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Das Wunder des Pfirsichgartens Roman von Allen, Sarah Addison (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.01.2014
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Das Wunder des Pfirsichgartens

Über einer idyllischen Kleinstadt liegt ein Hauch von Magie in der Luft ...

In einer idyllischen Kleinstadt in North Carolina führt Willa Jackson einen gemütlichen Laden, der mit herrlichem Gebäck und Kaffee lockt. Dann allerdings gerät ihr Leben ziemlich durcheinander, als die alte Villa, die einst im Besitz der Jacksons war, renoviert wird. Plötzlich flattert ihr mit der Einladung zur Neueröffnung nicht nur ein Mann ins Haus, sondern auch die umtriebige Paxton Osgood, die den Umbau leitet. Zusammen entdecken die beiden jungen Frauen im Garten des Anwesens ein Familiengeheimnis, das allerlei wunderliche Dinge in Gang bringt ...

Sarah Addison Allen wurde in Asheville, North Carolina, geboren, wo sie Literaturwissenschaft studierte und auch heute noch lebt. Ihre Romane, darunter ihr Debüt "Mein zauberhafter Garten" und ihr neues Werk "Das Wunder des Pfirsichgartens", sind allesamt "New York Times"-Bestseller und begeistern mit einer Prise Magie und wunderschöner Südstaatenkulisse.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 20.01.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641118389
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: The Peach Keeper
    Größe: 469 kBytes
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Das Wunder des Pfirsichgartens

ZWEI

Geflüster

P axton Osgood hatte im Büro für Öffentlichkeitsarbeit Überstunden gemacht. Als sie nach Hause fuhr, dämmerte es bereits. Die flackernden Lichter der Straßenlampen gingen eines nach dem anderen an wie verschlafene Glühwürmchen, die ihr den Weg weisen wollten. Paxton parkte vor dem Haus ihrer Eltern. Wenn alles nach Plan lief, würde sie noch rasch ein paar Runden schwimmen können, bevor es Zeit war, sich umzuziehen und zu dem Treffen des Damenklubs aufzubrechen.

Das würde jedoch nur klappen, wenn sie ihren Eltern nicht über den Weg lief. Sie hatte wochenlang ihren Terminkalender optimiert, nur um ihnen an diesem Abend nicht von ihrem Tag erzählen zu müssen, sobald sie hereinkam. Diese Vermeidungsstrategie hatte sie erst in letzter Zeit entwickelt. Sie war sich nicht sicher, wie sie damit umgehen sollte. Bis jetzt hatte sie eigentlich ganz gern bei ihren Eltern gelebt. Wenn sie einmal im Jahr zum Treffen ihrer Studentinnenverbindung nach New Orleans fuhr, wunderten sich alle ihre ehemaligen Kommilitoninnen, dass sie noch immer zu Hause wohnte. Sie verstanden nicht, warum sie nach dem Studium überhaupt in ihr Elternhaus zurückgekehrt war. Schließlich hatte sie genügend Geld, um zu tun, wonach ihr der Sinn stand. Paxton fiel es schwer, ihr Verhalten zu erklären. Sie liebte Walls of Water. Sie liebte es, Teil seiner Geschichte zu sein und für das weitere Bestehen dieses Ortes zu sorgen. Es brachte eine tiefe, vibrierende Saite in ihr zum Klingen. Sie gehörte hierher. Und da Paxtons Zwillingsbruder Colin wegen seines Jobs durchs ganze Land und häufig auch ins Ausland reiste, fand Paxton es nur fair, dass ihre Eltern wenigstens ein Kind in ihrer Nähe hatten.

Im letzten Jahr, als die Dreißig wie ein schwarzer Ballon vor ihr aufgestiegen war, hatte Paxton endlich den Entschluss gefasst auszuziehen. Nicht in einen anderen Bundesstaat, nicht einmal auf die andere Seite des Ortes, sondern in ein Haus, das ihre Freundin Kirsty Lemon, eine Immobilienmaklerin, verkaufen wollte. Es lag nur knapp sechs Meilen von ihrem Elternhaus entfernt. Sie hatte die Strecke mit dem Meilenzähler ihres Wagens gemessen und ihren Eltern die Nähe als großen Pluspunkt angepriesen. Aber ihre Mutter hatte sich bei dem Gedanken an ihren Auszug und an die Auflösung ihrer glücklichen kleinen Problemfamilie so aufgeregt, dass Paxton sich genötigt sah, einen Rückzieher zu machen. Immerhin zog sie aus dem Haupthaus ins Gartenhaus am Pool – ein kleiner, doch absolut notwendiger Schritt. Es würde wohl noch ein Weilchen dauern, bis sie den endgültigen Absprung schaffte.

Das Gartenhaus verschaffte ihr etwas mehr Privatsphäre, doch leider führte der Weg dorthin unweigerlich durch das Haupthaus. Ihre Eltern wussten also stets, wann sie kam und wann sie ging. Sie konnte nicht einmal eine Tüte Lebensmittel mitbringen, ohne dass ihre Mutter es kommentierte. Ihre Tagträume waren darauf zusammengeschrumpft, dass sie sich vorstellte, es läge eine Schachtel Donuts auf ihrer Küchentheke, ohne dass jemand ein Wort darüber verlor.

Sie nahm die Stufen zu dem ausgedehnten Wohnsitz ihrer Eltern, der dank der vielen Hickorybäume auf dem Anwesen den Namen Hickory Cottage trug. Im Herbst war der gesamte rückwärtige Teil mit gelben Blättern übersät, die so hell leuchteten, dass sie die Nacht erhellten. Die Vögel, die in den Bäumen nisteten, wurden ganz konfus, weil sie die Tageszeiten nicht mehr unterscheiden konnten. Manche blieben tagelang wach, bis sie erschöpft von den Ästen plumpsten.

Paxton öffnete leise die Haustür und schloss sie ebenso leise hinter sich. Sie wusste, dass sich ihre Eltern um diese Zeit die Nachrich

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