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Die Burg am Mondsee Familiengeheimnis Roman von Rath, Carolin (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2017
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Die Burg am Mondsee

Eine unstandesgemäße Liebe. Ein ergreifendes Schicksal. Eine Burg, die mehr als nur ein düsteres Geheimnis birgt. Ende des 19. Jahrhunderts: Raquel zieht nach Burg Weidenau, um dem Burgherren Jakob Martin Donkert als Gesellschafterin zu dienen. Von Tag zu Tag ist die junge Frau mehr fasziniert von dem ehrgeizigen Botaniker und Insektologen - und aus zarten Banden entwickelt sich bald stürmische Leidenschaft. Doch kann diese unstandesgemäße Liebe glücklich enden? Heute: Für Tessa könnte es nicht besser laufen! Frisch aus den Flitterwochen zurück steht die Eröffnung ihres Tagungshotels Burg Weidenau kurz bevor. Als sich die ersten Gäste ankündigen, ahnt Tessa nicht, dass ein furchtbares Unglück all ihre Zukunftsträume vernichten soll. Die Burg umgibt ein düsteres Geheimnis, und Tessas eigene Vergangenheit wirft ihre dunklen Schatten auf ihr zart keimendes Glück ... Nach dem Erfolg von 'Das Erbe der Wintersteins' gibt es jetzt den nächsten bewegenden Familiengeheimnis-Roman von Carolin Rath bei beHEARTBEAT.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 261
    Erscheinungsdatum: 01.10.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732538751
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1965 kBytes
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Die Burg am Mondsee

Prolog

Es war ein perfekter Tag.

Sanfter Wind streichelte über ihre Haut, als sie die Fensterflügel öffnete.

Tessa dachte, dass dies der schönste Mai ihres Lebens war, und atmete die weiche Luft in vollen Zügen. Unten, im Innenhof, war für Valeries Zwillinge schon das Planschbecken aufgebaut. Ihre wilden, fröhlichen Kinderschreie drangen bis zu Tessa herauf.

Valerie, wie immer ganz in Schwarz, im chic gestylten Outfit und mit mindestens einer bunt gefärbten punkigen Haarsträhne, war gerade auf dem Weg in ihr Büro, das schräg gegenüber dem Hauptgebäude in der ehemaligen Zehntscheune lag.

"Morgen, Tess!", rief sie gut gelaunt und winkte nach oben.

"Morgen", gab Tessa zurück. "Was steht heute an?"

"Die Tagung der Achterbahningenieure. Und das Catering kommt gleich."

"Ich könnte helfen", meinte Tessa.

"Oh nein, nicht nötig. Nicht an deinem ersten Tag hier. Du bist gestern erst zurückgekommen. Koch dir einen Kaffee, pack in Ruhe aus. Ich erledige das schon."

Valerie sah noch kurz nach ihren Zwillingen, die sie vom Büro aus im Auge behalten konnte. Die beiden Achtjährigen machten den Eindruck, dass sie nicht unglücklich darüber waren, wenn ihre Mutter jetzt arbeiten musste. Sie hatten schulfrei und wussten ihre Zeit gut zu nutzen.

Tessa warf aus dem Fenster einen zufriedenen Rundblick auf die Burganlage.

Sie war angekommen. Dies war ihr Zuhause. Burg Weidenau, eine ursprünglich aus dem vierzehnten Jahrhundert stammende und auf einer sanften Anhöhe gelegene kleine Burganlage rund vier Kilometer vom Mondsee entfernt. Während einiger Fehden war die Burg in frühen Jahrhunderten fast verbrannt, in Kriegen beinahe gänzlich zerstört und doch immer wieder aufgebaut worden.

Die eigentliche Wohnburg bestand aus rotem Stein. Wirtschaftsgebäude mit Stallungen und ein lang gestreckter Fachwerkbau aus späteren Jahrhunderten sowie weitere kleine Gebäude umgaben einen Hof mit Kopfsteinpflaster. Der alte Burgfried stand nur noch als malerische Ruine, an dessen Mauern sich jetzt Kletterrosen und rankende Hortensien schmiegten.

Wo früher vor den Wällen der Burg ein Hausgarten, die Weiden und Wirtschaftsflächen gelegen hatten, erstreckte sich jetzt ein kleiner Park mit zahlreichen verschlungenen Wegen unter alten Bäumen, die geradewegs in einen von Tessa frisch angelegten Staudengarten führten.

Burghardt, ihr Mann, war äußerst erfolgreich darin gewesen, Weidenau in ein Paradies zu verwandeln, nachdem Tessa es stark sanierungsbedürftig von der Großmutter geerbt hatte.

Dass ein großer Teil des Anwesens nun als hoffentlich wirtschaftlich arbeitender Tagungsort zur Verfügung stand, war eine Grundbedingung gewesen, um Weidenau zu erhalten. Die Anlage würde sich in Zukunft finanziell selbst tragen müssen.

Tessa hatte nicht nur Verständnis für dieses Geschäftskonzept, sie sah darin auch eine neue berufliche Chance für sich selbst, und außerdem fand sie, dass es dem Anwesen guttun würde, Gäste zu beherbergen. Eine Burg wollte mit Menschen gefüllt sein, mit Geschäftigkeit, mit Leben und nicht nur den spannenden Geschichten aus alten Zeiten.

Ihre private Wohnung lag im Hauptgebäude, direkt über der alten Bibliothek, die jetzt als kleiner Veranstaltungssaal diente. Der Umbau, die Umstrukturierungen und der Kampf mit den Behörden hatten Burghardt ziemlich viele Nerven gekostet. Aber er wäre nicht der erfolgreiche, international bekannte Architekt Burghardt Faerber, wenn er sich davon hätte beeinflussen oder gar abhalten lassen. Und an dem Tag, an dem auch der letzte Handwerker in Weidenau das Feld geräumt hatte, hatte Burghardt Tessa am Abend nach dem Essen in einem Fünf-Sterne-Restaurant eine kleine Schachtel überreicht, und darin hatte ein Schlüssel gelegen. Der Schlüssel zu Weidenau.

"Für meine Schöne", hatte Burghard gesagt und sie dann geküsst. Wie liebte sie seine Küsse, diese zärtlichen, sinnlichen Küsse. Auch n

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