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Die Braut des Meeres von Cole, Kresley (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 13.01.2017
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Die Braut des Meeres

SINNLICH, LEIDENSCHAFTLICH, TROPISCH HEISS! Seit einem Schiffbruch inmitten der Südsee gilt Victoria Dearborne als verschollen. Captain Grant Sutherland wurde ausgesandt, die junge Frau zu suchen und zurück nach England zu bringen. Doch die Rettungsaktion läuft ganz anders als gedacht: Auf der kleinen Pazifikinsel ist aus Victoria ein ungezähmter Wildfang geworden - und das bringt Grant in arge Bedrängnis. Denn Toris ungebändigter Geist weckt in dem kühlen und beherrschten Gentleman eine Sehnsucht, der sich Grant kaum zu erwehren weiß ... Nach einer Karriere als Athletin und Trainerin veröffentlichte Kresley Cole 2003 ihren ersten Roman und ist seither eine der international erfolgreichsten Autorinnen von Liebesromanen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 413
    Erscheinungsdatum: 13.01.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736301375
    Verlag: LYX
    Originaltitel: Sutherland Brothers - The Price of Pleasure
    Größe: 1055 kBytes
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Die Braut des Meeres

Prolog

Tagebuch von Victoria Anne Dearbourne, 1850

17. Januar

Heute ist der dritte Tag. Mutter, Miss Scott und ich haben den Schiffbruch der Serendipity überlebt und sind in einem lecken Rettungsboot zu einer einsamen Insel irgendwo in Südozeanien getrieben worden.

Da die Windstille seit Wochen andauert, werden wir den Taifunen, die um diese Jahreszeit vorherrschen, schutzlos ausgesetzt sein. Mutter hat gesagt, es sei, als wäre man gefesselt, um auf den Sturm zu warten.

Als die Planken zu bersten anfingen, stürzten die Matrosen von Bord - wie die sprichwörtlichen Ratten verließen sie das sinkende Schiff - und ließen uns im Stich. Einer stieß sogar mit Mutter zusammen und kümmerte sich nicht darum, dass sie vom Deck hinab ins Rettungsboot stürzte. Sie hat sich den Rücken ausgerenkt und einen Arm gebrochen. Aber sie ist stark, und ich bin überzeugt, dass sie wieder gesund werden kann, wenn wir nur Hilfe finden.

Von Vater fehlt noch immer jede Spur. Ich sah nach oben durch Regen und Gischt und entdeckte ihn an Deck mit einem Kind in den Armen. Und beim nächsten grellen Blitzschlag war das Schiffsdeck verschwunden.

Ist es unrecht von mir, zu wünschen, er hätte das schreiende Kind unter Deck gelassen und wäre selbst entkommen? Die niederträchtige Besatzung hat es jedenfalls geschafft. Es spielt auch keine Rolle, was ich mir wünsche - denn ich weiß, dass Vater niemanden im Stich gelassen hätte.

An diesem Morgen haben wir wie durch ein Wunder vom Meer etwas zu essen bekommen. Mutter flüsterte mir zu, dass es die Hand des Schicksals sei, die uns dieses Geschenk machte. Miss Scott aber sagt, es liege nur an einer rückläufigen Strömung - derselben Strömung, die uns auf diese Insel geschwemmt habe (Mutter findet, dass Camellia Scott für ihr Alter von Anfang zwanzig sehr klug ist, und daher weiß ich nicht, welcher von beiden ich nun glauben soll).

Miss Scott und ich haben mehrere Seekisten, ein Fass mit kostbarem Wasser, ein Paddel und viele andere Güter an Land gezogen. Unter den Seekisten fanden wir auch die Truhe des Kapitäns mit einem leeren Logbuch, einem Tintenfässchen und einer Feder. Miss Scott hat mich gebeten, über unsere Zeit auf der Insel ein Tagebuch zu führen.

Sie hat sich wahrscheinlich gedacht, dass ich nicht das Unglück sehen würde, das uns befallen hat, wenn ich solcherart beschäftigt bin. Doch das habe ich, und wenn ich mich auch unaufhörlich um Mutter kümmere oder schreibe, habe ich die beiden Leichname gesehen, die gleichzeitig mit unserer Beute angetrieben wurden. Das Meer hatte ihnen schreckliche, ganz schreckliche Dinge angetan.

Ich weiß, dass Miss Scott die Toten an den Rand des Dschungels gezerrt und dort begraben hat, weil ich die Spuren im Sand gesehen habe und ihre Hände später mit Blasen vom Graben mit dem Paddel bedeckt waren. Miss Scott ist noch nicht sehr lange bei uns, und ich weiß, dass sie uns vieles ersparen möchte. Aber ich hoffe doch, dass sie mir sagen würde, wenn einer der Verstorbenen Vater gewesen wäre.

18. Januar

Gestern Abend hat Mutter zum ersten Mal geweint. Sie hat sich mit aller Macht gegen die Tränen gewehrt, doch ihre Schmerzen waren zu stark. Es fing an zu regnen, und der Wind wehte in Böen. Wir fingen den Regen in großen Blättern auf. Miss Scott hatte ein paar Feuersteine im Rettungsboot gefunden und versuchte vergeblich, Feuer zu machen. Es war hoffnungslos, aber ich glaube, dadurch konnte sie sich von unserer Lage ablenken. Als sie schließlich aufgab und sofort in den Schlaf sank, waren ihre Hände ganz zerkratzt und aufgesprungen.

Mutter hat gesagt, ich müsse Miss Scott helfen, wo ich nur kann, weil sie "für eine so große Verantwortung zu jung" sei.

19. Januar

Ich sehe nun, wie viel ich bereits geschrieben habe, und m

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