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Die Erbin von Ahrnstedt, Simona (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2015
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Die Erbin

Die Schwedin Natalia de la Grip hat nur ein Ziel: in das milliardenschwere Unternehmen ihrer Familie einzusteigen und die Anerkennung ihres patriarchalischen Vaters zu gewinnen. Als sie aus heiterem Himmel von David Hammar zum Lunch eingeladen wird, ist sie misstrauisch, aber vor allem auch neugierig. Was sie nicht ahnt: David hat noch eine Rechnung mit ihrer Familie offen. Und die letzte Schachfigur, die er dafür bewegen muss, ist Natalia ... Simona Ahrnstedt lebt in der Nähe von Stockholm. Nach mehreren historischen Romanen war Die Erbin ihr erster zeitgenössischer Liebesroman, mit dem sie es sogleich an die Spitze der schwedischen Bestsellerliste schaffte. Sie ist die erste schwedische Liebesromanautorin, deren Romane ins Englische übersetzt und in den USA erscheinen werden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 608
    Erscheinungsdatum: 01.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783802599484
    Verlag: LYX
    Serie: De la Grip Bd.1
    Originaltitel: En enda natt
    Größe: 964 kBytes
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Die Erbin

1

Mittwoch, 25. Juni

David Hammar spähte durch die gewölbte Scheibe des Hubschraubers hinaus. Sie befanden sich auf einer Höhe von tausend Fuß, die Sicht war gut. Er ließ seinen Blick über die weite Landschaft schweifen und justierte das Headset, das es ihm ermöglichte, mit den anderen in normaler Lautstärke zu kommunizieren.

"Dort hinten", sagte er und wandte sich zu Michel Chamoun um, der auf der Rückbank saß und ebenfalls durchs Fenster hinausschaute. David wies in Richtung des Schlosses Gyllgarn, das, leuchtend gelb getüncht, in der Ferne sichtbar wurde.

Der Pilot visierte das Ziel an und ging auf Kurs. "Wie nah willst du ran?"

"Nicht allzu nah, Tom. Nur so weit, dass wir es etwas besser sehen können." David ließ das Schloss nicht aus den Augen. "Ich will keine unnötige Aufmerksamkeit erregen."

Grüne Wiesen, Gewässer, die in der Sonne glitzerten, und dicht belaubte Bäume breiteten sich vor und unter ihnen aus. Wie ein Gemälde einer vollkommenen ländlichen Idylle. Das Schloss war auf einer Insel inmitten eines außergewöhnlich breiten Flusses erbaut worden. Das Wasser rauschte an beiden Seiten der Insel vorbei und bildete einen natürlichen Wallgraben, der früher einmal als Schutz vor Feinden gedient hatte.

Tom ließ den Hubschrauber in weitem Bogen über dem Gelände kreisen.

Auf den Weiden unter ihnen grasten Pferde und Schafe. Riesige, mehrere Hundert Jahre alte Eichen bildeten eine Allee von der Landstraße zum Anwesen. Selbst aus dieser Höhe konnte man die gepflegten Obstbäume und farbenfroh gestalteten Beete erkennen, die das gut erhaltene Schloss umgaben.

Verdammt! Das sah ja aus wie das reinste Paradies.

"Der Makler, mit dem ich gesprochen habe, schätzt allein den reinen Gebäudewert auf über dreißig Millionen", sagte David.

"Das ist viel Geld", stellte Michel fest.

"Zuzüglich der Werte von Wald und Grund. Und Wasser. Es handelt sich um mehrere Tausend Hektar Land, die allein schon über zweihunderttausend wert sind." David fuhr fort, die Vermögenswerte aufzuzählen: "In den Wäldern gibt es jede Menge Wild und zudem massenweise kleinere Gebäude, die zum Anwesen gehören. Hinzu kommt natürlich noch das Inventar. Kriegsbeute aus dem siebzehnten Jahrhundert. Silberservice und kunstvolle russische Handarbeiten. Und eine Gemäldesammlung mit Werken aus den vergangenen drei Jahrhunderten. Auktionshäuser in der ganzen Welt werden sich darum reißen."

David wandte sich auf seinem Sitz um. Michel inspizierte das leuchtend gelbe Schloss, über dem sie jetzt schwebten.

"Und all das gehört dem Unternehmen?", fragte Michel skeptisch. "Nicht der Familie?"

David nickte bestätigend. "Unbegreiflich, dass sie sich für diese Lösung entschieden haben", pflichtete er ihm bei. "So kann es eben gehen, wenn man glaubt, man sei unbezwingbar."

"Niemand ist unbezwingbar", meinte Michel.

"Nein."

Michel richtete seinen Blick wieder aus dem Fenster. David wartete, während die dunklen Augen seines Freundes über die Besitztümer glitten. "Das ist ja ein richtiges Kleinod", fuhr Michel fort. "Falls wir all das veräußern, müssen wir mit einem Volksaufstand rechnen."

"Nicht falls ", entgegnete David rasch. "Sondern wenn."

Denn genau das würden sie tun, dessen war er sich absolut sicher. Sie würden diesen fruchtbaren Grund und Boden zerstückeln und an den Meistbietenden verkaufen. Die Leute würden sich lauthals beschweren, am lautesten würden die jetzigen Eigentümer schreien. Beim Gedanken an diese musste er fast ein bisschen lächeln. Dann warf er Michel einen fragenden Blick zu. "Hast du alles gesehen?"

Michel nickte, woraufhin David fragte: "Kannst du uns in die City zurückbringen, Tom? Wir sind hier fertig."

Tom nickte, der Hubschrauber legte eine elegante Kehrtwende hin und gewann an Höhe. Sie ließen das idyllische Ambiente hinter sich und nahmen Kurs au

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