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Der Cop, das Hundebaby und ich von Colter, Cara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.08.2013
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Der Cop, das Hundebaby und ich

Bitte, Mr Sullivan, wir brauchen einen Helden! Oh nein, schon wieder hat diese Sarah McDougall flehentlich auf seinen AB gesprochen. Oliver kennt sie nicht, und er will sie auch nicht kennenlernen! Er ist ein Cop, der in Detroit den Glauben an das Gute verloren hat. Aber nun hat er sich ins idyllische Kettle Bend versetzen lassen, und nur weil er ein Hundebaby gerettet hat, will diese Frau ihn zum Dorf-Helden machen! Aber jetzt reicht es. Oliver fährt zu ihr - und steht plötzlich einer bezaubernden Traumfrau gegenüber. Kann Sarah ihn wieder an das Gute glauben lassen?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 20.08.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954467440
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 415 kBytes
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Der Cop, das Hundebaby und ich

1. KAPITEL

Oliver Sullivan - der schon so lange nur Sullivan genannt wurde, dass er sich kaum noch an seinen Vornamen erinnerte - gestand sich ein, dass er Sarah McDougall noch weniger ausstehen konnte als jeden anderen Menschen. Und ihm waren viele Leute unsympathisch.

Fiesen Typen zu begegnen, zählte zu den Berufsrisiken im Gesetzesvollzug. Nicht, dass Ms McDougall in die Kategorie Kriminelle fiel.

"Obwohl ich schon mit etlichen Verbrechern zu tun hatte, die charmanter waren", murmelte er vor sich hin. Bei Gesetzesbrechern war er allerdings insofern im Vorteil, dass er Autorität über sie ausüben konnte.

Nackten Hass hegte er auf diese Frau. Dabei hatte er noch nie mit ihr gesprochen, geschweige denn sie gesehen. Er kannte nur ihre Ansagen auf seinem Anrufbeantworter und hätte es gern dabei belassen.

Ihre Stimme zu hören, reichte bereits, um starke Abneigung in ihm hervorzurufen. Ihre verbissene Beharrlichkeit untermauerte dieses Gefühl nur noch mehr. Nicht, dass ihre Stimme unangenehm klang. Was sie von ihm verlangte, war vielmehr das Problem.

Im Geist hörte er ihre wiederholten Aufforderungen. Rufen Sie mich zurück. Es ist sehr wichtig. Wir müssen reden. Es ist dringend.

Da er ihre Anrufe geflissentlich ignoriert hatte, war sie zu seinem Vorgesetzten gegangen, der wiederum befohlen hatte, ihrer Bitte nachzukommen. Reden Sie wenigstens mit ihr. Falls Sie es noch nicht gemerkt haben sollten, Sie sind nicht mehr in Detroit.

Das war Sullivan längst aufgefallen. Bereits nach etwa fünf Minuten an seinem neuen Arbeitsplatz.

Zwischen dem Tätigkeitsbereich eines Kleinstadtpolizisten in Wisconsin und eines Kripobeamten beim Morddezernat in Detroit war ein Unterschied wie zwischen Tag und Nacht - vergleichbar mit dem Wirken von Mutter Theresa und den Taten von Attila dem Hunnenkönig.

"Welcher Wahnsinn hat mich dazu getrieben, mich für Kettle Bend in Wisconsin zu entscheiden?", knurrte er vor sich hin.

Dieser Wahnsinn hatte einen Namen, und der lautete Della. Sie war seine große Schwester und hatte diese kleine idyllische Nische entdeckt und beschlossen, ebendort zusammen mit ihrem Ehemann Jonathon, einem Kieferorthopäden, ihre beiden Söhne aufzuziehen. Und sie bemühte sich, Sullivan in den Kreis ihrer glücklichen Familie einzubinden, seit dessen Leben den Bach runtergegangen war.

Er verdrängte diese Fakten jetzt und konzentrierte sich stattdessen auf die Ortschaft. Mit zynischem Blick betrachtete er sein Umfeld. Die Straßen waren breit und ruhig und von riesigen Bäumen beschattet, die er als hartgesottener Städter nicht identifizieren konnte. Und doch fielen ihm die jungen Blätter angenehm auf, die sich in den zarten leuchtenden Farben des Frühlings entfalteten und deren würziger Duft ihm durch das offene Autofenster in die Nase stieg.

Im Laubschatten standen gepflegte Häuser, die ihr Alter und ihre amerikanischen Flaggen gleichermaßen mit Stolz trugen. Die meisten ähnelten einander auf angenehme Weise - weiße Fassaden mit hellgelben Türen und Fensterrahmen oder umgekehrt. Zur Abwechslung war hie und da ein Farbtupfer in Salbeigrün oder Taubenblau zu sehen.

Allen Häusern gemeinsam waren breite Veranden, weiße Jägerzäune um kleine Vorgärten mit gepflegten Beeten voll blühender Frühlingsblumen, die einladende Gehwege säumten.

Aber Sullivan wollte sich nicht bezirzen lassen.

Er mochte keine Illusionen. Eine besonders gefährliche Wunschvorstellung war in seinen Augen der Glaube, dass auf dieser Welt noch sichere und behütete Orte existierten.

Mit Hollywoodschaukeln und Glühwürmchen und kalter Limonade an heißen Sommertagen. Wo Fenster und Türen unverschlossen bleiben und Kinder unbeaufsichtigt und furchtlos mit dem Fahrrad zur Schule fahren können. Wo Familien sich bei Gesellschaftsspielen vergnügen. Orte unbefleckter Unschuld, d

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