text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Die beliebtesten Seegeschichten - Die Abenteuer berühmter Seehelden, Epische Seeschlachten, Erzählungen, Seesagen & Schiffermärchen Der fliegende Holländer, Horatio Nelson, Die fliehende Insel, Die Schlacht vor Plymouth, Das Leuchten des Meeres, Das Seegespenst, Vom Fischer zum Vice-Admiral, Die Meeres-Fee... von Smidt, Heinrich (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.06.2016
  • Verlag: e-artnow
eBook (ePUB)
0,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Die beliebtesten Seegeschichten - Die Abenteuer berühmter Seehelden, Epische Seeschlachten, Erzählungen, Seesagen & Schiffermärchen

Dieses eBook: 'Die beliebtesten Seegeschichten - Die Abenteuer berühmter Seehelden, Epische Seeschlachten, Erzählungen, Seesagen & Schiffermärchen' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Inhalt: Seeschlachten und Abenteuer berühmter Seehelden: Horatio Nelson Kap Sanct Vincent Abukir Trafalgar Jean Bart Der Seefuchs Am Bord der 'sieben vereinigten Provinzen' Kaspar de Keyser Jean Bart zu Hause Kamerad Forbin Tordenskiold Das Debüt des Kadetten Der Ulk bei Hofe Allerlei Schweden in Dänemark Vom Fischer zum Vice-Admiral Michael de Ruiter Die Schlacht vor Plymouth Die Schlacht der fünf Admiräle Der Ritterschlag Deutsche Gäste Vor Dünkirchen Die letzte Stunde Von der Groeben Kurfürstliche Marinebilder Die neueren Kampfmittel im Seekriege Aus dem Kriege zwischen China und Japan Der Krieg zwischen Spanien und den Vereinigten Staaten von Amerika Roman Jan Blaufink, oder See und Theater Seegeschichten Sagen & Märchen: Fata Morgana Das steinerne Schiff Der fliegende Holländer Die fliehende Insel The Man of War Die glückliche Probe Das Leuchten des Meeres Das Seegespenst Der fliegende Fisch Die Meeres-Fee Die Sturmvögel Helgoland Klabautermann Das Totenschiff Die frommen Schläfer Der Geister-Lotse Die Rose von Seeland Insel Neuwerk Meerkönigs Töchterlein Der Knurrhahn Der Elbgeist Der Schiffbrüchige Erzählungen: Das Feuerschiff Kajütspassagiere Regatta Eisgang Vom Stapel Röschen vom Cliff Das Pestschiff Das Dünendorf Der Kaper Heinrich Smidt (1798-1867) war ein deutscher Schriftsteller. Seine Erfahrungen auf See und seine Kenntnisse von Land und Leuten verwertete er in zahlreichen Erzählungen, Novellen, Romanen, Theaterstücken sowie Jugendbüchern, die ihm den Ruf eines 'deutschen Marryat' einbrachten. In seinen Seegeschichten und -gedichten hat er mehrfach das Motiv des Fliegenden Holländers verwendet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 766
    Erscheinungsdatum: 08.06.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026865445
    Verlag: e-artnow
    Größe: 1134 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Die beliebtesten Seegeschichten - Die Abenteuer berühmter Seehelden, Epische Seeschlachten, Erzählungen, Seesagen & Schiffermärchen

Ein Sohn ohne Mutter
Inhaltsverzeichnis
Auf der Neptunswerft war es, die sich längs der Elbe hin am Grasbrook ausdehnte. Ein tiefblauer Himmel lachte auf dieselbe herab und weiße Herbstfäden schwammen m den seltsamsten Windungen darüber hin.

Ein reges Leben herrschte daselbst. Zwei Barkschiffe, bis zum Ablaufen fertig, lagen nebeneinander, und die Arbeiter legten die letzte Hand an ihr Werk. An der entgegengesetzten Seite streckten sie den Kiel zu einer umfänglichen Brigg und in der Mitte stand eine holländische Kuff auf dem Stapel, die mit einer neuen Spiekerhaut versehen wurde.

