text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der Teufel trinkt Espresso von Stevens, Ann D. (eBook)

  • Verlag: BookRix
eBook (ePUB)
0,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der Teufel trinkt Espresso

Wenn Liebe so einfach wäre ... Im Prinzip hat Erin Benson genau den Job, den sie will - gäbe es nicht ihren Chef. James Conlan ist ebenso übellaunig wie erfolgreich und leider genau der Mann, von dem Erin träumt, wenn sie nicht gerade mit ihm zankt - bis er sie vor die Tür setzt. Das könnte das Ende sein - aber bekanntlich trifft man sich immer zweimal. Mittlerweile aus der eigenen Firma geflogen, gibt es nicht viele Menschen, die James aufnehmen würden. Wäre da nicht Erins verdammtes gutes Herz. Sie nimmt ihn unter ihre Fittiche, denn seine Firma mag James verloren haben, aber nicht seinen Sexappeal. Ende gut, alles gut ... aber wer sagt, dass das schon das Ende ist? Im Buch enthalten: Eine Ex-Pornoqueen mit Herz, eine Prise Wahnsinn, Humor, ein schüchterner Nerd, Freundschaften mit und ohne Plus, ein tiefer Fall, Mut, der Zauber des Anfangs, alberne Sprüche-Shirts, eine göttliche Maschine, jede Menge Espresso, Liebe, Herzschmerz, eine Heldin, die keine sein will, Rollbraten-Wäsche, sexy Wäsche, eine Bratpfanne und ein garantiertes Happy End. Das Buch umfasst 347 Taschenbuchseiten und ist in sich abgeschlossen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 379
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783743895782
    Verlag: BookRix
Weiterlesen weniger lesen

Der Teufel trinkt Espresso

1. Kapitel

Ich huschte ins Loft und sah auf die Uhr. Ein riesiges altmodisches Teil mit gut einem Meter Durchmesser, das unser Chef ersteigert hatte, als alle Teile der nicht niet- und nagelfesten Einrichtung aus dem alten Hauptbahnhof unter den Hammer gekommen waren. Der lange Zeiger sprang gerade zur vier, wo er leicht nachwippte. Ich atmete auf. Nachdem ich mich wie eine Irre durch den Verkehr geschlängelt hatte, waren vier Minuten Verspätung nicht schlecht.

Suchend sah ich mich im Raum nach meinem liebsten Kollegen Newt um. Doch stattdessen traf mein Blick auf James' finsteres Gesicht. Innerlich ächzte ich. Nie hatte ich Glück. Kaum kam ich einmal zu spät, lief ich natürlich dem Boss in die Arme.

"Guten Morgen", stammelte ich und wollte mich schon wieder abwenden, doch James' lodernde Iriden ließen mich nicht los. Er war auf hundertachtzig. Gut, das war seine Werkseinstellung. Eine Mischung aus Ironie und unterschwelliger Übellaunigkeit, die jederzeit in Mordlust umschlagen konnte.

"Rotkäppchen", hob er an und dabei kräuselten sich seine Lippen zu etwas, das entfernt an ein böses Grinsen erinnerte. "Wie schön, dass du dich auch schon dazu herablässt, uns mit deiner Anwesenheit zu beehren. Allerdings hatte ich gehofft, dass du die vertrödelte Zeit nutzt, um im Bad etwas nachzuhelfen und uns einen erfreulicheren Anblick zu bieten."

Okay, das war die Werkseinstellung plus fünfzig Extra-Punkte. Innerlich kochte ich. Aber was hatte ich erwartet? Kam ich pünktlich, schimpfte er mich eine Erbsenzählerin, war ich zu früh, nannte er mich Schleimerin. In James Conlans Augen gab es vieles - aber kein Richtig!

Andererseits wies mein Zeitkonto das komfortable Polster von zweihundert Überstunden auf. Da hatte ich mir ein bisschen Milde schon verdient. Fand zumindest ich. Aber wozu darauf herumreiten, wenn James in dieser gefährlichen Stimmung war? Ich rang mir ein Lächeln ab, sagte so verbindlich wie möglich "Entschuldigung" und quetschte dabei meine Daumen dermaßen fest, dass ich wahrscheinlich die Blutzirkulation lahmlegte. Bitte, Fortuna, wenn du im Dienst bist, heute wäre der Tag, an dem ich ein Quäntchen Glück brauchen könnte.

Wie nicht anders zu erwarten, pennte meine Glücksgöttin. Das sah ich an James' rechter Braue, die sich um ein paar Millimeter hob, und am linken Mundwinkel, den James zu einem ironischen Lächeln verzog. Er war durch meine Entschuldigung kein bisschen besänftigt. Das war nicht gut. Gar nicht gut. Und ich war bei weitem nicht die Einzige, der das aufgefallen war. Jedes Gespräch in dem riesigen Loft, in dem ich und zwei Dutzend andere Coaches arbeiteten, war inzwischen verstummt.

"Entschuldigung?", wiederholte James demonstrativ ungläubig. "Mehr bekomme ich von dir nicht, Erin? Keine deiner fabelhaften Erklärungen? Lass uns doch ein wenig an deinem Leben teilhaben. Was war es diesmal? Hast du ein herrenloses Kätzchen gerettet? Einer Omi die Einkäufe von der Straße aufgelesen? Heraus damit, auf ein paar weitere verplemperte Minuten kommt es jetzt auch nicht an."

Das mit den Einkäufen war im Dezember gewesen und längst verjährt. Wie kleinlich musste man sein, um wegen vier Minuten solch einen Tanz aufzuführen? Vier Minuten waren nichts. Vier Minuten vertrödelte James zwanzigmal am Tag, während er darauf wartete, dass seine dämliche Monster-Espresso-Maschine das Teer-Gebräu ausspuckte, nach dem er süchtig war.

Ehrlich, das war so ungerecht, dass ich an mich halten musste, um ihn nicht anzubrüllen. Angriffslustig reckte ich das Kinn vor. "Ich stand an einer roten Ampel, wenn du es genau wissen willst." Zugegebenermaßen klang das weniger um Entschuldigung bittend als pampig.

"Oha, also ist heute der Tag, an dem sie die Dinger in Betrieb genommen haben? Damit war tatsächlich nicht zu rechnen. Also gut ...", James machte eine Kunstpause und das brachte

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen