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Der Winterwanderer Roman von Lehmann, Christine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.01.2015
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Der Winterwanderer

Ein verschneites Schloss und eine Liebe, die keine Vergangenheit kennt. Entdecken Sie Christine Lehmanns 'Der Winterwanderer' jetzt als eBook bei dotbooks. Aufgeben kommt nicht in Frage: Sophie ist in einer langweiligen Ehe gefangen und muss sich mit lästigen Haushaltstätigkeiten plagen. Als sie den Auftrag erhält, in einem Schloss ein Wandgemälde anzufertigen, sieht sie ihre Chance, dem eintönigen Leben endlich zu entfliehen. Auf dem Weg dorthin sieht sie eine einsame Gestalt durch die verschneite Winterlandschaft wandern. Und so lernt sie Josef kennen - einen sehr wortkargen, aber unglaublich einfühlsamen und liebenswerten Mann. Doch ist ihr Herz schon bereit, sich einem neuen Mann zu öffnen? Als Sophie von seiner düsteren Vergangenheit erfährt, ist es zu spät: Sie kann nicht mehr ohne ihn leben. Werden ihre Gefühle stärker sein als das, was die Vernunft ihr sagt? Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Der Winterwanderer' von Christine Lehmann. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Christine Lehmann, geboren 1958 in Genf, wuchs in Stuttgart auf. Heute pendelt sie zwischen ihrer Heimatstadt und Wangen im Allgäu. Christine Lehmann ist Nachrichtenredakteurin beim SWR und schreibt seit vielen Jahren erfolgreich in den verschiedensten Genres - von Krimis und historischen Romanen über Jugendbücher bis zu romantischen Liebesgeschichten. Außerdem arbeitet Sie an verschiedenen Sachbüchern und Hörspielen. Von Christine Lehmann erschienen bei dotbooks der Kriminalroman "Eiskalte Fährte" sowie die folgenden Romane: "Die Inselträumerin" "Die Rache-Engel" "Die Liebesdiebin" "Der Winterwanderer" "Die Liebesträumerin" "Die Strandträumerin" "Das Rabenhaus" Zwei ihrer Romane sind auch als Sammelband unter dem Titel "Die Rache-Engel & Die Liebesdiebin" erhältlich. Unter ihrem Pseudonym Madeleine Harstall erscheinen bei dotbooks "Die Töchter der Heidevilla" und "Die Brückenbauerin". Mehr Informationen über Christine Lehmann finden sich auf ihrer Website: www.christine-lehmann.blogspot.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 280
    Erscheinungsdatum: 28.01.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955208950
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1561 kBytes
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Der Winterwanderer

Kapitel 1

Der Scheibenwischer knarrte. Schneeflocken schossen auf Sophie zu wie Mücken ins Licht. Die Autobahn war weiß geworden. Vorne schlingerte ein Lastwagen mit Anhänger, fing sich aber wieder. Das Schneegestöber hatte erst auf der Hochfläche der Schwäbischen Alb angefangen. Unheimlich rasch versank das Land unter einer weißen Decke.

Seit einer Stunde fuhr Sophie nur noch sechzig. In Stuttgart hatte der Tag ganz normal angefangen. Aber Dieter hatte sie gewarnt. "Fahr nicht. Der Wetterbericht sagt Schneechaos voraus. Ich möchte nicht, dass du auf der Autobahn dein Leben riskierst, nur um diesen Auftrag zu erfüllen. Das hast du doch nicht nötig."

Aber Sophie war noch nicht lange genug im Geschäft, als dass sie es sich hätte leisten können, einen Vertrag nicht einzuhalten, nur weil es schneite. Laut Vertrag musste sie bis zum 5. Januar fertig sein. Hätte Dieter sich nicht so angestellt, als sie zwischen Weihnachten und Neujahr fahren wollte, dann wäre sie jetzt schon wieder zu Hause gewesen. Aber zwischen den Jahren pflegte Dieter seine Geschäftspartner und Freunde einzuladen. Jeden Tag waren Gäste da, und zu Silvester stieg eine Party. Wie hätte Dieter seinen Gästen erklären sollen, dass seine Frau nicht zu Hause war? Kriselte es etwa in ihrer Ehe?

Für Sophie war es der erste wichtige Auftrag in einem völlig fremden Haus außerhalb von Stuttgart. Den Fotos zufolge, die ihr eine gewisse Monika von Rohenfels geschickt hatte, handelte es sich um ein Schlösschen im schwäbischen Allgäu. Die Wand, um die es ging, befand sich in der Eingangshalle. Jeder, der das Schloss betrat, würde sehen, was Sophie auf diese Wand gemalt hatte. Eine bessere Werbung gab es nicht.

Auch wenn Dieter nicht einsah, dass sie für sich Werbung machen musste. Für einen seiner Kunden hatte sie um den Kamin herum eine Einfassung gemalt. Dessen Freundin hatte dann einen Karibikstrand mit Palmen im Bad ihrer Penthouse-Wohnung haben wollen. Sophie hatte sie überreden können, stattdessen eine romantische Landschaft nach Turner zu nehmen. Sie hatte zwei Monate im Sommer daran gemalt. Anfang Dezember kam dann der Anruf von Frau von Rohenfels.

"Rohenfels?", sagte Dieter, als Sophie ihm davon erzählte. "Wie kommt der auf dich?" Es stellte sich heraus, dass Dieter einen Mathias von Rohenfels aus Studientagen in München kannte. "Seit fast zwanzig Jahren habe ich nichts mehr von ihm gehört."

"Aber es ist eine Monika von Rohenfels, die mich angerufen hat", gab Sophie zu bedenken.

"Das ist seine Frau." Auf Dieters Gesicht mit dem Dreitagebart mischten sich Verblüffung, Wiedererkennensfreude und Skepsis, ja, fast sogar Ablehnung. Sophie hatte nicht herausbekommen, warum er eigentlich dagegen war, dass sie in Schloss Rohenfels malte. Vielleicht bildete sie es sich auch bloß ein. Seine Argumente waren allgemeiner Art. "Willst du wirklich eine solche Fronarbeit auf dich nehmen?", hatte er sie gefragt. "Diese Leute ziehen dich doch über den Tisch. Was die dir zahlen, ist ein Witz. Das hast du doch wirklich nicht nötig."

Nein, finanziell hatte sie das nicht nötig, seit sie mit Dieter verheiratet war und die Villa auf dem noblen Stuttgarter Killesberg bewohnte. Dieter war als Architekt ausgesprochen gut im Geschäft.

Als Sophie sich als Aushilfszeichnerin in seinem Architekturbüro in Dieter verliebte, befand sie sich auf dem Tiefpunkt ihres Selbstwertgefühls. Sie hatte Jahre gebraucht, um sich wieder aufzurappeln. Darum hatte sie diese Aufträge nötig.

Während sie auf der verschneiten Autobahn ihr Leben riskierte, als sie den schlingernden Lastwagen mit Anhänger überholte, für Sekunden völlig eingenebelt von Schneefahnen, riskierte sie es auch seit langem zum ersten Mal wieder, an die Katastrophe zu denken, die sich allmählich in ihr breit gemacht hatte. Sie kam heil aus dem Schneestaubnebel heraus und scherte vor dem Lastwagen auf die beinahe makellose Fläche der Autobahn ein. Im Schneetr

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