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Der Duft von Safran Roman von Holeman, Linda (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.09.2011
  • Verlag: Page & Turner
eBook (ePUB)
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Der Duft von Safran

Wie weit gehst du für die große Liebe?
Albany, eine amerikanische Kleinstadt, Anfang der Dreißigerjahre: Nach vielen Schicksalsschlägen genießt Sidonie O'Shea endlich ihr Glück mit ihrem Verlobten, dem charismatischen Arzt Etienne Duverger. Doch dieser verschwindet eines Tages ohne ein Wort. In seinem Apartment findet Sidonie den verstörenden Brief einer Frau aus Marokko, Etiennes Heimatland. Hat er sie wirklich verlassen? Und wer ist die Unbekannte? Sidonie muss sich Gewissheit verschaffen und reist Etienne nach ins ferne Marrakesch. Sie ahnt nicht, welche gefährlichen Geheimnisse sie dort unter dem heißen arabischen Himmel entdecken wird - über den Mann, den sie zu lieben glaubt, und über die fremde, magische, betörende Welt, aus der er stammt.

Linda Holeman, geboren im kanadischen Winnipeg, arbeitete nach ihrem Studium der Soziologie und Psychologie zunächst zehn Jahre als Lehrerin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Ihre historischen Romane, darunter "Smaragdvogel", "Das Mondamulett" und "Der Duft von Safran", sind internationale Bestseller und in sechzehn Sprachen übersetzt. Die Autorin lebt in Toronto und Santa Monica, Kalifornien.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 576
    Erscheinungsdatum: 26.09.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641061333
    Verlag: Page & Turner
    Originaltitel: The Saffron Gate
    Größe: 568 kBytes
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Der Duft von Safran

ACHTUNDZWANZIG (S. 312-313)
Mein Atem beschleunigte sich, als ich auf ihn zutrat. Ich schob meine Aufregung darauf, dass ich hoffte, von ihm Neuigkeiten über Etienne zu erfahren. Als er meine Schritte vernahm, drehte er den Kopf in meine Richtung und wandte sich sogleich wieder ab. Ich rief seinen Namen, und er sah mich erneut an, dann fragte er mich etwas auf Arabisch. Ich zog den Gesichtsschleier herunter, woraufhin er unwillkürlich einen Schritt zurückwich.
"Mademoiselle O'Shea", sagte er. Dann, nach einem kurzen Moment des Zögerns: "Aber warum sind Sie ..." "Aszulay, haben Sie Neuigkeiten für mich? Ist Etienne zurückgekehrt?" "Manon hat einen Brief bekommen." Er nahm das Ende seines Turbans aus dem Gesicht, das zuvor seine untere Gesichtshälfte bedeckt hatte. Ich hatte ganz vergessen, wie weiß seine Zähne waren. Von der Arbeit in der sengenden Sonne war seine Haut dunkler geworden, wodurch das Blau seiner Augen noch intensiver wirkte. Ich trat näher. "Einen Brief von Etienne?" Er nickte. "Er ist gestern angekommen."
Ich wartete, doch sein Gesichtsausdruck verriet mir, was er mir sagen würde. "Es tut mir leid, aber er hat geschrieben, dass er vorerst nicht zurückkommen kann. Vielleicht in ein paar Wochen oder erst in einem Monat." Ich schluckte. Noch ein paar Wochen, einen Monat. So lange konnte ich nicht bleiben; mein Geld ging zur Neige. "Aber ..." Ein Gedanke schoss mir durch den Kopf. "Was ist mit dem Stempel? Sicher verrät doch der Stempel, woher der Brief kommt? Oder wahrscheinlich hat er Manon seine Adresse geschrieben, wo sie ihn erreichen kann, nicht wahr, Aszulay?", sagte ich und blickte ihm ins Gesicht. "Wenn ich seine Adresse hätte, könnte ich zu ihm reisen und müsste nicht hier auf ihn warten." Aszulay sah mich schweigend an.
"Hat er denn geschrieben, wo er sich zurzeit befindet?", fragte ich. "Wo wurde der Brief abgestempelt?" "Sie hat mir den Brief nicht gezeigt, Sidonie", sagte er. "Sie sagte nur, dass er noch nicht kommt, sondern erst in ein paar Wochen oder einem Monat." "Dann gehe ich zu ihr und frage sie. Oder, nein, vielleicht könnten Sie sie fragen, Ihnen wird sie es vielleicht sagen, mir aber bestimmt nicht." Er schüttelte den Kopf. "Sie ist zurzeit nicht hier." Mit einem Mal war mir viel zu heiß, die Sonne über mir eine weiße Scheibe, die mir ins Gesicht brannte. "Sie ist nicht da?", wiederholte ich. "Was heißt das?"
"Sie ist weggefahren. Für eine Woche oder auch zwei, zusammen mit ...", er unterbrach sich, "... mit einem Freund." Mir war sofort klar, dass Manon mit dem Franzosen weggefahren war. Olivier. Bestimmt wusste Aszulay das ebenfalls. "Hat sie Badou mitgenommen?" Ich konnte ihn nicht ansehen und starrte stattdessen auf eine Fliese in der Mauer hinter ihm. "Nein, sie hat ihn bei Falida gelassen." "Aber Falida ist doch selbst noch ein Kind", sagte ich.

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