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Die andere Braut von James, Samantha (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.08.2015
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Die andere Braut

England, 1820. Der heißblütige Gabriel Sinclair, Sohn des Duke of Farleigh, trotzt seinem Vater und nimmt, aus einer Laune heraus, das arme Schankmädchen Cassie zur Frau. Obwohl von niederem Stand und ungebildet, erobert die wunderschöne und herzensgute Cassie nach und nach die Herzen ihrer Umgebung - nur nicht das ihres Mannes. Doch dann werden mysteriöse Attentate auf die junge Frau verübt ... 'Voller Wärme und mit spritzigem Humor erweckt Samantha James eine wunderbare Aschenputtel-Geschichte zum Leben. Eine Perle im Romance-Genre - dieser Roman wird Ihr Bücherregal bereichern!'(Romantic Times)

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 348
    Erscheinungsdatum: 21.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955307349
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1224 kBytes
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Die andere Braut

Erstes Kapitel

Charleston, South Carolina

1815

Der Himmel hatte seine Schleusen geöffnet. Ein wolkenbruchartiger Sommerregen verwandelte die ohnehin durchfurchten, übelriechenden Straßen in wahre Schlammlöcher, und wer mutig genug war, sich jetzt hinauszuwagen, wurde bis auf die Haut durchnäßt. Im Schankraum von Black Jack's Inn dagegen pulste das Leben, und die Luft vibrierte von heiseren Männerstimmen und rauhem Gelächter.

Obwohl die Kneipe nur wenige Blocks vom Hafenbezirk entfernt lag, gehörte Black Jack's doch zu den besseren Gasthöfen der Stadt. Er war bekannt für ausgezeichnetes Essen, saubere Wäsche und guten Service, und das alles zu annehmbaren Preisen.

An diesem naßkalten, trostlosen Abend hatten an dem Tisch in der hintersten Ecke des Raumes zwei gutgekleidete Männer Platz genommen; der eine auffallend dunkelhaarig, der andere eine schlanke Erscheinung mit haselnußbraunem Haar. Nach vielen Wochen auf See hatten sie beschlossen, die engen Schiffskojen gegen die Annehmlichkeiten einer warmen, bequemen Matratze zu tauschen.

"Auf eine sichere Heimkehr nach England - und auf den Grafen von Wakefield und seine zukünftige Braut!"

Die lachende Stimme gehörte einem Herrn namens Christopher Marley. Doch Lord Gabriel Sinclair war nicht gerade erbaut von dem Trinkspruch. Kein Wunder, denn der Gedanke an seine bevorstehende Hochzeit erfüllte ihn kaum mit Freude ... Die Hochzeit war jedenfalls nicht seine Idee gewesen.

Er starrte in sein Glas, als könne es ihm die Geheimnisse der Welt offenbaren. Diese letzten Wochen hatten sich zu einem dunklen Traum entwickelt - zu einem Alptraum.

Stuart war tot, gefallen in der Schlacht von New Orleans.

Stuart. Eine unsichtbare Hand schien sich um sein Herz zu legen und es zusammenzudrücken. Der Tod seines Bruders war in der Tat etwas, woran Gabriel niemals irgendeinen Gedanken verschwendet hatte. Er und Stuart hatten sich eigentlich nie wirklich nahe gestanden, und im Laufe der Jahre waren sie immer weiter voneinander abgerückt. Gabriel hatte Farleigh am Tag des Begräbnisses seiner Mutter verlassen und war nicht wieder zurückgekehrt. Er hatte seinem Vater den Rücken gekehrt und ein eigenes erfolgreiches Schiffahrtsunternehmen aufgebaut. Und mit diesem Schritt hatte er seiner Vergangenheit endgültig den Rücken gekehrt.

Bittere Erinnerungen stiegen in ihm auf. Sein Herz krampfte sich zusammen. Doch warum quälte er sich? Er mußte der Wahrheit ins Auge sehen: Sein Vater hatte sich nie nach ihm erkundigt, nicht einmal, als er weggegangen war, um mit den englischen Truppen gegen Napoleon zu marschieren. Nein, in knapp fünf Jahren hatte sein Vater sich nicht ein einziges Mal herabgelassen, mit ihm Kontakt aufzunehmen. Es war in der Tat so, als habe er nie existiert ...

Aber all das hatte sich mit Stuarts Tod geändert.

Es war wohl nicht zu umgehen gewesen ... Gabriels Gedanken wanderten zurück zu seinem letzten Treffen mit seinem Vater in dessen Londoner Stadtwohnung, wo er erfuhr, daß sein Bruder tot war.

Sein Vater hatte sich nicht verändert. Er war genauso arrogant, genauso beherrschend ... genauso kalt wie eh und je.

"Du bist jetzt der Graf von Wakefield, der nächste Herzog von Farleigh", sagte sein Vater in jenem kühlen, formellen Ton, an den Gabriel sich so gut erinnerte und den er so inbrünstig haßte. "Es ist deine Pflicht, zu heiraten und mir einen Enkel zu schenken, damit der Name unserer Familie nicht ausstirbt."

Pflicht - das Wort hatte plötzlich etwas Gemeines. Gabriel hatte herzlich wenig über Pflichten und Pflichtgefühl eines Herzogs mitbekommen, denn das war die Rolle, auf die Stuart getrimmt worden war.

Er zwang sich, sich zu entspannen, und lächelte müde. "Oh, ich habe vielerlei Verwendung für Frauen, Vater, sowohl im Schlafzimmer als auch außerhalb." Er machte eine Pause. Der Gesichtsausdruck seines Vaters, das augenscheinliche Mißfalle

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