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Die Gräfin der Lüfte von Agus, Milena (eBook)

  • Erschienen: 16.02.2010
  • Verlag: Hoffmann und Campe
eBook (ePUB)
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Die Gräfin der Lüfte

"Nur wenige Bücher treffen so ins Herz wie dieses." Elle Ihre Schwestern machen sich über sie lustig, weil sie mit ihrem weichen Herzen so weltfremd ist. Im Palazzo der verarmten Adelsfamilie in Cagliari haust die junge Gräfin in der unscheinbarsten Wohnung, und das Leben spielt ihr auch sonst nicht gut mit. Bis sie eines Tages ihren phantasievollen Nachbarn näher kennenlernt. Drei Schwestern sind auf der verzweifelten Suche nach dem Glück. Noemi, die Älteste, träumt davon, die veräußerten Teile des Familienpalastes zurückzukaufen. Maddalena sehnt sich mit ihrem Mann leidenschaftlich nach einem Kind. Die jüngste Schwester wird wegen ihrer Ungeschicktheit als "Gräfin mit Ricotta-Händen" verspottet und macht sich Sorgen wegen ihres fünfjährigen Sohnes, der ständig wegläuft und von anderen Kindern gemieden wird. Doch das Blatt wendet sich für sie, als sie eines Tages ihren frisch geschiedenen Nachbarn kennenlernt. Der einfallsreiche Fluglehrer hat die rettende Idee, wie ihr Sohn Anerkennung und die junge Gräfin das Glück finden können.

Produktinformationen

    Größe: 1047kBytes
    Reihe (Teil): Frauenromane
    Herausgeber: Hoffmann und Campe
    Untertitel: Roman
    Sprache: Deutsch
    Seitenanzahl: 128
    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    ISBN: 9783455402674
    Erschienen: 16.02.2010
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Die Gräfin der Lüfte

11 (S. 68-71)
Doch wenig später war Noemis Ausbruch schon wieder vergessen. Die Schwestern schöpften neue Hoffnung, als Elias die drei zu sich nach Hause einlud. Während der ganzen Fahrt sangen sie, so sehr freuten sie sich auf das Abenteuer, endlich Elias` Dorf wiederzusehen. Sicher hatte er sie eingeladen, um seinem Bruder und dessen Familie die Schwestern seiner zukünftigen Verlobten vorzustellen.Salvatore war noch in der Arbeit, und Carlino hatten sie bei der Tata gelassen, um in Ruhe den Ausflug genießen zu können.Im Dorf angekommen, wanderten sie auf von Mastixsträuchern, Steinlinden, Terebinthen, Wacholder und Westlichen Erdbeerbäumen gesäumten Pfaden in die Berge hinauf. Je älter die Sträucher waren, umso verzauberter kam ihnen die Landschaft vor. Und tief unten in der Ferne das Meer.Noemi, die zwar noch immer eine Schnute zieht, kennt sich auf dem Land inzwischen bestens aus, und den Schwestern blieb der Mund offen stehen, weil sie vor nichts mehr Angst hat.
In wenigen Monaten hat sie sich die Pflanzennamen eingeprägt und gelernt, sich an den Felsen zu orientieren. Es war auch schön zu sehen, wie sie mit den Tieren umging, wo sie doch Maccriu zu Hause keines Blickes würdigt.In der Schafherde wimmelte es von Lämmern, wie immer im Herbst. Noemi gab Maddalena sogar eines auf den Arm, damit es ihr Glück brachte, denn man konnte sehen, wie gerührt diese beim Anblick der frohen Mutterschafe mit ihren Jungen war. Doch dann fing die Mutter des Lamms zu blöken an, und Maddalena setzte deren Junges sofort wieder auf die Erde.Noemi kann besonders gut mit den Ziegen umgehen und kennt sie alle mit Namen. Wenn man nicht vertraut mit ihnen ist, kommen sie nicht mehr in den Ziegenstall zurück, sondern gehen ihrer eigenen Wege.
Die Schafe sind da anders. Mit ihnen ist es einfacher. Sie rennen einem von allein hinterher.Der Schafstall von Elias` Bruder hat ein Dach aus Wacholderästen, einen Kamin, in dem Noemi inzwischen ein Feuer zustande bringt, und kleine Fenster, durch die man das Meer sieht.Elias kam mit allen möglichen Köstlichkeiten an: mit verschiedenen Pecorinosorten, durchwachsenem Speck mit coccoietti - kunstvoll geformten Brotteilchen -, sebadas - frittierten und mit Honig übergossenen Teigtaschen mit Käsefüllung - und Erdbeerbaumblütenhonig. Sie ließen sich alles schmecken, bis es Zeit für den Besuch bei Elias` Bruder wurde.
Die Schwestern hatten Elias` Elternhaus viele Jahre zuvor bei der Hochzeit der Tata schon einmal gesehen. Seine Großeltern hatten bereits darin gewohnt, dann seine Eltern und natürlich auch die Tante, bis sie nach Cagliari ging und in die Dienste der Grafenfamilie trat. Jetzt leben Elias, sein Bruder, seine Schwägerin und der Neffe darin.Nachdem sie es wiedergesehen haben, begreifen Maddalena und die Contessa, warum Noemi nicht mehr davon redet, die Tata wegzuschicken. Wohin sollte sie auch ziehen, da hier kein Platz mehr für sie ist?Wie alle sardischen Häuser in den Bergen ist auch das Haus von Elias und seinem Bruder aus Stein gebaut und recht hoch. Eine steile, dunkle Treppe führt zu den düsteren Zimmern mit den blinden Fenstern im ersten und zweiten Stock.
Doch gelangt man in den dritten Stock, auf dem sich Elias einziges Zimmer befindet, ist alles plötzlich von Licht, Luft und Farben erfüllt. Noemis Bett mit den beiden Nachttischen kommt hier wunderbar zur Geltung, unter dem Fenster, dessen Panorama aus Bergen und Himmel wie der Hintergrund eines Madonnengemäldes anmutet.In der winzigen Küche scheinen die Muster auf Elias` antikem Geschirr genau auf die Szenerie der kleinen Terrasse abgestimmt zu sein, die Noemi mit Töpfen voller Blumen und Kräuter in eine wahre Augenweide verwandelt hat.Elias` Bruder u

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