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Der Zauber des Hauses Ramblings Roman von Field, Kate (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.01.2019
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Der Zauber des Hauses Ramblings

Sie lief vor dem Leben davon und fand ihre Zukunft. Ein stolzes Herrenhaus und eine liebenswerte Dorfgemeinschaft stellen Cassies Leben auf den Kopf. Als Cassie Bancroft auf dem englischen Land eine Stelle als Gesellschafterin antritt, will sie ihr altes Leben hinter sich lassen. Bei Frances Smallwood, Eigentümerin von "Ramblings", einem stolzen Herrenhaus, wagt sie einen Neuanfang. Die Bewohner des nahen Ortes Ribblemill schließen die junge Frau sofort in ihr Herz, nur Barney, Frances' Neffe, misstraut Cassie. Er glaubt, sie habe es auf das Geld seiner Tante abgesehen. Doch dann sieht er, wie Frances unter Cassies Fürsorge aufblüht. Was aber ist mit Cassie selbst? Öffnen ihr Freundschaft, Liebe und der Zauber von Ramblings einen Weg in die Zukunft? Kate Field lebt mit ihrem Mann, ihrer Tochter und einer Katze im englischen Lancashire. Ihr Debütroman "Der Zauber des Hauses Ramblings" wurde mit dem Romantic Novelists' Association Award für Nachwuchsautoren ausgezeichnet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 21.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641228798
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: The Magic of Ramblings
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Der Zauber des Hauses Ramblings

1

I n dem Moment, als Cassie die Anzeige in einer der Zeitschriften sah, die sie eigentlich nur abstauben, nicht lesen sollte, wusste sie, dass sie genau die Richtige für diese Stelle war.

" GESUCHT : Im Hause wohnende Gesellschafterin für selbstständige Dame in abgelegenem Dorf in Lancashire. Eigenes Zimmer vorhanden. Geschwätzigkeit unerwünscht. Referenzen erforderlich."

Abgelegenheit und Schweigen, Letzteres sogar unterstrichen . Optimal. Cassie ging mit der Zeitschrift ins Arbeitszimmer, wobei sie darauf achtete, bloß keine Seite zu zerknittern, suchte sich einen Zettel und schrieb die Annonce ab.

Ihr Stift schwebte über den letzten beiden Wörtern. Referenzen? Woher nehmen und nicht stehlen? Ihr Blick wanderte zum Computer und den Papierbogen mit Briefkopf daneben. Niemand würde es bemerken, wenn ein Blatt fehlte. Das Passwort für den Computer klebte innen in der Schreibtischschublade. Schließlich hatte sie nicht umsonst im letzten Vierteljahr drei Tage pro Woche hier gearbeitet. Sie würde höchstens fünf Minuten brauchen, um sich etwas Passendes auszudenken. Und ihr Chef bei der Putzfirma, der sie ohne Referenzen angeheuert und nicht einmal nach einem Ausweis gefragt hatte, würde doch sicherlich keine Skrupel haben, ihr eine Referenz auf jeden gewünschten Namen auszustellen.

Ihr Gewissen meldete sich, nur dass ein Gewissen zu den Luxusgütern gehörte, die Cassie sich nicht mehr leisten konnte. Mit zitternden Fingern schaltete sie den Laptop ein und tippte einen Brief, in dem sie ihre Qualitäten anpries und dabei Formulierungen verwendete, die, wie sie hoffte, einfach unwiderstehlich klangen. Sie brauchte diesen Job. Es war Zeit für einen Neuanfang.

Zwei Wochen später schleppte sich Cassie zu Fuß eine gewundene Straße in Lancashire entlang. Unter dem Gewicht ihres Armee-Rucksacks gaben ihr fast die Knie nach. In ihrer Erschöpfung fühlte sich jeder Schritt an wie zehn, und wenn ihre Füße nicht wegen der Februarkälte taub gewesen wären, hätten sie wohl wehgetan. Doch ihr Herz war so leicht wie schon seit Monaten nicht mehr. Rings um sie herum erstreckte sich eine idyllische Landschaft, ungestört von jeglichen Spuren menschlichen Lebens. Es war beinahe so schön wie zu Hause. Genau die Abgeschiedenheit, nach der sie sich sehnte.

Sie ließ den Rucksack zu Boden gleiten, lockerte ihre Schultern und trat einen Schritt vor, um das weidende Lamm auf der gegenüberliegenden Straßenseite zu betrachten.

Eine Hupe gellte. Cassie spürte einen Luftzug, als ein Auto ihr ruckartig auswich und an der Hecke zum Stehen kam. Das Mutterschaf rannte los. Ihr schlammverkrustetes braunes Hinterteil wippte auf und nieder, das Lamm folgte ihr auf den Fersen.

"Warum springen Sie ohne Vorwarnung auf die Straße, verdammt?"

Cassie starrte in ein dunkles, stoppeliges Gesicht. Schwarze Brauen trafen sich über zornig blitzenden braunen Augen, und wegen des struppigen Barts konnte sie nur mit Mühe ärgerlich zusammengepresste Lippen erkennen.

"Sie haben die Schafe erschreckt", sagte sie und beobachtete, wie die Tiere am anderen Ende der Weide stehen blieben.

"Was?" Kurz schaute der Mann in dieselbe Richtung und wirbelte dann herum. "Sie dumme Kuh. Ich hätte Sie totfahren können. Diese Straße ist eine Rennstrecke."

Dumme Kuh ... Eine andere Stimme drängte sich in Cassies Verstand, und sie wich zurück.

Ein kräftiger Ruck am Arm riss sie von der Straße, als wieder ein Auto um die Kurve raste.

"Was ist nur los mit Ihnen? Sind Sie lebensmüde?"

Der Mann wirkte noch erboster und gereizter.

"Tut mir leid." Cassie kratzte sich am rechten Daumenknöchel und wünschte sich, der Mann möge verschwinden.

"Wo wollen Sie hin? Nach Ribblemill?"

"Ja."

"Ich nehme Sie mit." Er griff nach Cassies Rucksack und warf ihn auf die Ladefläche seines Pick-ups. Als er die Beifahrertür öffnete,

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