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Die Geliebte des Captains von Cole, Kresley (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 14.07.2016
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Die Geliebte des Captains

Als ihr Vater inhaftiert wird, übernimmt die Kapitänstochter Nicole Lassiter kurzerhand das Kommando auf der Bella Nicola. Denn der einzige Weg, ihm zu helfen und das Geschäft zu retten, ist, das Great Circle Race von England nach Australien zu gewinnen. Für die selbstbewusste Nicole eigentlich kein Problem - wäre da nicht der adlige Kapitän Derek Sutherland. Schon bei ihrem ersten Treffen spürt sie ein unerklärlich starkes Verlangen, doch Derek ist der größte Konkurrent ihres Vaters und damit tabu. Als ein Sturm ihr Schiff zerstört, ist es ausgerechnet Derek, der sie und ihre Crew rettet ... Nach einer Karriere als Athletin und Trainerin veröffentlichte Kresley Cole 2003 ihren ersten Roman und ist seither eine der international erfolgreichsten Autorinnen historischer, zeitgenössischer und fantastischer Liebesromane.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 14.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736301351
    Verlag: LYX
    Serie: Captain Sutherland Bd.1
    Originaltitel: Sutherland Brothers - The Captain of All Pleasures
    Größe: 1096 kBytes
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Die Geliebte des Captains

1

Ein wenig beklommen betrat Nicole Lassiter die üble Hafenspelunke, wo ihr sogleich ein Schwall säuerlich riechender Luft ins Gesicht wehte.

Schweigen senkte sich über die Menge, während man sie musterte und instinktiv erfasste, dass sie nicht in diese Dirnenschänke gehörte. Nicole trug Kleider, die kein Aufsehen erregten, Knabenhosen und ein Hemd, darüber einen schlichten Umhang. Unter einem Hut hatte sie ihre üppige Haarpracht verborgen, so gut es eben ging. Und dennoch wurde sie angestarrt.

Leicht schaudernd stieß Nicole den Atem aus. Sie war doch nur gekommen, um Captain Jason Lassiter zu finden, redete sie sich ein. Und da sie allein gekommen war, musste sie wenigstens darauf achten, dass ihr nichts geschah. Mit hocherhobenem Kinn und betont gleichgültigem Blick bahnte sie sich einen Weg durch die versammelten Raufbolde. Endlich setzte die blecherne Musik einer schlecht gestimmten Fiedel wieder ein.

Offenkundig war die Information, die sie bezüglich Lassiters Aufenthaltsort erhalten hatte, falsch gewesen. Ihr Vater hätte niemals eine derartige Spelunke aufgesucht, einen Ort, wo Matrosen "Gesellschaft" suchten und fanden, bevor sie in See stachen. Als ein Hafenarbeiter Nicole verraten hatte, wo ihr Vater zu finden war, hatte sie zunächst angenommen, die Mermaid habe während ihrer Abwesenheit einen neuen, ruchloseren Besitzer bekommen.

Doch das war eindeutig nicht der Fall. Ein letztes Mal würde sie sich noch umsehen, dann würde sie losgehen und den Hafenarbeiter erwürgen, der ihr diesen Streich gespielt hatte. Noch ein letztes ...

In diesem Augenblick entdeckte sie ihren Vater.

Halb begraben unter einem grell geschminkten Freudenmädchen.

Die Brüste der Frau spannten sich wie zwei Halbkugeln unter dem engen Mieder, drohten es bei jedem kehligen Lachen zu sprengen. Und, Herrgott noch mal, dachte Nicole, während sie angewidert das Gesicht verzog, die Frau lachte wirklich oft.

Sie absolvierte einen Spießrutenlauf durch menschliche Schweißausdünstungen, Gin-gewürzten Atem und nachgiebige Frauenkörper mit schlenkernden Miedern. Als er sie erblickte, fiel ihrem Vater der Unterkiefer herunter, dann schloss er den Mund so rasch, dass sich seine Wangen blähten.

Auf in den Kampf ... Wenn Jason Lassiter in Harnisch geriet, sah er furchterregend aus. Seine Augen sprühten Funken, und sein Gesicht wurde so rot, dass es zu Bart und Haaren passte. Nicole erinnerte sich sehr gut an seinen Jähzorn. Aber sie hatte sich Mut zugesprochen, weil sie heute Abend mit ihm sprechen musste. Sie hatte keine andere Wahl. Die Zeit lief ihr davon.

Also setzte sie ihren Weg mit einem schmerzlichen, angespannten Lächeln auf den Lippen fort, bis sie vor ihm stand.

"Nicole", knirschte der Mann zwischen den Zähnen, "was zum Teufel hast du hier verloren?"

Ihr Blick glitt kurz über die geschminkten Brustwarzen der Hure, die kühn über den Rand des Mieders lugten. Nicole verdrehte die Augen. "Was zum Teufel tust du hier?"

Ihr Vater murmelte ein paar Worte und tätschelte der Frau den Arm, worauf sie sich widerwillig entfernte. Dann bedeutete er Nicole mit einer rüden Geste, sich zu ihm zu setzen. "Ich bin hier, um etwas zu erfahren", antwortete er barsch.

"Ohhh", sagte Nicole mit zweifelnder Miene. " So nennt man das heute?"

"Nein, man nennt das clever" , gab er sarkastisch zurück und hob zerstreut seinen Humpen vom Tisch. Nicole rümpfte beim Anblick des zerdellten und schmierigen Blechbechers die Nase. Lassiter schaute in das Gefäß, zog ein finsteres Gesicht und schob es von sich. "Ich wollte hier eigentlich einen Mann treffen, der mir etwas über die Sabotage sagen kann. Zufälligerweise kennt er die Frau, mit der ich gerade gesprochen habe." Mit leicht gekränktem Blick fügte er hinzu: "Du solltest mich besser kennen."

Nicole nickte widerwill

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