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Der Klang der Liebe Roman von Wolff, Evita (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.01.2019
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Der Klang der Liebe

Zutiefst romantisch und herzzerreißend schön: Der gefühlvolle Roman "Der Klang der Liebe" von Bestseller-Autorin Evita Wolff als eBook bei dotbooks. Kann ihr gebrochenes Herz jemals Heilung finden? Die dunklen Jahre ihrer Ehe liegen hinter ihr, doch frei fühlt sich die Journalistin Elizabeth trotzdem nicht. Bis sie einen Auftrag erhält, der ihr Leben für immer verändern wird: In London soll sie einen Artikel über den blinden Operntenor Mattèo Novell schreiben. Doch seine Geheimnisse will er nur preisgeben, wenn Elizabeth ihm auch ihre eigenen anvertraut. Sie weiß, es ist ein gewagtes Spiel ... aber dann hört sie Mattèo zum ersten Mal singen. Plötzlich verspürt sie wieder Hoffnung auf etwas, das sie längst verloren glaubte: einen Weg zurück ins Leben und eine Liebe, die bedingungslos ist und ewig ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: Das romantische Highlight "Der Klang der Liebe" von Bestseller-Autorin Evita Wolff. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Evita Wolff, geboren 1963 in Celle/Niedersachsen, studierte Tier- und Humanmedizin sowie Erziehungswissenschaften. Nach einigen Jahren im Ausland und einem längeren Aufenthalt in Berlin lebt sie heute in Hannover. Bei dotbooks veröffentlichte die Autorin bereits ihren Bestseller "Im Schatten des Pferdemondes" sowie ihren Roman "Der Klang der Liebe".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 472
    Erscheinungsdatum: 04.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961482863
    Verlag: dotbooks GmbH
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Der Klang der Liebe

Kapitel 1

Durch das geöffnete Fenster strich der Morgen mit frischer, feuchter Kühle über sie hin. Elisabeth erhob sich schwerfällig und hüllte sich fröstelnd in ihren Schlafrock.

Mit langsamen, kleinen Schritten näherte sie sich dem Fenster, um es zu schließen, ließ die erhobene Hand jedoch wieder sinken und stützte sie auf der Fensterbank ab. Ein schwaches Lächeln erschien auf ihrem Gesicht, als sie auf den Hyde Park blickte, aus dessen kurzgeschorenem Rasen ein leichter Dunst stieg, der den Duft von Frühlingsblumen mit sich trug. Sie sog die feuchte Luft tief ein, dankbar für ihre belebende Wirkung.

Auf dem Weg zum Badezimmer streifte ihr Blick das erst halb ausgeräumte Gepäck. Sie war gestern nach ihrer Ankunft im Hotel einfach zu müde gewesen, um mehr zu tun, als die Blusen und Röcke in die Schränke zu hängen. Unter den im Koffer verbliebenen Kleidungsstücken waren mehrere Päckchen starker Schlaftabletten zu sehen.

Im Bad stellte sie nach einigem Herumsuchen fest, daß sie auch Duschgel und Shampoo noch nicht ausgepackt hatte.

Natürlich hätte sie sich aus den Fläschchen bedienen können, die vom Hotel gestellt wurden, aber sie benutzte lieber ihre eigenen Produkte, weil sie duftneutral waren.

Sie drehte das Wasser auf und trat unter die Dusche. Die Bewegungen, mit denen sie sich einschäumte, waren heftig. Nur wenn sie zu ihren Handgelenken und ihrer rechten Hüfte kam, wurde sie vorsichtig: Die Narben reagierten empfindlich, besonders heute.

Sie drehte den Zulauf des heißen Wassers weiter auf, doch das half nichts. Die Wärme erreichte nur ihre Haut.

Sorgfältig wählte sie die Kleidung aus. Hellgraues Kostüm mit einem kurzen, schmalen Rock, weiße Bluse, das Jackett war beinahe so lang wie der Rock, dazu dunkelgraue Pumps mit halbhohen, schlanken Absätzen. Kein Schmuck. Zurückhaltendes Make-up: Am aufwendigsten war es immer, die dunklen Ringe unter den Augen zu überschminken. Ihr Blick wanderte umher, während sie damit beschäftigt war, und fand den Flacon mit Badeöl, den sie gestern abend auf dem Wannenrand abgestellt hatte. Es war eine Wohltat gewesen, nach einem langen, verhetzten Tag entspannt im warmen Wasser zu liegen und das Gefühl auszukosten, Berlin entflohen zu sein, eine Weile in London verbringen zu können.

Über das Mascarabürstchen hinweg sah sie wieder auf den Flacon, erinnerte sich widerstrebend daran, was nach dem Bad geschehen war: Es war nicht der erste Anfall gewesen, und es würde auch nicht der letzte sein. Nicht, bis sie endlich das Ende der dunklen Spirale erreicht hatte.

Ein zartgrauer Lidschatten am Unterlid, ein dunkelgrauer pudriger Strich die obere Wimpernreihe entlang. Ihr Blick wanderte weiter.

Auch die Bodenfliesen bargen Erinnerungen an die vergangene Nacht. Es war, als sähe sie noch einmal die demütigende Szene: Sie lag auf dem Boden, starr von seiner Kälte. Es kostete Kraft, den Kopf zu heben, noch mehr, den Arm nach dem Reisewecker auszustrecken. Der Arm fiel herunter. Kalter Schweiß auf der Haut. Sie fühlte sich wund, innen und außen. Mit geschlossenen Augen preßte sie die Stirn auf ihren Unterarm, der versuchen sollte, sie vom Boden hochzudrücken, suchte Hilfe bei ihrem Körper, der sie einmal mehr im Stich ließ. Es war, als kämpfe sie gegen die wuchtigen Schläge einer unsichtbaren Keule an. Sie mußte zum Telefon kriechen, um einen Termin mit Mattèo Novell zu vereinbaren.

Ein wenig Grundierung und Puder, Rouge, um ihre Blässe zu kaschieren. Diesen Auftrag, Novells Porträt zu schreiben, hätte sie am liebsten nicht angenommen. Doch ihr Chefredakteur hatte mit ihren Sprachkenntnissen argumentiert: "Du bist die einzige aus meiner ganzen Truppe, die fließend Italienisch spricht. Natürlich spricht er Englisch, aber es ist nicht seine Muttersprache, und ich will eine vollkommen korrekte Biographie dieses Mannes. Wir bringen das Porträt als Serie über Wochen - das wird der Renner! Mattèo Novell i

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