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Der Herr der Wölfe von Graham, Heather (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.11.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Der Herr der Wölfe

Irland und Frankreich im 9. Jahrhundert. Dänische Eroberer sind in die Heimat der Gräfin Melisande eingefallen. Bei ihrer Rückkehr nach Frankreich findet die schöne Aristokratin ihr Schloss in den Händen der dänischen Armee. Mit ihren violetten Augen und dem leuchtend schwarzen Harr ist sie eine Herausforderung für jeden Krieger. Aber nur einer kann ihr Herz erobern: der Wikinger Conar, der Herr der Wölfe ... Weitere historische Liebesromane von Heather Graham bei beHEARTBEAT: 'Die Gefangene des Wikingers' und 'Die Normannenbraut'. eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert. Heather Graham veröffentlicht seit 1982 Romane verschiedener Genres. Ihre Bücher wurden in mehr als 20 Sprachen übersetzt und sind wiederkehrend auf den amerikanischen Bestsellerlisten zu finden. Website der Autorin: http://www.eheathergraham.com.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 347
    Erscheinungsdatum: 01.11.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732536696
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 2116 kBytes
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Der Herr der Wölfe

PROLOG
DAS BLUT DES WOLFS

Die irische Küste, Schottland, a.d. 865

Wie erstarrt stand der große Junge da, die Seele von heißem Zorn erfüllt. Goldblond, viel stärker, als es seinen Jahren entsprach, hielt er den Windböen stand, die ihn peitschten, und schien sogar neue Kraft aus ihnen zu schöpfen. Die Mutter hatte sein Verhalten getadelt und ihm vorgeworfen, er führe sich auf wie ein Wikinger.

Nun, er war ein Wikinger.

"Schau aufs Meer, mein Sohn!" Der König umfasste die Schultern des Jungen. "Betrachte die weißen Schaumkronen und stell dir unsere Schiffe darauf vor. So viele stolze, starke Schiffe, die allen Stürmen da draußen trotzen können! Sieh die großen Drachen an den Bügen, mein Sohn, die gefletschten Zähne, die wilden Grimassen! Und bewundere das erlesene Schnitzwerk! Wir sind die Herren der Meere, das lässt sich nicht leugnen."

Lächelnd blickte ihm der Junge in die Augen. "Wir sind Wikinger, Vater, und wir segeln immer noch in Wikingerschiffen."

"Es sind die besten, was dir jedermann bestätigen kann. In dieser Welt werden wir oft angegriffen, wenn wir auch Bündnisse eingehen, und so brauchen wir starke Schiffe."

Nachdenklich runzelte der König die Stirn. "Allerdings, wir sind Wikinger - oder in gewisser Weise Norweger und in anderer Dänen. Manchmal ist es unklug, deine Mutter daran zu erinnern, mein Sohn."

Der Junge grinste. Ja, seine Mutter war mit jedem Zoll eine irische Prinzessin. Sie hatte ihre Kinder die großen Gesetze der irischen Gastfreundschaft gelehrt, die Brehon-Gesetze, die viel zur Zivilisation des Volkes beigetragen hatten. Und sie sorgte dafür, dass sie alle in Kunst und Geschichte unterrichtet wurden, in Sprachen und Religion. Aber er wusste nicht, ob die Wikingerherkunft seines Vaters sie wirklich so sehr störte. Mochte der König, ein großartiger Mann, auch in dieses Land eingedrungen sein - er hatte dafür gekämpft, zum Wohle des Volkes.

Nun hatte sie ihn zu seinem Vater geschickt. Er war in Schwierigkeiten geraten, denn Leith hatte ihm das neue Schwert weggenommen, eine prachtvolle Waffe, von seinem Großvater geschnitzt.

Leith bekam immer alles. Zumindest sah es so aus. Aber er war ja auch der älteste Sohn, der Erbe des Königs. Eines Tages würde er hier herrschen, in diesem reichen, schönen grünen Land, das sie alle so liebten. Das wusste Conar, und er verstand es. Er liebte seinen Bruder sogar, der zum Nachfolger des Königs ausgebildet wurde, älter, klüger und würdevoll war - und wie die Mutter sehr nachdenklich und sanftmütig. Aber heute hatte er versucht, ihm das Schwert zu entreißen und einen Wutausbruch entfacht.

Was am allerschlimmsten war, der Zwischenfall hatte sich in der Kapelle während des Gottesdienstes ereignet. Die Mutter umfasste Conars Hand und führte ihn hinaus ins Freie, die smaragdgrünen Augen voller Zorn.

"Leith wollte mir das Schwert wegnehmen!", erklärte er, das Kinn trotzig hochgereckt. Natürlich hätte er Reue zeigen müssen. Er liebte seine Mutter innig, und es bedrückte ihn, wann immer er sie enttäuschte. Doch er würde nicht klein beigeben. "Das Land gehört ihm! Dubhlain gehört ihm!" Hoch schwenkte er das kleine hölzerne Schwert in die Luft, nachdem er es vor dem Zugriff des Bruders gerettet hatte. "Und ich werde seine Rechte gegen jeden Eindringling verteidigen, auch wenn es mich mein Leben kostet!", schwor er leidenschaftlich. "Aber dieses Schwert, Mutter, gehört mir! "

Wie selbstsicher, stolz und entschlossen er ist, dachte die Königin. Schmerzlich krampfte sich ihr Herz zusammen, denn trotz seiner Jugend erkannte sie plötzlich, wie sehr er seinem Vater glich. Stets würde er seine Brüder und Schwestern und sein Heimatland lieben und ehren. Aber das genügte ihm nicht. Er würde sich nach anderen Dingen sehnen und dafür kämpfen. Sie biss sich auf die Lippen.

O ja, er trat in die Fußstapfen des großen Wolfs von Norwegen, so w

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