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Die Freikugel: Ein Indianer-und Wildwest-Abenteuerroman von Aimard, Gustave (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.03.2014
  • Verlag: e-artnow
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Die Freikugel: Ein Indianer-und Wildwest-Abenteuerroman

Dieses eBook: 'Die Freikugel: Ein Indianer-und Wildwest-Abenteuerroman' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Gustave Aimard (1818/1883) war ein französischer Autor von Abenteuerromanen, der ähnlich wie der Deutsche Karl May oder der Italiener Emilio Salgari durch seine Bücher das Bild der Indianer und des Wilden Westens maßgeblich beeinflusste. Aus dem Buch: 'Am 10. Juni des Jahres 1834 saßen zwischen zehn und elf Uhr morgens drei Männer am Ufer des Stromes, ein wenig unterhalb der Stelle, wo er sich mit dem Missouri vereinigt, und verzehrten ihr Frühstück, das aus einem Stück gebratenen Hirschfleisches bestand. Die Stelle, an der sie sich niedergelassen hatten, war eine der malerischsten, die man sich vorstellen kann. Der Strom bildete dort eine anmutig geschwungene Biegung, die von Hügeln eingefaßt war, die im reichsten Blumenschmuck prangten. Die Unbekannten hatten die Spitze des höchsten Hügels zum Ruhepunkt gewählt, von wo aus der Blick ein prachtvolles Panorama umfaßte...'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 27.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026808664
    Verlag: e-artnow
    Größe: 599 kBytes
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Die Freikugel: Ein Indianer-und Wildwest-Abenteuerroman

2

Die Entdeckung einer Fährte

Inhaltsverzeichnis



Unsere drei Jäger würden wahrscheinlich ihre beschauliche Ruhe noch lange genossen haben, wenn nicht ein leises Geräusch, das vom Fluß herkam, sie plötzlich und etwas unsanft an die notwendige Wachsamkeit gemahnt hätte, die ihre Lage erforderte.

"Was ist das?" fragte der Graf, indem er mit den Fingerspitzen die Asche von seiner Zigarre stieß.

Freikugel schlich ins Gebüsch, schaute sich kurze Zeit um und nahm dann gelassen seinen früheren Platz wieder ein. "Nichts", sagte er, "als zwei Alligatoren, die im Schlamm miteinander schäkern."

"So", antwortete der Graf.

Es folgte eine Pause, während der der Jäger stillschweigend die Länge der Schatten, die die Bäume auf den Boden warfen, berechnete. "Es ist zwölf Uhr vorüber", sagte er.

"Glauben Sie?" erwiderte der Graf.

"Ich glaube es nicht, sondern bin dessen gewiß, Herr Graf."

Herr de Beaulieu richtete sich auf. "Lieber Freikugel", sagte er, "ich habe Sie schon wiederholt gebeten, mich weder ›Herr‹ noch ›Graf‹ zu nennen. Wir stehen hier doch wahrlich nicht in Paris oder in einem Salon des Faubourg Saint-Germain. Wozu sind wir in der Wildnis, umgeben von jener großartigen Natur, wenn mich der aristokratische Titel bis hierher verfolgen soll? Wenn mich Ivon Herr Graf nennt, so finde ich es natürlich, denn einem so alten Diener würde es schwerfallen, eine so langjährige Gewohnheit abzulegen. Mit Ihnen ist es aber etwas anderes, Sie sind mein Freund und Genosse; nennen Sie mich daher Charles oder Eduard, nach eigener Wahl; nur verbitte ich mir künftig zwischen uns den Grafen."

"Gut", antwortete der Jäger, "ich werde mir Mühe geben, Herr Graf."

"Hol Sie der Teufel! Da fangen Sie schon wieder an!" rief der junge Mann lachend aus. "Sie können, wenn es Ihnen zu schwer fällt, mich bei meinem Taufnamen zu rufen, mich auch so nennen, wie es die Indianer tun."

"Welcher Einfall!" versetzte Freikugel abwehrend.

"Wie heißt denn gleich der Ehrentitel, den sie mir beigelegt haben, Freikugel? Ich habe es schon vergessen."

"Ach, Herr, ich werde mir nie erlauben - "

"Was?"

"Eduard, wollte ich sagen - "

"Gut, das klingt schon besser", erwiderte der junge Mann lächelnd; "ich bestehe aber auf jenem Beinamen."

"Man nennt Sie ›Gläsernes Auge‹."

"Richtig, Gläsernes Auge", antwortete der junge Mann mit herzlichem Lachen. "Man muß gestehen, daß jene Indianer ganz originelle Einfälle haben."

"Die Indianer", erwiderte Freikugel, "sind nicht so arglos, wie Sie glauben, sondern besitzen eine wahrhaft teuflische Arglist."

"Ach, schweigen Sie doch, Freikugel; ich habe Sie stets im Verdacht gehabt, eine kleine Schwäche für die Rothäute zu hegen."

"Können Sie das von mir behaupten, der ich ihr unversöhnlichster Feind bin und bereits seit beinahe vierzig Jahren mit ihnen kämpfe?"

"Das ist ja, weiß Gott, der einfache Grund, weshalb Sie Ihre vierzigjährigen Feinde in Schutz nehmen."

"Wie meinen Sie das?" fragte der Jäger, den diese Antwort überraschte, die er keineswegs erwartet hatte.

"Mein Gott, der Grund ist einfach genug! Will doch niemand mit einem Feind zu tun haben, der seiner unwürdig ist; und es ist daher natü

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