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Der blutige Weg von Kane, Ben (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.08.2017
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Der blutige Weg

'Hüte dich vor den Iden des März!' Augur Spurinna zu Julius Cäsar Sie kämpften zusammen in der Vergessenen Legion, wagten gemeinsam die Flucht aus der Gefangenschaft der Parther - doch in Alexandria verlieren Tarquinius und Romulus sich aus den Augen. Während Romulus mit Cäsars Truppen gegen die Feinde Roms zieht und droht, als flüchtiger Sklave erkannt zu werden, bleibt Tarquinius schwer verletzt zurück. Erst nach vielen Monaten begegnen die Gefährten einander wieder: in den Straßen Roms, wo die Verschwörung um Cäsars Ermordung bereits unaufhaltsam voranschreitet ... Endlich da: der fulminante Abschluss der Bestseller-Trilogie aus England

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 556
    Erscheinungsdatum: 25.08.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732539703
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: The Road to Rome
    Größe: 1342 kBytes
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Der blutige Weg

1. KAPITEL:
ÄGYPTEN

A LEXANDRIA , W INTER 48 V .C HR .

"Beeilung, verdammt!", rief der Optio und hieb den Legionären in unmittelbarer Nähe mit der flachen Klinge über den Rücken. "Cäsar braucht uns!"

Sein Trupp aus zehn Mann benötigte kaum eine Ermunterung. Ihr nächtlicher Vorposten befand sich auf dem Heptastadion, dem schmalen, künstlichen Fahrdamm, der die Docks mit einer vorgelagerten, langen Insel verband und der den Hafen in zwei Teile schnitt. Mit Wasser zu beiden Seiten bot dies eine isolierte Stellung - kein wünschenswerter Aufenthaltsort, wenn man bedachte, was gerade vor sich ging.

Der gelbe Schein des Pharos, des riesigen Leuchtturms der Stadt, wurde durch die brennenden Schiffe am Kai eindrucksvoll verstärkt. Cäsars Männer hatten das Feuer gelegt, das sich rasch auf den Schiffen ausgebreitet hatte. Jetzt griffen die Flammen auf die nahen Lagerhäuser und Bibliotheksgebäude über und wuchsen zu einer Feuersbrunst an, die die Szenerie taghell erleuchtete. Nachdem sich ihre Trupps, die in die verdunkelten Seitenstraßen zurückgedrängt worden waren, neu gesammelt hatten, kamen die ägyptischen Soldaten wieder zu Tausenden heraus, um sich gegen Cäsars Linien zu werfen. Die Legionäre waren weniger als hundert Schritt vom Heptastadion entfernt, einer Stelle, die wie geschaffen war, um einen Feind aufzuhalten.

Romulus und Tarquinius marschierten bereitwillig an der Seite der Legionäre. Sollte es der brüllenden Masse der ägyptischen Soldaten gelingen, die römischen Reihen zu durchbrechen, würden alle Legionäre den Tod finden. Selbst wenn es die Ägypter anfangs nicht schaffen sollten, war die Wahrscheinlichkeit, das Ganze zu überleben, immer noch gering. Die Legionäre waren ihren Feinden zahlenmäßig weit unterlegen und hatten keinen sicheren Rückzugsweg. Die ganze Stadt wimmelte von feindlich gesinnten Einheimischen, und der Damm führte auf eine Insel, von der es kein Entrinnen gab. Dort lagen nur die römischen Triremen und Liburnen, aber wegen der ausschwärmenden feindlichen Truppen war es nicht möglich, sicher an Bord zu gelangen.

Romulus zog eine Grimasse und warf der Trireme, die gerade entkommen war, einen sehnsüchtigen Blick nach. Das Schiff näherte sich inzwischen der westlichen Hafenausfahrt, mit Fabiola, seiner Schwester, an Bord. Nach beinahe neun Jahren der Trennung hatten sie sich nur Momente zuvor wiederentdeckt. Fabiola war auf dem Weg hinaus zum Meer, in Richtung Sicherheit, und daran vermochte Romulus nichts zu ändern. Merkwürdigerweise war er nicht verzweifelt. Und er wusste den Grund dafür: Allein das Wissen, dass Fabiola noch am Leben war, ließ sein Herz vor unbändiger Freude hüpfen. Mit Mithras' Hilfe hätte sie ihn hören müssen, als er ihr zurief, er sei in der 28. Legion, und so mochte sie ihn eines Tages wiederfinden. Nach all seinen Gebeten um die lange verloren geglaubte Schwester hatten die Götter ihm endlich eine Antwort gewährt.

Jetzt aber, wie schon so oft, ging es darum, die eigene Haut zu retten.

Nachdem man sie in die Legionen zwangsrekrutiert hatte, waren Tarquinius und er ein Teil von Cäsars kleinem Einsatzkommando in Alexandria geworden: Teil eines Kommandos, das gerade überwältigt zu werden drohte. Romulus konnte jedoch seinem neuen und gefährdeten Rang etwas Trost abgewinnen. Falls das Elysium auf ihn wartete, würde er es weder als Sklave noch als Gladiator betreten. Auch nicht als Söldner oder Gefangener. Romulus straffte die Schultern.

Nein, dachte er grimmig, ich bin ein römischer Legionär. Endlich. Mein Schicksal gehört mir, und Tarquinius wird mich nicht länger kontrollieren. Keine Stunde zuvor hatte ihm sein blonder Freund enthüllt, dass er für den Totschlag verantwortlich gewesen war, der Romulus ursprünglich zur Flucht aus Rom gezwungen hatte. Der Schock hallte immer noch in Romulus nach. Zweifel, Zorn und Kränkung vermischten sich zu einem gifti

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