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Der dunkle Zauber von Calibur von Graham, R. S. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.05.2012
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Der dunkle Zauber von Calibur

'Hallo, Mrs Walters!' Alexa freut sich, als sie ihre alte Nachbarin auf der Straße trifft. Jetzt kann sie ihrem Freund Lenny zeigen, wie sie in Calibur aufgewachsen ist, wie nett die Leute hier sind ... Doch Mrs Walters erkennt Alexa nicht wieder. Und damit ist sie nicht die Einzige! Es scheint, als hätte die ganze Stadt Alexa vergessen, als wäre ihr Leben hier auf dämonische Weise gestrichen worden! Wie konnte das geschehen? Dann verliert auch Lenny jede Erinnerung an sie, Alexa wird als Hexe beschimpft - und hat keinen Zweifel mehr: Etwas Böses ist am Werk ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 11.05.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783864941689
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 366 kBytes
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Der dunkle Zauber von Calibur

1. KAPITEL

"Wie weit ist es noch?", fragte Lenny, als sie an eine weitere Kreuzung auf der Landstraße kamen. Sein Blick wanderte über die Wegweiser, aber der Ortsname Calibur war nirgends zu entdecken.

"Nicht mehr weit", versicherte Alexa ihm und schaute vorsorglich auf die Straßenkarte, die auf ihrem Schoß lag. "Gleich hinter Redchurch müssen wir abbiegen, das sind noch ... na, so etwa zehn Meilen."

"Ein Glück, dass wenigstens eine Straßenkarte im Handschuhfach gelegen hat", meinte Lenny und strich sich eine blonde Strähne aus dem Gesicht. "Ich verstehe nicht, wieso das Navi deine alte Heimatstadt nicht findet. Wie kann irgendein Programmierer einfach einen ganzen Ort vergessen? Wenn wir den Wagen auf dem Rückweg am Flughafen abgeben, werde ich das auf jeden Fall reklamieren", beschloss er. "Die sollen uns ruhig ein paar Dollar dafür gutschreiben."

Alexa zuckte mit den Schultern. "Vielleicht ist das ja so wie in einer von diesen Gruselserien, in denen eine ganze Stadt einfach vergessen wurde, und keiner kann sich mehr an die Menschen erinnern, die dort leben ..."

"Hm", machte Lenny und grinste. "Keine schlechte Idee. Aber dann muss da auch die Zeit stehen geblieben sein, und alles ist immer noch so wie vor hundert Jahren." Er überlegte kurz. "Ich schätze, dann werden wir mit unserem Mietwagen aber ziemlich auffallen."

"Von unserer Kleidung ganz zu schweigen", pflichtete Alexa ihm bei. "Und wenn wir dann noch unsere Handys auspacken und das iPad und, und, und ... dann werden sie uns für Götter halten oder für Außerirdische."

"Oder für Hexer", ergänzte ihr Freund. "Und dann werden sie uns entweder aus der Stadt jagen oder auf dem Marktplatz verbrennen."

Alexa schüttelte den Kopf. "Einen Marktplatz gibt es in Calibur nicht, da spielt sich alles zu beiden Seiten der Main Road ab."

"Na, dann werden sie's eben auf dem Schulhof erledigen", scherzte er, während vor ihnen am Straßenrand eine weitere Tankstelle mit Diner auftauchte. "Hast du Hunger?"

"Bis nach Hause halt ich's noch aus", meinte Alexa und sah aus dem Seitenfenster zu dem dichten Wald, der an ihnen vorüberzog. An diesen Wald konnte sie sich noch gut erinnern, überlegte sie. Vor zehn Jahren waren diese Bäume zwar alle noch ein Stück kleiner gewesen, aber es waren die Bäume, die schon damals hier gestanden hatten. Wenigstens war hier nichts gerodet worden, und wenn sich hier schon nichts verändert hatte, dann sah es in Calibur vielleicht auch noch so aus, wie sie es in Erinnerung hatte. Ganz unerträglich wäre für sie die Vorstellung gewesen, in ihre alte Heimat zu kommen und dann nur noch erzählen zu können, was mal früher wo zu finden gewesen war, weil man inzwischen alles entweder umgebaut oder abgerissen und neu errichtet hatte.

Die Erinnerungen an damals waren wie in ihr Gedächtnis eingebrannt, sie kannte noch jedes Haus und jede Straße, die Geschäfte auf der Hauptstraße, jeden Korridor und jeden Klassenraum in ihrer alten Schule. Man hätte sie irgendwo absetzen und ihr die Augen verbinden können, sie hätte jedes beliebige Ziel in Calibur wiedergefunden - vorausgesetzt natürlich, alles war noch so wie früher.

"Woran denkst du?", fragte Lenny, der immer wieder kurz zu ihr hinübersah, um die Straße nicht zu lange aus den Augen zu lassen.

"Ich freue mich einfach, Calibur wiederzusehen, das ist alles", entgegnete sie. "Kannst du das nachvollziehen?"

Lenny kratzte sich am unrasierten Kinn. "Ich weiß nicht", gestand er ihr ein. "Ich habe keinen Ort, mit dem ich mich so verbunden fühle. Dadurch, dass Dad bei der Air Force ist, sind wir eigentlich nie lange irgendwo geblieben."

"Und der Ort, in dem du geboren bist?"

"Ramstein, meinst du?" Einen Moment lang dachte er nach. "Deutschland ist weit weg, und ich war ... eineinhalb, glaube ich, als Dad nach Shreveport versetzt worden ist. Ich habe keine Erinnerung an Ramstein, die mich dazu veranlasst, hinzuflieg

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