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Der Frankfurter Spekulant Abenteuerroman von Barski, Klaus (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.12.2014
  • Verlag: Solibro Verlag
eBook (ePUB)
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Der Frankfurter Spekulant

In seinem amüsanten Debütroman erzählt Klaus Barski die abenteuerliche Geschichte des Hasardeurs Adi, der seine 'große Kohle' im Frankfurter Immobilienzockermilieu macht. Seinen pfiffig-dreisten Aufstieg verdankt Adi allerlei Tricks und seinem wachem Verstand. Doch auch Rückschläge lassen ihn nicht verzweifeln, der Wille zum Erfolg ist einfach zu groß. Der Glücksritter läßt sich nicht davon abhalten, seine Träume zu verwirklichen. Am Ende steht der Ausstieg in die exotische Welt von Ibiza und Florida, in der die Früchte des riskanten Geschäftemachens geerntet werden. Eine fesselnde Zeitreise in die 70er Jahre, die große Schnittmengen mit der eigenen Erfolgsstory des Autors und (Erfahrungs-)Millionärs Klaus Barski hat.

Klaus Barski, einer der von ganz unten kommt (Arbeiterfamilie, keine Schulbildung, Arbeitsbeginn mit 13 Jahren ...), schaffte mit harter Arbeit und gesundem Geschäftsinstinkt den Aufstieg vom Volksschüler und Sozialhilfeempfänger zum millionenschweren Immobilienkaufmann und Schriftsteller. In all seinen Romanen schildert er mitreißend, schonungslos und doch immer mit einem selbstironischen Augenzwinkern knallharte, oftmals abenteuerliche Erfahrungen, wie sie ihm auch auf seinem Lebensweg in ähnlicher Weise widerfahren sind. Klaus Barski ist dementsprechend natürlich kein Leisetreter. Gerne erzeugt der Werbeprofi Aufsehen. So als er anlässlich der Veröffentlichung seines Romans 'Der deutsche Konsul' medienwirksam echte und gefälschte Dollars aus dem Fenster warf. Oder als er mit Luxuslimousine im Frankfurter Café Schwille aufkreuzte um einen Ozelot an einer Eisenkette auszuführen - Klaus Barski: eben ein echter (Erfahrungs-)Millionär mit Tick und Charme. Seine Romane bei Solibro heißen: 'Prügel für den Hausbesitzer. Tatsachenroman eines Immobilienspekulanten', 'Sweet Florida Keys' und 'Der Frankfurter Spekulant'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 15.12.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783932927928
    Verlag: Solibro Verlag
    Größe: 4050 kBytes
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Der Frankfurter Spekulant

FRANKFURT

Mitten in der Nacht kamen wir 1967 auf einem Möbelwagen in Frankfurt am Main an. Ich, Adolf Bartels, 25 Jahre alt, Pleite-Kaufmann, und meine Frau Jean, ferner unsere Sammlung antiker Bauernmöbel aus besseren Zeiten und ein Aktenkoffer voll offener Rechnungen. Das war eine beschissene Situation, denn unsere Schulden betrugen zu diesem Zeitpunkt mehr als 30.000 Mark. Aber es war nicht das erste Mal, daß ich ganz unten war. Es hatte in meinem Leben zahlreiche Höhen und Tiefen gegeben.

Ein paar Tage vorher hatte ich mittels Sozialhilfe unsere neue Bleibe, eine heruntergekommene Altbauwohnung in Frankfurt-Bornheim, gemietet. Unser Wagen, ein klappriges, feuerrotes Sunbeam-Cabrio, war dort schon vor längerem abgestellt worden, weil wir Angst vor einer Pfändung hatten und keiner diese neue Adresse kannte. Um ein Uhr nachts waren wir dann, völlig durchgeschwitzt, eingezogen. Wir hatten es geschafft! Der Versuch, uns selbständig zu machen, war zwar gescheitert, aber der Ort mit unserer Pleite gegangenen Werbeagentur lag hinter uns. Wir waren wieder in Frankfurt, der Stadt der unbegrenzten Möglichkeiten für Deutschlands Habenichtse.

Die Wohnung war deprimierend. Sie befand sich im dritten Hinterhof, im Erdgeschoß. Direkt vor dem Wohnzimmerfenster prangte eine hohe Mauer aus Ziegelsteinen. Es war so dunkel in der Wohnung, daß wir sogar am Tag das Licht einschalten mußten. Aufgrund der schlechten Wohnverhältnisse wurde das Haus sonst nur von Türken bewohnt. Aber bei den überall üblichen hohen Kautionen blieb uns keine andere Wahl. Trotzdem waren wir gut gelaunt; wir hatten den jugendlichen Glauben an eine bessere Zukunft - von jetzt an konnte es nur noch aufwärts gehen.

Als wir am nächsten Morgen aufstanden und unsere besten Klamotten anzogen, waren wir in Hochstimmung. Nach dem ruhigen Leben auf dem Dorf freuten wir uns auf die Großstadt. Kaufhausbummel, Cafés, Kinos, Kneipen, Antiquitätengeschäfte und Museen - das alles hatten wir vermißt und jetzt endlich wiedergewonnen.

"Wie bezahlen wir die 30.000 Mark Schulden?" fragte mich Jean, als wir durch Bornheim bummelten.

"Weiß der Henker", erwiderte ich und dachte einen Moment über unsere triste Lage nach.

"Das schaukeln wir schon. In einer internationalen Geschäftsstadt wie Frankfurt läßt sich immer irgendwie Geld auftreiben."

Als wir in die Berger Straße einbogen, hörten wir jemanden "He Adi!" rufen. Vor uns stand Heinz Dreckmann, ein Bekannter aus früheren Tagen. "Heinz! Immer noch in Frankfurt?" fragte ich lächelnd, als wir uns gegenseitig auf die Schultern klopften.

"Was machen die Geschäfte?"

Er war von Beruf Grafiker, Dekorateur, Schriftenmaler und Anstreicher, je nach Auftragseingang. Ein kleiner, aber drahtiger Körper, überdimensionierte getönte Brille und immer ein weißes Hemd mit Fliege - das war Heinz, der große Schaumschläger. "Ich lade Euch zum Essen ein", sagte er großspurig.

Gerade das hatten wir nötig.

"Gehen wir ins Bilka. Die haben heute den 99-Pfennig-Erbseneintopf", ergänzte er.

Wir bummelten zu dritt zum Kaufhaus. Während wir aßen, erzählte jeder dem anderen von seiner beschissenen Lage. Großzügig zahlte Heinz die Zeche, obwohl er, wie wir jetzt wußten, ebenfalls pleite war.

"Habt Ihr heute frei?" fragte Heinz.

"Ja. Komm, fahren wir in die City und trinken einen Kaffee bei Schwille", schlug ich vor.

Es war Freitag. Im Café Schwille, dem bekannten Tagestreffpunkt, wartete ich auf das Erscheinen der Abendausgabe der Frankfurter Rundschau , um die Stellenangebote zu studieren und nach meiner Kfz-Verkaufsanzeige zu suchen. Mit dem Geld vom Verkauf unseres Sunbeams hoffte ich unsere Finanzen zu regeln./

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