text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Das Weibernest Roman von Lind, Hera (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.10.2012
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

5,99 €

1,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Das Weibernest

"Ruhig!", sagte ich, um Beherrschung bemüht. Mein Trommelfell flatterte. Immer wenn ich Stress hatte, fing mein linkes Trommelfell an zu flattern. Ein Wunder, dass es überhaupt noch mal stillstand. Einmal Chaos und zurück: Seit Franziska zur Bestsellerautorin geworden ist, reißen sich die Medien um sie. Kurzentschlossen flieht sie mit ihren drei Kindern in die Schweiz - was einen Fernsehprogrammdirektor mit faszinierenden Augen nicht davon abhält, ihr eine eigene Talkshow anzubieten. Natürlich wäre es schlauer, diese abzulehnen, aber Franziska kann der Herausforderung nicht widerstehen. Um wenigstens etwas Ruhe in ihr Leben zu bringen und Liebeschaos zu vermeiden, gründet sie mit ihren besten Freundinnen eine frech-vergnügte Wohngemeinschaft, in der die 'Herren der Schöpfung' kein Bleiberecht haben. Jedenfalls ist das der Plan ... Vier Powerfrauen, ein Weibernest und jede Menge Überraschungen: Der Bestseller von Hera Lind, einer der erfolgreichsten deutschen Unterhaltungsautorinnen aller Zeiten. 'Hera Lind schreibt Romane, deren Lästerton die Herzen der stolzesten Frauen trifft.' Die Zeit Jetzt als eBook: 'Das Weibernest' von Hera Lind. dotbooks - der eBook-Verlag.

Hera Lind, geboren 1957 in Bielefeld, studierte Germanistik, Theologie und Gesang. Sie machte sich europaweit als Solistin einen Namen und war 14 Jahre lang festes Mitglied des Kölner Rundfunkchores. Während ihrer ersten Schwangerschaft schrieb sie ihren Debütroman 'Ein Mann für jede Tonart'. Dieser wurde sofort ein Bestseller und erfolgreich verfilmt - eine Erfolgsgeschichte, die sich mit zahlreichen Romanen wie 'Das Superweib' und 'Das Weibernest', Kinderbüchern und Tatsachenromanen bis heute fortsetzt. Hera Linds Bücher wurden in 17 Sprachen übersetzt und verkauften sich über 13 Millionen Mal. Sie lebt mit ihrer Familie in Salzburg. Die Autorin im Internet: www.heralind.de Bei dotbooks erschienen Hera Linds Romane 'Ein Mann für jede Tonart', 'Frau zu sein bedarf es wenig', 'Das Superweib', 'Das Weibernest', 'Die Zauberfrau', 'Der gemietete Mann', 'Hochglanzweiber', 'Mord an Bord', 'Der doppelte Lothar', 'Karlas Umweg', 'Fürstenroman' und 'Drei Männer und kein Halleluja' sowie die Kurzromane 'Rache und andere Vergnügen', 'Gefühle und andere Katastrophen' und 'Hunde und Herzensbrecher' sowie das Kinder- und Vorlesebuch 'Der Tag, an dem ich Papa war'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 408
    Erscheinungsdatum: 29.10.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955200435
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1027 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Das Weibernest

Nebenan zogen auch gerade welche ein. Ich hörte den Schlüssel im Schloss. Dann Gepolter, Koffer wurden abgestellt. Kinderstimmen und ein Mann. Der Hotelangestellte mit der Gepäckkarre bedankte sich auf Italienisch. Die Tür wurde zugeknallt. Peng. Gedämpftes Stimmengewirr, trappelnde Schritte.

Na bitte, dachte ich. Kinder. Das passt ja prima. Dann werden die sich bestimmt nicht beschweren, wenn es bei uns mal zu laut ist. Vielleicht bekommen meine drei Anschluss. Nichts würde ich mir mehr wünschen für meine armen verwahrlosten Halbwaisen, als dass jemand mit ihnen redete und spielte.

Ich sank auf das Bett. Puh! Acht Stunden Fahrt mit drei Kindern! Es war das erste Mal, dass ich auf eigene Faust etwas derart Tollkühnes unternommen hatte. Aber es musste sein. Jetzt oder nie.

Gestern war der Riesenkrach gewesen. Enno wollte mich heiraten.

Und ich hatte einfach nein gesagt. In MEINEM Alter. Als Mutter dreier Kinder! Da hatte Enno seinen Koffer gepackt und war zu irgendeiner Mandantin gefahren. Und ich hatte meinen Koffer gepackt. Das heißt, ich hatte vier Koffer gepackt. Und drei Taschen. Und das Reisebett und den Kinderwagen und drei Packungen Pampers. Und jetzt waren wir hier. Ohne Enno. Und ich fühlte mich in Hochstimmung.

Drei Wochen Urlaub lagen vor uns. In dieser herrlichen, paradiesischen Gegend. Bei diesem strahlenden, heißen Sommerwetter.

Ich hatte es so gewollt. Ich wollte wissen, ob ich ohne Enno klarkommen würde. Und ich war mir ganz sicher, dass genau dies der Fall sein würde.

Jemanden, der einen seit sieben Jahren bevormundet, maßregelt und alles besser weiß, vermisst man vermutlich nicht, wenn man endlich mal wieder allein denken und handeln darf. Ich freute mich auf jede Minute. Entschlossen rappelte ich mich auf. Koffer auspacken, Ordnung machen, Kinder waschen, nettmachen, Heizdecke unter das Laken friemeln.

"Franz, kannst du bitte mal einen Moment von meinem Bett runtergehen?"

"Immer ich!", maulte das Kalb, das sich gerade mit seinem Gameboy zwischen den Gepäckteilen auf meiner Tagesdecke breitgemacht hatte. Kalb Nummer zwei lümmelte am Fußende und spielte mit der Fernbedienung der hoteleigenen TV-Anlage. Über den Bildschirm taumelten Zeichentrickfiguren, die sich auf ausländisch hauten.

"Die sprechen ja noch nicht mal deutsch!", beschwerte sich mein bezauberndes Kind. "Hier bleib ich nicht. Hier ist alles bescheuert!"

Kälbchen Nummer drei taperte sehr beschäftigt mit Pullovern und Hosen, die es aus den herumstehenden Koffern zog, in der Suite auf und ab. Natürlich brauchte das Kälbchen Auslauf, nachdem es acht Stunden in seinem Kindersitz geklemmt hatte. Hauptsache, es tut sich nicht weh und fällt nirgendwo rein und öffnet nicht die Minibar und schmeißt keine Gläser ins Klo.

"Wann gehen wir endlich essen!", rief frustriert mein Ältester aus. Seine letzte Gummibärchentüte lag leer und zerknüllt auf dem Bettvorleger.

"Wir gehen essen, wenn die Koffer ausgepackt sind und ich geduscht habe", sagte ich freundlich, aber bestimmt. "Und jetzt geh von meinem Bett runter, und hilf mir mit der Heizdecke."

Unwillig erhob sich mein Ältester.

"Wieso muss immer ich von deinem Bett runtergehen!"

"Weil du drauf sitzt mit deinen schmutzigen Hosen! Los. hoch den Po! Geh doch mal raus in den Garten und guck, wer da im Nebenzimmer eingezogen ist", munterte ich meinen übellaunigen Sohn auf. "Sicher findest du gleichaltrige Spielgefährten!"

"Die sind bescheuert, und außerdem sprechen die kein Deutsch", sagte Willi und knipste frustriert den Fernseher aus. "Ich will hier wieder weg!&laq

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen