text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Der Zauber der Dona Magdalena von Herries, Anne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 16.12.2013
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
4,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Der Zauber der Dona Magdalena

Als Nicolas Treggaron, Freibeuter und Günstling der englischen Königin, anno 1588 an der spanischen Küste landet, glaubt Don Sebastian de Valermo, dass der Unterhändler Ihrer Majestät kommt, um den drohenden Krieg abzuwenden. Niemand ahnt, dass es Treggaron in Wahrheit nur darum geht, die Feinde auszuspionieren. Und so wäre diese Mission eine leichte, begegnete der verwegene Korsar nicht der verführerischen Donna Magdalena d'Ortega, deren Schicksal durch die Bluttat eines gottlosen Priesters das seine wird: Denn von der erregenden Weiblichkeit der schönen Magdalena zum Wahnsinn getrieben, begeht der gestrauchelte Pater Ludovic einen Mord, um ihn der Unerreichbaren anzuhängen - und sie als Hexe auf dem Scheiterhaufen brennen zu sehen. In letzter Sekunde kann Nicolas Treggaron das Entsetzliche verhindern und mit Magdalena auf sein Schiff und nach England fliehen. Während der langen Reise reagiert der heißblütige Nicolas immer heftiger auf die betörende Sinnlichkeit Magdalenas, und auch sie quält ruheloses Sehnen. Doch ein dunkles Geheimnis verbietet Treggaron, der Stimme seines Herzens zu folgen...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 16.12.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783954467686
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 812 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Der Zauber der Dona Magdalena

1. KAPITEL

"Ihr seid ein Lügner, Sir, und ich fordere Euch auf, die Anschuldigungen zurückzunehmen, die Ihr soeben gegen mich erhoben habt!" Ein bestürztes Schweigen legte sich nach diesen Worten von Lord Chevron über die kleine Schar der um ihn versammelten Höflinge.

Aller Augen richteten sich auf den Mann, der Lord Chevrons Zornesausbruch verursacht hatte. Er war höher gewachsen als die meisten der prächtig gekleideten Herren des königlichen Hofes, die gerade dabei waren, in dem sonnenbeschienen Garten des Palastes zu Whitehall einen Spaziergang zu machen, und sein Haar war ebenso schwarz wie seine augenblickliche Gemütsverfassung. Seine blauen Augen schienen an Härte einem Diamanten zu gleichen. Mit unbewegtem, wie aus Stein gemeißelten Gesicht betrachtete er seinen Gegner, den zu töten er sich offensichtlich vorgenommen hatte.

"Ich wiederhole meine Anklage", entgegnete Nicholas Tregarron kalt und schneidend. "Ihr seid ein Schänder unschuldiger Mädchen und ein Mörder."

Ein erregtes Murmeln machte sich unter den Zuschauern breit, die sich inzwischen zu einem Kreis um die beiden Widersacher geschlossen hatten. Die sich anbahnende Tragödie hatte sie in ihren Bann gezogen. Für jeden von ihnen war erkennbar, dass Tregarron die Absicht hatte, einen Zweikampf mit Chevron herbeizuführen. Das war ein äußerst kühnes Unterfangen, hier, im Palast Ihrer Majestät, und es brachte den heißblütigen Mann aus Cornwall in die Gefahr, vom Hofe verbannt zu werden, wenn die Sache Königin Elizabeth zu Ohren käme.

Furcht zeichnete sich auf Lord Chevrons hübschem, aber ausdruckslosen Gesicht ab, und er verfluchte insgeheim sein Pech, das ihn direkt in Tregarrons Arme geführt hatte. Er selbst wusste nur zu gut, was den Zuschauern allerdings unbekannt war, dass der Mann aus Cornwall schon seit Tagen versucht hatte, einen öffentlichen Zusammenstoß mit ihm zu provozieren. Nun hatte er endlich sein Ziel erreicht, und es gab kein Entkommen mehr. Er, Chevron, musste die Herausforderung annehmen, wenn er nicht als Feigling gelten wollte - gar nicht zu reden von den gemeinen Verbrechen der Vergewaltigung und des Mordes, deren Tregarron ihn beschuldigte.

Der bestickte Lederhandschuh in seiner Rechten zitterte leicht, während Lord Chevron langsam auf seinen Gegner zuging. Unmittelbar vor ihm blieb er einen Augenblick stehen und bemühte sich dabei, ein möglichst verächtliches Hohnlächeln zustande zu bringen, denn er wusste, dass jeder hier in der Runde sein Auftreten genau beobachtete. Er war bei Hofe nicht besonders beliebt, obwohl er einer alten und angesehenen Familie entstammte - nicht wie dieser Emporkömmling Tregarron, der nur deshalb in der Gunst der Königin stand, weil dieser seine tolldreisten Manieren gefielen! Ein Aufwallen von Empörung gab Chevron schließlich den Mut, seinen Herausforderer mit dem Handschuh ins Gesicht zu schlagen.

"Ihr werdet wohl so liebenswürdig sein und mir Eure Sekundanten benennen, Sir?"

"Aber gewiss, Sir." Ein eisiges Lächeln lag auf Tregarrons Lippen, ein Lächeln, das zugleich eine unbändige Befriedigung zum Ausdruck brachte und damit das Herz des Opfers vor Entsetzen erstarren ließ. "Sir Ralph Goodchild und Anton Barchester haben mir bereits ihre Unterstützung zugesagt."

Bei der Nennung dieser Namen schwand Chevrons letzte Hoffnung auf eine friedliche Beilegung des Streites mithilfe der gegnerischen Sekundanten, denn diese Männer waren aus demselben Holz geschnitzt wie der Mann aus Cornwall. Wie Tregarron hatten sie ihre Stellung bei Hofe einzig und allein der Tatsache zu verdanken, dass sie junge, kühn blickende und wagemutige Strolche waren. Es ging das Gerücht um, dass alle drei mit einem Kaperbrief von Königin Elizabeth ausgestattet worden waren und jedes spanische Schiff angriffen, das so unglücklich war, ihre Route zu kreuzen. Gleich einer Meute blutgieriger Hunde jagten sie ihre Beute - und diesmal hatten sie ihn selbst als Opfer ausersehen

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen