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Der Winter der Wunder Liebesroman von Macomber, Debbie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.11.2018
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Der Winter der Wunder

Katherine liebt den Winter - vor allem den Zauber der dunklen Jahreszeit. Diese Liebe gibt sie an ihre Nichten weiter. Doch deren Mutter hält sich an die Erziehungsmethoden des renommierten Psychologen Wynn Jeffries. Er vertritt die Meinung, dass man Kinder mit Märchen wie dem vom Weihnachtsmann verschonen sollte. Als Katherine dann eines Tages Wynn tatsächlich persönlich gegenübersteht, kann sie ihm endlich einmal sagen, was sie von ihm denkt. Damit, dass er eigentlich ganz nett ist und dabei auch noch ziemlich gut aussieht, hat Katherine allerdings nicht gerechnet ...

"Unglaublich berührend."
Closer

"Debbie Macomber weiß ganz genau, wie man eine gute Liebesgeschichte schreibt." Leserstimme auf Goodreads

Regelmäßig finden sich die Werke dieser beliebten Autorin auf der Bestsellerliste der New York Times. Im Laufe ihrer beispiellosen Karriere hat Debbie Macomber über 100 Romane verfasst, die weltweit eine Fangemeinde haben.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 272
    Erscheinungsdatum: 05.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955768782
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Originaltitel: Christmas Letters (Blossom-Street #6,5)
    Größe: 1250 kBytes
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Der Winter der Wunder

1. Kapitel

Er war es! Katherine O'Connor, genannt K. O., war sich dessen fast sicher. Sie kniff die Augen zusammen, um letzte Gewissheit zu erlangen. Ja, er sah genauso aus wie der Mann auf dem Schutzumschlag jenes lächerlichen Buches, das ihre Schwester zur Heiligen Schrift der Kindererziehung erhoben hatte. Natürlich sahen die meisten Leute nicht wirklich so aus wie auf ihren Pressefotos. Und sie hatte nicht gewusst, dass der arrogante Dr. Wynn Jeffries in Seattle lebte. Erst recht konnte sie sich nicht vorstellen, was er ausgerechnet in der Blossom Street trieb.

Sie war ihm zwar noch nie begegnet. Aber sie misstraute ihm zutiefst und fand ihn äußerst unsympathisch. Das lag unter anderem daran, dass ihr seinetwegen Hausverbot im örtlichen Buchladen erteilt worden war. Es hatte da eine kleine Meinungsverschiedenheit mit der Geschäftsführerin über Wynns Buch gegeben. Anscheinend war die Buchhändlerin mit ihm persönlich befreundet, denn sie war sofort für ihn in die Bresche gesprungen und hatte Katherine des Ladens verwiesen. Sie war sogar so weit gegangen, ihr nahezulegen, sie möge ihre Bücher künftig woanders kaufen - in Katherines Augen eine völlig überzogene Reaktion.

"K. O.", murmelte Bill Mulcahy und riss sie damit aus ihren Gedanken. Sie saßen einander an einem Tisch im French Café gegenüber, das wie üblich am frühen Vormittag gerammelt voll war. Die Leute hatten zwei Schlangen gebildet: eine für Kaffee, eine für Backwaren. "Hast du das alles mitbekommen?", fragte er.

"Natürlich", erwiderte K. O. und richtete ihre Aufmerksamkeit wieder auf ihn. "Entschuldige. Ich dachte, ich hätte jemanden gesehen, den ich kenne." Meine Güte, was war sie nicht alles zu tun bereit, um ihre Urlaubskasse ein wenig zu füllen. Ein witziger Weihnachtsbrief für ihre Schwester - und was war daraus geworden? Urplötzlich war K. O. die gefragteste Frau im Büro ihres Schwagers. Alle wollten, dass sie Weihnachtsbriefe für sie schrieb. Und nicht nur das. Es hatte sie regelrecht schockiert, wie viel Geld sie dafür hinblätterten. Bill Mulcahy war diese Woche schon der Dritte, mit dem sie sich traf, und offenbar würde sein Brief auch der schwierigste werden. Selbst die berühmten Komiker Jay Leno und David Letterman hätten Probleme gehabt, irgendetwas Amüsantes im Leben dieses Mannes zu finden.

"Ich weiß nicht, was du schreiben wirst", fuhr Bill fort. "Es war ein ausgesprochen schlechtes Jahr für mich. Wie bereits gesagt, mein Sohn sitzt im Jugendgefängnis, meine Tochter lebt mit ihrem Nichtsnutz von Freund zusammen und hat uns zu Thanksgiving eröffnet, dass sie schwanger ist. Natürlich kommt eine Heirat nicht infrage."

"Das ist tatsächlich eine kleine Herausforderung", stimmte K. O. ihm zu. Ihre Augen weiteten sich, als ihr Blick erneut auf den Mann fiel, der in einer der langen Schlangen anstand. Er war es - definitiv! Der gar nicht so gute Doktor war in ihren Augen ein Verrückter. Er war Kinderpsychologe und hatte ein Buch mit dem Titel Das freie Kind geschrieben, das derzeit der letzte Schrei in Sachen Erziehungsratgeber war.

Der Fairness halber sei gesagt, dass K. O. alleinstehend und kinderlos war. Ihre einzige Erfahrung mit Kindererziehung verdankte sie ihren Nichten, den eineiigen Zwillingen Zoe und Zara, die sie vergötterte. Jedenfalls bis vor Kurzem. Quasi über Nacht hatten sich die Fünfjährigen in Miniaturmonster verwandelt, und das nur, weil Katherines Schwester sich an die Regeln hielt, die Dr. Jeffries in seinem Buch aufgestellt hatte.

"Meine Frau", fuhr Bill fort, "steht kurz vor einem Nervenzusammenbruch."

Die arme Frau tat K. O. leid - ihr Mann ebenso.

"Wir schreiben schon seit Jahren Weihnachtsbriefe, und auch wenn unser Leben nicht immer so vollkommen war, wie wir ... nun ja, haben durchblicken lassen ..." Den Rest des Satzes sparte er sich.

"Du hast ihnen eine Musterfamilie vorgemacht."

"Ja." Bill

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