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Die großen Western 34 Vormann ohne Ranch von Barner, G. F. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.06.2014
  • Verlag: Kelter
eBook (ePUB)
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Die großen Western 34

Diese Reihe präsentiert den perfekten Westernmix! Vom Bau der Eisenbahn über Siedlertrecks, die aufbrechen, um das Land für sich zu erobern, bis zu Revolverduellen - hier findet jeder Westernfan die richtige Mischung. Lust auf Prärieluft? Dann laden Sie noch heute die neueste Story herunter (und es kann losgehen). Als Tinto aus der Bank kommt, ist die Straße von Charlson nicht belebter als sonst. Aus dem Fenster des Alhambra-Saloons sieht der dicke Samuel Gins heraus. Sie alle, Männer, zwei Dutzend Frauen und sechs Kinder, sehen auf Gale MacRoy und Butcher Leaven. Und nun sieht auch Tinto Wessley auf die Straße und auf die Männer. Er sieht, dass Butcher Leaven die Hand über dem Colt hat und starr auf den Vorbau des Alhambra sieht. Dort steht Gale MacRoy, schlank, drahtig und leicht vorgeneigt. MacRoy hat seinen alten und verbeulten Hut auf, von dem man sagt, dass ihn schon sein Großvater getragen hat. Die MacRoys waren niemals besonders beliebt. Keiner von ihnen ist in dieser Stadt gern gesehen worden. Und nun ist der Enkel des alten Nathan MacRoy wiedergekommen. Gale MacRoy, von dem es heißt, dass er einen gewissen Anspruch auf einen Teil der Leaven-Ranch besitzt. Er hat es laut genug in den beiden Saloons erzählt, dass er eine kleine Forderung an Butcher Leaven hat.

G. F. Barner ist legendär wie kaum ein anderer. Seine Vita zeichnet einen imposanten Erfolgsweg, wie er nur selten beschritten wurde. Als Western-Autor wurde er eine Institution. G. F. Barner wurde quasi als Naturtalent entdeckt und dann als Schriftsteller berühmt. Sein überragendes Werk beläuft sich auf 764 im Martin Kelter Verlag erschienene Titel. Seine Leser schwärmen von Romanen wie 'Torlans letzter Ritt', 'Sturm über Montana' und ganz besonders 'Revolver-Jane'. Der Western war für ihn ein Lebenselixier, und doch besitzt er auch in anderen Genres bemerkenswerte Popularität. So unterschiedliche Romanreihen wie 'U. S. Marines' und 'Dominique', beide von ihm allein geschrieben, beweisen die Vielseitigkeit dieses großen, ungewöhnlichen Schriftstellers.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 24.06.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863772116
    Verlag: Kelter
    Größe: 674kBytes
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Die großen Western 34

"Ärger?", fragt der hagere Joe. "Charles, was ist los? Erst lässt du die Lady singen, und dann sprichst du mit Wessley! Was ist mit dir los? Macht dich das Lied verrückt?"

"Das Lied hat nichts damit zu tun!", antwortet May leise. "Ich gehe mit diesem Lied einen Weg von fünfundzwanzig Jahren zurück, aber meine Vergangenheit ist tot, Joe! No, das alles ist es nicht! Ich weiß nur, dass die Ranch unter den Hammer kommen wird! Old Bill Fullbright hat vor einem Jahr eine Menge Schulden gemacht, um Vieh zu kaufen. Auch vorher hatte er schon Geld aufgenommen! Wie konnte ein Mensch wissen, dass die Rinderpest kommen würde. Er ist blank, und jetzt haben wir sein letztes Geld! Mir ist schlecht bei dem Gedanken!"

"Bist du ein altes Weib?", fragt Wilson heiser. "Ich sage dir, wir hätten ihn umlegen sollen. Und wenn wir sein Haus abgebrannt hätten, aber wir wären die Vergangenheit losgeworden! Ist es unsere Sache, das mit dem Geld? Geht es nicht auch um unsere Hälse? Ich sehe keinen Weg!"

"Ich auch nicht!", sagt Charles May bitter. "Und das ist es, was mich wütend macht! Joe, dieser Mann da hinten wird uns verfolgen! Er wird uns finden, ich bin sicher!"

"Was er findet, wird der Tod sein! Ich bedaure ihn und die Fullbright-Ranch! Aber ich kann nichts ändern, Charles! Mein Hals ist mir lieber!"

"Dann geh hin und sage ihm das!", zischt May.

"Ich müsste ihn erschießen!", knurrt Wilson grimmig. "Ich, der Bandit, ich müsste ihn erschießen, aber ich kann es nicht! Ich kann nicht auf einen Mann schießen, der mir nichts getan hat und der gebunden ist! Da sind die Bäume, binden wir ihn an einen fest!"

"Ich möchte aufhören!", sagt Charles May. "Ich möchte an einen Ort gehen, der am anderen Ende der Welt liegt und nichts mehr tun."

"Meinst du, du würdest Ruhe finden?", fragt Wilson düster. "Ella, würdest du sagen, Ella, ich brauche dich hier – dich und das Kind! Und sie würden nicht kommen, Charles! Für sie bist du ein Bandit, ein Mörder! Weißt du, was das ist?"

"Hör auf!", keucht Charles. "Lass Ella und das Kind aus dem Spiel! Erinnere mich nicht daran!"

"Du erinnerst dich immer wieder selber!", murmelt Wilson. "In jedem Saloon lässt du dir dein Lied singen. Du kommst nicht los!"

"Und was hättest du getan?", stöhnt Charles May.

"Auch geschossen!", erwidert Wilson kehlig.

Er sieht seinen Freund an. