text.skipToContent text.skipToNavigation

Der mieseste Liebhaber der Welt von Braun, Harald (eBook)

  • Erschienen: 01.08.2010
  • Verlag: DTV
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der mieseste Liebhaber der Welt

Ein Junge, den die Mädchen doof finden. Ein Teenager, der die "Bravo" missversteht. Ein junger Mann, der Angst vor seiner Sex-Premiere hat. Ein Student, der einen "Blow Job" zu wörtlich nimmt. Einer, der im selben Frühling die erste große Liebe und peinliche Erektionsprobleme kennenlernt. Ein Ehemann, der nur noch zweimal im Monat will. Ein Ex-Ehemann, der ins Internetdating einsteigt und nach sechs Monaten immer noch kein neues Schlafzimmer von innen gesehen hat. Die Geschichte eines Mannes, der die Frauen liebt, aber lange keinen überzeugenden Weg fand, es ihnen mitzuteilen.

Produktinformationen

    Größe: 2171kBytes
    Herausgeber: DTV
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 240
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783423402842
    Erschienen: 01.08.2010
Weiterlesen weniger lesen

Der mieseste Liebhaber der Welt

V. Kapitel (S. 104-105)
1985, Angie
Tags Cosy, München, Squash, ONS, Zeitung
Soundtrack Simple Minds: Don't You
Film Paris, Texas / Wim Wenders
Mit ihr schlafen ja, aber keine Intimitäten. Kurt Tucholsky
"Hast du mal Feuer?"
Sie schien etwa zwei, drei Jahre älter zu sein als ich und war eigentlich nicht mein Typ. Ein hübsches Gesicht, lange, braune Haare, die sie mit Schwung zurückwarf, wenn sie sprach. Sie war kräftig, mit einem gebärfreudigen Becken, wie man das wohl nennt, wenn man sich nicht allzu unhöflich ausdrücken will. Sie gehörte zu den Frauen, die man nicht direkt als korpulent bezeichnet hätte, aber auch nicht mehr als schlank, alles war so ziemlich an der Grenze, bis auf den kleinen Busen, der nicht zum restlichen Körper zu passen schien. Als Angie mich um Feuer bat, registrierte ich all das natürlich nicht sofort. Wir saßen gegen eins auf einer kleinen Mauer vor einer Diskothek am Elisabethplatz, die in München als Aufreißerschuppen galt. Ich hatte nach meinem Spätdienst in der Redaktion keine Lust gehabt, in meine kleine Wohnung nach Milbertshofen zu fahren, in die ich vor kurzem gezogen war.
Eine Übergangslösung, hoffte ich. Das ist das Unangenehme nach Trennungen: Man verliert nicht nur die emotionalen Pfeiler seines Lebens, sondern auch die Berechtigung, weiterhin bei "Schöner Wohnen " mitzumachen. Aus der Dreizimmer-Altbauwohnung mit Südbalkon im Szeneviertel wird innerhalb von ein paar Tagen eine Muffbude im Souterrain in einem miesen Viertel, weil sie natürlich die Wohnung behält (oder beide ausziehen müssen, weil sich anständige Wohnungen in München nur Doppelverdiener leisten können).
"Tut mir leid, ich bin Nichtraucher. Sportler."
Ich grinste müde.
"Ist aber nicht sehr sportlich, um diese Zeit noch hier rumzuhängen!"
"Das stimmt wohl. Aber ich trinke auch nichts, vielleicht fällt das ja strafmildernd ins Gewicht."
"Noch ein Grund weniger, hier zu sein."
Das Mädchen verfügte über einen trockenen Humor.
"Ich bin übrigens Markus."
"Angie."
"Von Angelika?"
"Von gar nichts. Angie."
Sie betonte ihren Vornamen ohne jeden Anflug von Extravaganz: Anschi.

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen

    Hofer life eBooks: Die perfekte App zum Lesen von eBooks.

    Hier findest Du alle Deine eBooks und viele praktische Lesefunktionen.