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Der Duft der Erinnerung: Die Australien-Saga - Band 2 Roman von Zinßmeister, Deana (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.02.2017
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Der Duft der Erinnerung: Die Australien-Saga - Band 2

Das große Glück war zum Greifen nah, doch das Schicksal ist schneller: 'Der Duft der Erinnerung' von Deana Zinßmeister als eBook bei dotbooks. Australien 1793: Seit ihr Mann Duncan verschwunden ist, fühlt sich Luise in Sydney nicht mehr sicher. Der rachsüchtige Friedensrichter Steel droht ihr unverhohlen und auch ihre Freundin Collette ist nicht mehr an ihrer Seite, um ihr beizustehen. So kehrt Luise allein nach Europa zurück und wartet sehnsüchtig auf eine Nachricht ihres Ehemannes. Bei Freunden hat Luise Zeit, sich von der kräftezehrenden Reise zu erholen ... doch etwas stimmt nicht. Sie fühlt sich ständig beobachtet - und eines Nachts steht ein vermummter Fremder in ihrem Schlafzimmer. Reicht Steels Einfluss so weit oder droht ihr von anderer Seite Gefahr? 'Deana Zinßmeisters Geschichten haben Erfolgsgarantie.' Bild Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Der Duft der Erinnerung' von Deana Zinßmeister. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Deana Zinßmeister widmet sich seit einigen Jahren ganz dem Schreiben historischer Romane. Bei ihren Recherchen wird sie von führenden Fachleuten unterstützt, und für ihren Bestseller "Das Hexenmal" ist sie sogar den Fluchtweg ihrer Protagonisten selbst abgewandert. Die Autorin lebt mit ihrem Mann und zwei Kindern im Saarland. Bei dotbooks veröffentlicht sie: 'Der Duft der Erinnerung''Fliegen wie ein Vogel' Webseite: www.deana-zinssmeister.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 387
    Erscheinungsdatum: 20.02.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958247598
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1235 kBytes
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Der Duft der Erinnerung: Die Australien-Saga - Band 2

Kapitel 1

Südafrika, 4. September 1793

"Prego, Signora, Sie dürfen die Luft nicht anhalten! Mi dispiace."

Wie durch einen Nebelschleier drangen laut gesprochene Worte, die mit einer fremden Sprache vermischt waren, zu Luise durch. Immer wieder wurde ihr Körper von Krämpfen geschüttelt. Als ob sie Fieber plagen würde, stand Schweiß auf ihrer Stirn. Die Haare klebten feucht an den Schläfen.

"Es ist zu früh! Mindestens sechs Wochen zu früh!", fuhr es ihr voller Panik durch den Kopf. Wieder hörte sie fremdländische Worte, die sie nicht verstand. Eine neue Welle der Schmerzen schien ihren Unterleib zu zerreißen und hinderte sie am Sprechen. Als sie wieder durchatmen konnte, stammelte sie: "Holen Sie Kapitän Fraser und Mrs. Reeves. Bitte."

"No, Signora, non e possibile. Capitano Fraser ist heute Morgen nach l'Inghilterra gesegelt. Großer Sturm soll kommen - deshalb sehr eilig. La signora e signore wollten arrivederci sagen, aber Sie haben geschlafen. Scusi, mi dispiace."

Luise wollte nicht glauben, was sie da hörte. Kapitän Fraser und Peggy konnten sie unmöglich jetzt schon allein gelassen haben. Hier, auf diesem fremden Kontinent und in diesem Zustand. Sie hatten doch erst später abreisen wollen, wenn feststand, dass mit Luise alles in Ordnung war. Am liebsten hätte sie ihre Angst laut hinausgeschrien, doch sie brachte keinen Ton hervor. Das war wieder die Situation, die sie bereits kannte und vor der sie sich stets fürchtete. Sie war erneut allein.

Weil Kapitän Fraser durch Luises Zustand einen längeren Aufenthalt in Kapstadt gehabt hatte, galt es, die verlorene Zeit aufzuholen. Er konnte es sich nicht erlauben, durch einen Sturm noch länger in Südafrika festzusitzen. Obwohl Luise die Entscheidung ihrer Freunde verstehen und nachvollziehen konnte, breitete sich in ihrem Kopf ein Gefühl der Leere aus, zu dem sich Traurigkeit gesellte. Weiter kam sie nicht in ihren Gedanken, denn wieder ergriff der Schmerz Besitz von ihrem Unterleib und schien sie in den Wahnsinn treiben zu wollen. Verkrampft umfassten ihre Hände die Bettdecke und suchten in dem weißen Leinen nach Halt. Ihr Nachthemd war durchnässt von dem Schweiß der Überanstrengung. Wieder hielt sie den Atem an, bis ihr Gesicht rot anlief. Dann ließ Luise die Luft keuchend entweichen. Im selben Moment schämte sie sich. Aber es tat gut, und selbst das kreideblasse Gesicht von Giuseppe Zingale konnte sie nicht davon abhalten. Luise war am Ende ihrer Kräfte. Jedes Mal, wenn der Schmerz nachließ, hoffte sie, dass er nicht wiederkommen würde. Mit einem feuchten Tuch kühlte Giuseppes Frau Maria Luises Gesicht und flößte ihr kalten Tee ein. Maria war eine stämmige Italienerin, mit einem runden Gesicht, fast schwarzen Augen und ebensolchen Haaren. Durch ihre Körperfülle wirkte sie größer als ihr zierlicher Mann. Sehr zum Verdruss Giuseppes hatte sich seine ehemals volle Haarpracht gelichtet. Nur noch ein Kranz dunkler Haare zierte seine sonst glänzende Schädeldecke. Luise hatte auf ihrer Hinreise nach Australien Herrn Zingale in seinem Schneideratelier kennen gelernt und sich bei ihm ein Kleid aus blauem Stoff gekauft.

Nun sah Luise aus den Augenwinkeln, wie Maria etwas zu ihrem Mann sagte. Dieser stand bleich vor ihr, bekreuzigte sich und fing an zu beten. Allerdings ließ der Nebelschieier der Erschöpfung, der um Luises Kopf immer dichter wurde, kaum ein Wort durchdringen. Doch für einen Moment verzog er sich und sie verstand: "Dottore, avanti!" Dann kam der Dunst zurück, umhüllte ihren Körper gänzlich, und sie schlief entkräftet ein.

Luise träumte von ihrem Vater. Bilder von Gut Wittenstein zogen wie Wolken am Himmel in diesem Traum vorbei. Sie hörte Anni singen und ihren Vater laut lachen. Plötzlich stand ihre Freundin Colette vor ihr und zog sie auf eine blühende Wiese. Dort breiteten sie ihre Arme aus und ahmten den Flügelschlag der Vögel nach. Lachend liefen nun ihr Vater, die Köchin Anni, Col

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