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Der Highlander und die Wildkatze von Brisbin, Terri (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.07.2015
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Der Highlander und die Wildkatze

Ihr Ende ist nah! Bewaffnete Reiter stürmen auf die schöne Lilidh MacLerie zu. Doch kein Schwert durchbohrt ihre zarte Kehle. Stattdessen verschleppt man sie als Geisel und stellt sie dem Anführer gegenüber, der sie mit hartem Gesichtsausdruck mustert. Und plötzlich fühlt die stolze Tochter der Highlands sich verhängnisvoll schwach. Denn sie kennt ihren Entführer! Dieser muskulöse schottische Laird ist Robert Matheson. Den ersten Kuss hat er ihr damals geraubt, hat in ihr das Feuer des Verlangens geweckt - bevor er ihr gnadenlos das Herz brach. Was ihr breitschultriger Feind jetzt mit ihr vorhat, wissen allein die Götter ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 28.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733763992
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1072 kBytes
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Der Highlander und die Wildkatze

1. Kapitel

L ilidh schaute aus dem Fenster und versuchte zu überlegen, welche Möglichkeiten ihr offenstanden. Die Stille zwischen dem Ende des Tages und dem Beginn der Nacht war immer dann ihre liebste Zeit des Tages, wenn sie Entscheidungen treffen musste. Die Tochter des Earl of Douran, Laird der MacLeries, hielt in ihren Gedanken inne. Womöglich war es besser, wenn sie bis zum Morgen wartete ...

Sie wandte sich vom Fenster ab und ließ den Blick durch die große und behaglich eingerichtete Kammer schweifen. Ihr war klar, dass ihr nur noch wenig Zeit blieb und sie kaum eine andere Wahl hatte ... wieder einmal. Das Pergament lag noch immer fast unbeschrieben da, wo sie es platziert hatte. Sie nahm es hoch und hielt es so, bis sie im Kerzenschein die Buchstaben darauf erkennen konnte. Zum zigsten Mal las sie sie und konnte sich noch immer nicht entscheiden, wie sie weitermachen sollte, wie sie das, was sie mitzuteilen hatte, in Worte fassen sollte.

An den Earl und die Countess of Douran , begann der Brief mit den förmlichen Titeln der beiden, dann folgte: Vater und Mutter.

Und dann ... nichts mehr.

Wie sollte sie ihr Elend erklären, in das sie der Tod ihres Ehemanns gestürzt hatte, mit dem sie nur zwei Monate lang verheiratet gewesen war? Das Ableben des Lairds der MacGregors wurde nach außen hin verschwiegen, bis sein Erbe - sein jüngerer Bruder - von den Ältesten des Clans als neuer Anführer bestätigt wurde. In ihrer Rolle in dieser Ehe war Lilidh kläglich gescheitert, hätte sie doch beide Clans aneinander binden und dem MacGregor einen Erben gebären sollen. Denn obwohl sie als unerfahrene junge Frau mit Iain MacGregor den Bund der Ehe geschlossen hatte, war ihr nicht entgangen, dass es zwischen ihnen nicht so gewesen war, wie es hätte sein sollen.

Das Pergament in ihrer Hand bewegte sich leicht im warmen Luftstrom, den die Hitze der brennenden Kerze hervorrief. Lilidh setzte sich an den Tisch, nahm den Federkiel und tauchte ihn gerade so weit in die Tinte, dass er nicht klecksen würde. Dann zwang sie sich dazu, die Worte aufzuschreiben, mit denen sie sich in den Augen ihrer Eltern und ihres Clans selbst demütigen würde.

Ich habe festgestellt, dass ich Euren Ratschlag benötige, was die Situation meiner Stellung hier in Iain MacGregors Haushalt und bei seiner Familie angeht. Als seine Witwe ohne jede Hoffnung, einen Erben zur Welt zu bringen, weiß ich ...

Aber was wusste sie? Sie hatte ihn geheiratet, nachdem von ihrem Onkel ein Vertrag ausgehandelt worden war, den ihr Vater unterzeichnet hatte. Über ihren Anteil an der Mitgift konnte sie nach eigenem Ermessen verfügen, und man ließ ihr die Wahl, im Clan ihres Ehemannes zu bleiben oder zu ihrem eigenen Clan zurückzukehren. Ihr Onkel hatte dafür gesorgt, dass die Bedingungen des Vertrags sie schützten. Doch ihr die Entscheidung zu überlassen, machte alles nur viel schwieriger für sie. Lieber wäre es ihr gewesen, hätte ihr jemand gesagt, was sie als Nächstes zu tun habe.

Wenn sie blieb, würde man für sie eine weitere Ehe arrangieren, sobald ein geeigneter Mann gefunden war, damit die Verbindung zwischen den Clans gestärkt wurde. Kehrte sie heim, würde man sie anderweitig verheiraten, aber zu Hause würde sie auch mit der Enttäuschung ihrer Familie angesichts ihres Versagens konfrontiert werden. Da sie nichts erklären und mit niemandem offen reden konnte, wusste sie nicht, was sie schreiben sollte.

Wie albern sie sich doch benahm! Ihre Eltern liebten sie und würden sie wieder bei sich aufnehmen, auch ohne jegliche Erklärung. Ihre Mutter war die Einzige, mit der sie über Persönliches reden konnte, so wie es bereits vor ihrer Ehe der Fall gewesen war. Ihre Mutter würde ihr zuhören, selbst wenn sie ihr nicht erklärte, was sich zwischen ihr und ihrem Ehemann abgespielt hatte ... oder besser gesagt: was sich eben nicht abgespielt hatte. Sie wandte den Blick

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