig gelegen. Sie konnten auf Boston verzichten und das Stück früher als geplant in New York zur Aufführung bringen. Voller Zuversicht, dass es ein Erfolg werden würde, konnten die Darsteller die Premiere in New York kaum erwarten, aber die Anspannung war groß. Die New Yorker Kritiker waren unberechenbar. Man konnte nichts als selbstverständlich voraussetzen.

Jennifer blieb von dieser Hysterie vor der Premiere unberührt. Das Engagement in Philadelphia war höchst profitabel für sie gewesen. Sie stand in der Hotellobby und schenkte dem hartnäckigen Anwalt aus Philadelphia, der sie anflehte, noch einen allerletzten Drink mit ihm zu nehmen, ihr strahlendstes Lächeln.

"Es ist drei Uhr", wandte sie ein. "Ich brauche etwas Schlaf."

"Du kannst doch morgen den ganzen Tag schlafen. Komm schon, ich kenne da einen ganz wunderbaren Nachtklub - gleich hier um die Ecke."

"Es ist kalt. Und ich möchte wirklich schlafen, Robby, ehrlich. Außerdem trinke ich keinen Alkohol und nach einer weiteren Cola explodiere ich."

"Wie kann dir denn in diesem Mantel kalt sein?" Er warf einen vielsagenden Blick auf den neuen Bibermantel, den sie trug.

Sie tätschelte ihn zärtlich. "Du bist ein wahrer Engel, dass du ihn mir geschenkt hast. Er ist tatsächlich wärmer als mein Nerz. Aber ich brauche etwas Schlaf."

"Dann lass mich mit dir hochkommen", bettelte er.

"Du warst doch erst letzte Nacht bei mir, Robby."

"Gibt es eine Regel, die gegen zwei Nächte hintereinander spricht?"

"Ja, wenn ich arbeiten muss. Ruf mich morgen an." Sie lächelte vielversprechend.

"Um welche Uhrzeit?"

"Gegen sechs. Wir können vor der Aufführung zusammen essen."

"Und danach ...?"

"Und danach." Sie nickte. Sie warf ihm eine Kusshand zu und stieg in den Aufzug.

Auf dem Boden unter der Tür lagen einige Nachrichten. Eine war von einem Kolumnisten. Es gab zwei Aufforderungen, Operator 24 in Cleveland anzurufen. Nun, jetzt war es schon zu spät, ihre Mutter anzurufen. Sie sah nach, um welche Zeit die letzte Nachricht aus Cleveland eingegangen war - halb zwei. Selbst ihre Mutter war nicht beharrlich genug, um so lang auf einen Rückruf zu warten. Auch von Anne war eine Nachricht dabei. Sie hatte den Mietvertrag für die Wohnung unterschrieben, die sie gefunden hatte, und alles war bestens. Anne war ein wunderbares Mädchen. Jennifer beneidete sie um das, was sie für Lyon empfand. Bestimmt war es großartig, solche Gefühle zu haben. Aber man konnte nicht beides haben, sagte sie sich und strich über den Bibermantel - eine Nacht mit Robby. Dafür war ein fantastischer Körper schließlich da, um Dinge zu bekommen, die man haben wollte. Sie fragte sich, wie es wohl wäre, tatsächlich jemanden gern zu haben, jemanden wie Lyon Burke zu lieben. Lyon zu lieben, dürfte nicht schwer sein ... sie hatte darüber nachgedacht, als sie sich kennenlernten.

"Wir gehen zu Tony Polars Premierenabend", hatte Henry bestimmt. "Sie müssen sich in der Öffentlichkeit blicken lassen, damit das Interesse nicht nachlässt. Ich habe Lyon Burke dafür als Ihren Begleiter ausgewählt. Ich gehe mit Helen." Auf jemanden wie Lyon war sie nicht vorbereitet gewesen. Es war aufregend gewesen, einen Mann zu treffen, von dem sie wusste, dass sie ihn wollte, dass sie ihn nur zu ihrem eigenen Vergnügen wollte, aus keinem anderen Grund. Und sie hatte vorgehabt, ihn sich an diesem Abend zu schnappen - aber dann war Tony Polar aufgetaucht. Es war ein angespannter Moment gewesen, in dem sie sich entscheiden musste. Tony im Scheinwerferlicht, Tony, der für sie sang, während alle im Raum sie anstarrten; sie hatte mit einem festgefrorenen Lächeln dagesessen, hin und her gerissen zwischen der Anziehungskraft, die von Lyon Burke ausging, und der öffentlichen Umarmu

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