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Der Ring des Sarazenen Templerin 2 von Hohlbein, Wolfgang (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.05.2016
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Der Ring des Sarazenen

Die junge Friesin Robin ist in der Rüstung eines Tempelritters unterwegs ins Gelobte Land. Sie gerät in die Fänge eines Sklavenhändlers und soll als Haremsdame verkauft werden! Als einziger Schutz bleibt ihr der geheimnisvolle Ring, den sie einst von ihrem treuen Freund und Begleiter Salim bekam.
Ein historischer Abenteuerroman von Erfolgsautor Wolfgang Hohlbein.

Wolfgang Hohlbein wurde 1953 in Weimar geboren. Seit er 1982 gemeinsam mit seiner Frau Heike den Roman "Märchenmond" veröffentlichte, arbeitet er hauptberuflich als Schriftsteller. Mit seinen Romanen aus den verschiedensten Genres - Thriller, Horror, Science-Fiction und historischer Roman - hat er mittlerweile eine große Fangemeinde erobert und ist einer der erfolgreichsten deutschen Autoren überhaupt. Er lebt mit seiner Familie in der Nähe von Düsseldorf.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 560
    Erscheinungsdatum: 03.05.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641198169
    Verlag: Heyne
    Serie: Die Templerin Bd.2
    Größe: 1430 kBytes
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Der Ring des Sarazenen

2. KAPITEL

Z u ihrer eigenen Überraschung fand Robin in dieser Nacht doch noch Schlaf, auch wenn er alles andere als ruhig oder gar erfrischend war. Sie erwachte zwei- oder dreimal, das letzte Mal mit hämmernden Kopfschmerzen, einem schalen Geschmack im Mund und dem sicheren Gefühl einer nahenden Katastrophe.

Umständlich richtete sie sich auf den mit Stroh gefüllten Leinensäcken auf und fuhr sich mit der Hand über die Augen, um die Benommenheit wegzuwischen, die noch immer ihren Blick verschleierte. Es war nicht mehr vollkommen dunkel in der Kabine, aber auch noch nicht wirklich hell. Fleckiges Zwielicht sickerte durch das bunte Bleiglasfenster herein und unterstrich die unwirkliche Stimmung. Sie vernahm ein Durcheinander von Geräuschen, die sie einzeln nicht ausmachen konnte, die in ihrer Gesamtheit jedoch ihre Beunruhigung noch steigerten. Sie blieb einen Moment lang reglos sitzen, lauschte auf das Hämmern ihres Herzens und versuchte, sich an die zurückliegende Nacht zu erinnern. Sie hatte geträumt und das flüchtige Gefühl zurückbehalten, dass ihr etwas Schreckliches widerfahren würde.

Die Tür flog auf, und Salim stürmte herein. Für einen Sekundenbruchteil stockte sein Schritt, anscheinend war er überrascht, sie schon wach vorzufinden, dann aber warf er die Tür hinter sich zu und war mit zwei weit ausgreifenden Schritten neben ihrem Bett. "Die Verfolger", sagte er knapp.

Robin blinzelte ihn verständnislos an. "Was?"

"Es sind keine Piraten und auch keine Kreuzfahrer", sagte Salim. Er machte eine unwillige Geste. "Vier Schiffe, vielleicht mehr! Sie kommen näher. Piraten würden sich niemals an einem mit Rittern überfüllten Ordensschiff vergreifen, das einen harten Kampf, aber kaum Beute verspricht. Es müssen Schiffe aus Saladins kleiner Flotte sein!"

"Aber das ..."

"... kann kein Zufall sein, ich weiß", fiel ihr Salim ins Wort. "Abbé hatte Recht. Wir sind verraten worden. Sie werden angreifen, sobald es hell geworden ist."

"Schiffe Saladins?", murmelte Robin verständnislos. Ihre Gedanken wirbelten wild durcheinander. Sie war noch immer schlaftrunken und hatte alle Mühe, Salims Worten irgendeinen Sinn abzugewinnen. Vielleicht wollte sie es auch gar nicht.

"Vier Schiffe", bestätigte Salim grimmig. "Sie beginnen, uns einzukreisen. Bei gutem Wind sind ihre Schiffe langsamer als wir, aber dieser Narr Horace denkt ja nicht daran, ihnen einfach davonzusegeln, solange wir noch können."

Robin blinzelte nervös. "Was meinst du denn damit?"

"Sieh dich doch um! Der Wind hat jetzt schon nachgelassen und es würde mich nicht wundern, wenn wir geradewegs in eine Flaute hineinlaufen würden. Dieser ahnungslose Trottel scheint sich auf einen Kampf geradezu zu freuen!"

"Es sind zu wenige", murmelte Robin benommen.

"Zu wenige? ", ächzte Salim. "Was bei Allah soll das heißen - zu wenige?"

"Wären es sechs, würde Horace vielleicht die Möglichkeit in Betracht ziehen, dem Kampf auszuweichen", antwortete Robin. Sie setzte sich vollends auf, fuhr sich erneut und diesmal mit beiden Händen durch das Gesicht und unterdrückte mit Mühe ein Gähnen. In einer Situation wie dieser wäre es ihr unangemessen vorgekommen. "Ich dachte, du dienst Abbé schon viel länger als ich."

"Das stimmt, aber ..."

"Dann solltest du eigentlich wissen, dass Tempelritter einem Kampf nur ausweichen dürfen, wenn der Feind ihnen mindestens um das Dreifache überlegen ist", unterbrach ihn Robin. "Und erspar mir deine Meinung über diese Regel. Ich finde sie genauso verrückt wie du!" Sie schwang die Beine vom Bett, wankte einen Moment bedrohlich und streckte die Hand in Salims Richtung aus, damit er ihr beim Aufstehen half. Salim rührte sich nicht.

"Worauf wartest du?"

"Die Frage ist eher: Worauf wartest du? ", antwortete Salim.

"Dass du mir hilfst, aufzustehen und meine Rüstung anzulegen", a

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