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Der verborgene Stern von Roberts, Nora (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 22.05.2019
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Der verborgene Stern

Das Feuer des funkelnden Diamanten verrät Bailey sofort: Das sind mindestens 100 Karat! Aber wie ist der wertvolle Stein in ihren Besitz gekommen, noch dazu mit einer Waffe und über einer Million Dollar? Bailey kann sich an nichts erinnern. In ihrer Panik beauftragt sie den Privatdetektiv Cade Parris. Eine lupenreine Entscheidung: Cade bringt Licht in das Dunkel von Baileys Vergangenheit und mit viel Charme die Sonne in ihr Herz. Und er zeigt ihr auf unwiderstehliche Weise, was stärker ist als jede Angst: seine Liebe. Doch die will Bailey erst erwidern, wenn das gefährliche Rätsel um den blauen Stern von Mithra gelüftet ist ... Die preisgekrönte Schriftstellerin sitzt jeden Tag acht Stunden am Schreibtisch. Inzwischen hat sie über 215 Romane geschrieben, die weltweit regelmäßig auf den Bestsellerlisten landen. Vom New Yorker wurde sie zu 'Amerikas Lieblingsautorin' ernannt. Auch in Deutschland erfreut sich Nora Roberts einer großen Fangemeinde.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 22.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783745750973
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Größe: 2083 kBytes
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Der verborgene Stern

2. KAPITEL

C ade nahm Bailey mit zu sich nach Hause. Etwas Besseres fiel ihm auf die Schnelle nicht ein. Außerdem wollte er die Stofftasche samt Inhalt so schnell wie möglich in seinem Safe verstauen.

Sie hatte nicht protestiert, als er sie aus dem Gebäude geführt hatte, und sie hatte auch keinen Kommentar abgegeben, als er sie auf den Beifahrersitz seines Jaguars gesetzt hatte. Normalerweise zog er es vor, mit seinem alten, ziemlich verbeulten Sedan zur Arbeit zu fahren, aber nachdem der gerade in Reparatur war, war ihm nur der auffällige Jaguar geblieben.

Die ganze Zeit über sagte sie nichts, auch nicht, als er in eine wunderschöne Wohngegend mit einer Allee schattenspendender Bäume einbog und vor einem würdevollen, im typischen Südstaatenstil errichteten Gebäude hielt. Er wollte ihr schon erklären, dass er das Haus von einer Großtante geerbt hatte, die eine Schwäche für ihn hatte - was ja auch stimmte. Und dass er hier wohnte, weil ihm die Ruhe und der Komfort der Wohngegend gefielen.

Aber sie fragte gar nicht erst.

Cade hatte den Eindruck, dass sie vollkommen erschöpft war. Die Energie, die sie gebraucht hatte, um durch den Regen zu laufen, sein Büro zu finden und ihre Geschichte zu erzählen, war endgültig aufgebraucht. Sie wirkte beinahe teilnahmslos.

Und wieder so zerbrechlich. Er musste sich zwingen, sie nicht einfach auf seine Arme zu heben und ins Haus zu tragen. Dabei hatte er das Bild schon genau vor Augen: Er, der tapfere Ritter, der die Jungfrau in die Sicherheit seiner Burg brachte. Weg von all den bösen Drachen, die hinter ihr her waren.

Er musste wirklich aufhören, solchen Blödsinn zu denken.

Also schulterte er die Stofftasche, nahm Bailey an der Hand und zog sie mit sich zum Eingangsbereich, dann den Flur hinunter und direkt in die geräumige Wohnküche.

"Rührei", sagte er, schob ihr einen Stuhl zurecht und drückte sie sanft darauf.

"Ja. Gut. Danke."

Sie fühlte sich steif und desorientiert, gleichzeitig war sie ihm unendlich dankbar. Er löcherte sie nicht mit Fragen, er schien auch nicht besonders schockiert oder abgestoßen von ihrer Geschichte zu sein. Vielleicht lag es an seinem Beruf, dass er das alles so gelassen hinnahm. Egal, woran es lag, sie war einfach nur froh, dass er ihr Zeit gab, sich zu erholen.

Geschickt schlug er ein paar braune Eier in eine Schüssel, dann steckte er Brotscheiben in den Toaster. Ich sollte ihm meine Hilfe anbieten, dachte sie. Das wäre das Mindeste. Aber sie war so schrecklich müde, und es war so angenehm, einfach nur in dieser großen Küche zu sitzen, während der Regen aufs Dach prasselte, und ihm beim Bereiten des Frühstücks zuzusehen.

Er kümmerte sich um sie. Und sie ließ es geschehen. Bailey schloss die Augen. Sie fragte sich, ob sie zu den Frauen gehörte, die von einem Mann versorgt werden wollten, die gerne die Rolle des hilflosen Weibchens spielten.

Sie konnte nur hoffen, dass es nicht so war. Zugleich wunderte sie sich darüber, dass ihr ein so unbedeutender Charakterzug wichtig schien, wo sie doch noch nicht einmal wusste, ob sie eine gemeine Diebin oder Mörderin war.

Sie ertappte sich dabei, wie sie ihre Hände musterte. Sie hatte kurze, rund gefeilte und transparent lackierte Fingernägel. Bedeutete das, dass sie ein praktischer Mensch war? Ihre Hände waren zart und weich, ohne Schwielen. Also arbeitete sie nicht damit.

Die Ringe ... sehr hübsch, schlicht und gleichzeitig ungewöhnlich. Zumindest glaubte sie das. Sie erkannte die Steine: Granat, Zitrin, Amethyst. Wieso nur wusste sie die Namen von Edelsteinen, aber nicht die ihrer engsten Freunde?

Hatte sie überhaupt Freunde?

War sie eine nette Person oder eine boshafte, großzügig oder engstirnig? Lachte sie viel und weinte sie im Kino? Gab es einen Mann, den sie liebte? Der sie liebte?

Hatte sie über eine Million Dollar gestohlen und diese hässliche kleine Pistole b

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