Es ging stark auf Mittag. Hier und da drehte sich ein Kopf rückwärts, um zu sehen, ob die Schnur der großen Glocke, die am Eingange der Werft hing, noch nicht gelöst und der Mittag eingeläutet werde. Von ferne her kamen einige Frauen mit verhüllten Körben, die ihren Männern die Mittagskost brachten, um ihnen das Hin- und Herlaufen zu ersparen.

Unter diesen war eine, alt an Jahren und mit einem Gesicht so grimmig, daß man sich schier davor fürchten mochte. Sie hatte für einige ledige Gesellen das Essen zu besorgen und trug es täglich mit Schelten und Brummen an den bestimmten Ort. Das war die alte Möller, welche von niemandem wohlgelitten war und bei jeder Gelegenheit von den andern Weibern geneckt und gehänselt wurde.

"Sage Sie doch, Frau Möllern, warum Sie heute die beiden schweren Körbe allein schleppt?" fragte eine ziemlich laut, mit anscheinender Gutmütigkeit. "Wo hat Sie denn Ihren Sohn, den Jan, der Ihr sonst so treulich hilft?"

"Habe keinen Sohn!" brummte die Möllern.

"Ja, das konnte ich selbst wissen, daß ein solcher Knirps, wie der Jan, nicht Ihr Sohn sein kann. Ihren Enkel meine ich."

"Habe keinen Enkel!" brummte Jene weiter.

"Keinen Enkel hat sie? Erbarme sich! Mieken, hast du es gehört? Und du auch, Dorte? die Möllern hat keinen Enkel! Ja, was ist denn der Jan für einer, der bei Ihr wohnt, solange ich denken kann und dem alle seine dummen Streiche straflos hingegangen sind, aus Respekt für die Großmutter, die nun gar keine Großmutter ist."

Mieken und Dorte, die zu Zeugen aufgerufen waren, drückten ebenfalls ihr Erstaunen aus und die erstere fragte querfeldein:

"Wer ist der Jan denn eigentlich?"

"Ein Kostkind!" platzte die Möllern heraus und ein Zucken um die Mundwinkel deutete an, daß es nun mit ihrer Geduld am Ende sei. "Ein Kostkind, für das ich in der letzten Zeit nur selten ein paar Schillinge und seit einem Jahre gar nichts erhielt. Darum habe ich den Tunichtgut, der mir stets ein Dorn im Fleische war, fortgejagt und darum trage ich meine Körbe allein. Nun wißt ihr es und wer nun noch etwas fragt, dem werde ich auf eine andere Art antworten. Versteht Sie das, Jungfer Naseweis?"

Damit schritt sie keuchend vorwärts, der Werft zu, wo das Läuten begann, welches die Eßstunde andeutete. Von den Gerüsten huschte es die Leitern herab und die ganze Werft glich einem bunten Ameisenhaufen, der hin und herschwankte, wie ein loses Segel, das auf- und niederbauscht, wenn der Wind es von der Seite anrührt. Die meisten der Gesellen rannten durch die Pforte nach ihrer Wohnung oder nach der nächsten Garküche, die andern suchten ihre Frauen und Töchter aus, welche mit den dampfenden Töpfen bereitstanden und ihre Vorräte auskramten. Frau Möller sammelte die ihrigen, reichte brummend jedem seinen Anteil und setzte sich dann zur Seite, um das Ende der Mahlzeit abzuwarten.

"Ein Hurra für eine Schüssel voll Erbsenbrei!" rief ein frisch aufgeschossener Bursche. "Wo hat Sie meinen Löffel, Mutter Möller?"

"Hier ist eine fünfzähnige Gabel!" antwortete sie, die Hand aufhebend. "Die wird es auch tun. Unterstehe dich nicht, meinen Körben zu nahe zu kommen."

"Gestern habe ich sie noch getragen und heute will Sie mich schlagen, weil ich daran rühre? Ist denn das Ihr Ernst, was Sie mir heute morgen sagte und will Sie mir nichts z

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen