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Der Schatz des Preußenkönigs Historischer Kriminalroman von Öhm, Christoph (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.03.2014
  • Verlag: Gmeiner-Verlag
eBook (PDF)
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Der Schatz des Preußenkönigs

Stuttgart/Potsdam 1778. Der junge Tuchhändler David Stark begibt sich an den Höfen des Preußenkönigs und des württembergischen Herzogs auf eine irrsinnig spannende Suche nach einem großen Geheimnis. Ein Schreiben Voltaires an Friedrich den Großen entpuppt sich als Schatzkarte. Während er ein Mosaiksteinchen nach dem anderen zusammenpuzzelt, stößt er auf eine Intrige in der deutschen Geschichte, die ihresgleichen sucht und deren Folgen bis heute ihre Wirkung zeigen. Das Wesen von Intrigen ist: Sie bleiben besser im Verborgenen. So mangelt es Stark nicht an Gegnern, und seine Suche ist alles andere als sans souci ... Christoph Öhm, Jahrgang 1968, lebt in Herrenberg und Neu-Ulm als Pianist, Musikforscher und Klavierpädagoge. Die Beschäftigung mit der Musik führte ihn außerdem in die Vereinigten Staaten, wo er bei namhaften Pianisten studierte. Als zweifach promovierter Musikwissenschaftler ist er mit der Musikgeschichte des 18. und 19. Jahrhunderts bestens vertraut. Christoph Öhms 'Der Schatz des Preußenkönigs' ist die Fortsetzung seines erfolgreichen Debüts "Das Mozart-Mysterium".

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 254
    Erscheinungsdatum: 05.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783839242933
    Verlag: Gmeiner-Verlag
    Größe: 3695 kBytes
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Der Schatz des Preußenkönigs

Der König

Es mutete an, als sei die Sonne erloschen und all ihre Strahlen seien versiegt. Gut eine Viertelstunde mochte vergangen sein, da erblickte ich am rechten Wegesrand im Gebüsch etwas golden Glitzerndes. Ich blieb stehen und versuchte, etwas Genaues im Dickicht zu erkennen, doch vergeblich. Den Weg durfte ich nicht verlassen; man befürchtete wohl Fluchtgefahr, war ich doch auf Befehl hierher gelangt.

Bald kam ich an eine Lichtung, ein kleines Plätzchen mit Rondell, links ging eine kleine Allee ab, mit Hecken begrenzt, zu einem niedrigen, orangefarbenen Gebäude, das erhöht auf einem Wall stand. Rechts führte ein Weg tiefer in das Wäldchen hinein.

Wind kam auf, ein Föhn, der kaum in der Lage war, die Schwüle zu vertreiben. Das dürre Laub der Hecken wurde durch die Luftbewegung zu kleinen Tänzchen angeregt, all dies geschah lautlos, kein Rascheln und kein Rauschen. Eine irritierende Stille.

Ich erschrak: Für einen Augenblick war eine Person in einer Hecke rechts des Weges zu sehen gewesen. Als ob sie mich observierte. Ich trat hinter die Hecke, um nachzusehen und sie zur Rede zu stellen, doch keine Spur war zu finden, nicht einmal ein abgebrochener Zweig. Die Person mussten sich tiefer in den Wald zurückgezogen haben. Ich entschied, zum Weg zurückzukehren, denn im dichten Wald wäre ich im Nachteil und ein leichtes Opfer, falls derjenige Schlechtes im Schilde führte. Auch war mir verboten, den Weg zu verlassen. Ich schlug mich also durch die Hecke zurück. Als ich das Gebüsch mit den Armen zerteilte und hindurch trat, tauchte wie aus dem Nichts ein hünenhafter Mann vor mir auf.

Er hatte die Hände in die Seiten gestemmt und schaute düster drein. Sagte jedoch nichts, kein Wort. Ich wich unwillkürlich zurück, was ihn anscheinend zum Eingreifen anspornte, denn er packte mich am rechten Arm. "Wohin so eilig?"

Er war so groß und stark, dass ich trotz meiner guten Konstitution körperlich unterlegen war. Während ich versuchte, mich aus seinem eisernen, schmerzenden Griff zu befreien, zog er mich einfach hinter sich her.

Nach und nach lockerte er den Griff, trieb mich aber weiter geradeaus auf dem Weg. Nach wenigen Schritten öffnete sich erneut eine Lichtung, ein großer Platz mit See, linker Hand den Hügel hinauf eine mehrstufige Gartenanlage mit ausladenden Treppen, oben ein flaches gelbes Gebäude.

"Los, hinauf!"

Es waren deutlich mehr als hundert Treppenstufen, die über sechs Terrassenebenen nach oben führten, bis wir vor der symmetrisch angeordneten Schlossanlage standen. Auf der obersten Ebene kniete ein sehr alter, kleiner Gärtner vor einem Rosenbusch und schnitt dessen Blüten ab. Er sah uns kurz von der Seite an, nickte dem brutalen Burschen zu und machte dann eine seitliche Kopfbewegung gen Schloss. Er verlor kein Wort, geschweige denn grüßte er mich oder meinen Peiniger. Ich ließ meinem Unmut freien Lauf und sagte mit deutlich hörbarem ironischem Unterton: "Welch nette, freundliche Gesellen!"

Wir traten auf den zentralen Teil des gelblichen Schlosses zu, unter dessen Dachkante zwei französische Worte standen: " Sans, Souci." , also " ohne Sorgen" , mit einem kleinen Kommastrichlein dazwischen, wie das Atemzeichen eines Sängers vor einem schluchzenden Seufzer.

Ohne Sorgen. Sorgenfrei. Welch Ironie.

Die ganze Hausfront war im Überfluss mit verspielten Steinskulpturen verziert, die sich in grotesken Bewegungen wanden. Eines der langen Fenster öffnete sich wie eine Tür und ich wurde hindurchgeschoben.

Eine angenehme Kühle empfing mich.

Als sich meine Augen an die Dunkelheit im Innern gew&oum

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