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Der unvollendete Band 21 Jack Aubrey und Stephen Maturin von O'Brian, Patrick (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.11.2012
  • Verlag: Kuebler Verlag
eBook (PDF)
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Der unvollendete Band 21

Das ist der unvollendete Band 21 der Reihe Kapitän Jack Aubrey und Doktor Stephen Maturin, an dem Patrick O'Brian bis zu seinem Tod schrieb. Er führt die Handlung des vorhergehenden Bandes 'Der Dank der Navy' fort. Auch wenn nicht bekannt ist, wie O'Brian die Geschichte fortführen wollte, ist es doch interessant, wie er die Geschichte anlegt. So bringt auch dieser unvollendete Roman ein letztes Mal den Genuss, den der Autor uns bereitet hat und lässt uns Abschied nehmen von Aubrey und Maturin. Die Übersetzung erfolgte durch Kapt. Uwe D. Minge, der ein Experte für historische maritime Romane ist. Reproduktion des handschriftlichen Manuskripts von Patrick O'Brian; Schnittzeichnung Surprise Patrick O'Brian stammt aus einer englisch-irischen Familie. Seine Seefahrerromane mit Jack Aubrey und Stephen Maturin haben dem Autor ein Millionenpublikum und Riesenauflagen beschert. Sein Werk wurde in viele Sprachen übersetzt und mit Russell Crowe verfilmt.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 178
    Erscheinungsdatum: 08.11.2012
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863461287
    Verlag: Kuebler Verlag
    Serie: Master & Commander Bd.21
    Originaltitel: The Final Unvinished Voyage of Jack Aubrey
    Größe: 51577 kBytes
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Der unvollendete Band 21

Kapitel 1
Stephen Maturin klemmte sich wieder mühsam hinter seinen Schreibtisch. Er war von dort weggerufen worden, um einen der jungen Seeleute zu verarzten. Der hatte sich in seinem jugendlichen Übermut ausgedacht, sich auf der Vormars selbst zu verstümmeln, das allerdings unfreiwillig. Jedenfalls hatte er einen schweren Hammer von seinem Platz entfernt, ihn in eine beachtliche Höhe geworfen, und hatte dann, als er wieder herunterkam, seine Bahn fehlerhaft eingeschätzt, worauf der massive Hammerkopf ihn niederstreckte. Er blieb sprachlos und unnatürlich blass liegen. Stephen verband die Wunde, obwohl es sich dabei mehr um eine Beule, als um fließendes Blut handelte, ein Knochen war nicht gebrochen. Dann hatte er seinen Sanitätsgasten angewiesen: "Sag Dr. Jacob, sobald er zurückkommt, Bescheid, dass der Junge drei Tage lang keine Grogration bekommen darf. Ich erlaube, dass er morgen in seiner Hängematte bleiben kann." Dr. Jacobs, der Sanitätsmaat, war von Bord gegangen, um Freunde auf dem Tender der Fregatte zu besuchen, dem schnellen und viel Höhe laufenden Chesapeake-Schoner Ringle. Stephen blickte zu ihm hinüber, er lag gut frei vor dem Steuerbordbug, anschließend flüchtete er vor der gleißenden Mittagssonne in die verhältnismäßig schattige Kabine, die er sich mit Kapitän Aubrey teilte.
Er hatte, bevor er weggerufen wurde, schon die Worte: "Meine liebe Christine" zu Papier gebracht. Als Ort hatte er am Kopf des Briefes angegeben: "Surprise, auf See in der Magellan Straße". Als er sich erstmalig an den Brief machte, hatte er vorgehabt, ihr mit der größten Wortgewandtheit, die er aufbringen konnte, die außerordentlich günstigen Wetterbedingungen und die Schönheit des Sundes zu beschreiben, der doch sonst im Ruch stand, äußerst unwirtlich zu sein. Ganz gewiss hätte er von dem wohlmeinenden Wind gesprochen, der es ihnen erlaubt hatte, seit der Morgenwache die Bramsegel stehen zu lassen. Aber zuförderst hätte er sich des Langen und Breiten darüber ausgelassen, welche Fröhlichkeit auf dem Schiff herrschte, nachdem bekannt geworden war, dass sie nach einer überaus langen, anstrengenden und über die Maßen ungewöhnlich gefährlichen Reise nach Hause segeln würden. Ihr Schiff war solide gebaut und wurde von einem Seemann von echtem Schrot und Korn kommandiert. Der Kapitän war beliebt und ein allseits respektierter Kämpe, der überdies bald seine eigene Flagge hissen würde. Das war kein Geheimnis. Die ersten ungehemmten Freudenrufe beim Erhalt der gesegneten Order waren weder seinem Steward entgangen, noch irgendjemand anderem im Umkreis von zwanzig Meter. Das galt auch für die ungewohnten Ströme von Rum und die Festlichkeiten in der Achterkabine, den Offiziers- und Midshipmenmessen. Die verehrenswürdige blaue Flagge selbst, das Symbol eines Konteradmirals, lag frei zugänglich auf der Back. Sie wurde von zu starker Sonneneinstrahlung und unerwünschten Spritzwassertropfen durch ein Sonnensegel geschützt. Der Segelmacher und seine Maate sowie der Schneider des Schiffes mit seinen Gehilfen putzten sie mit zierlichen Stichen heraus. Jedes Besatzungsmitglied fügte am Saum einen halben Zoll hinzu und das am ganzen langen Rand. Es wurde erwogen, dass es vermutlich die schönste Flagge in der gesamten Marine sein würde.

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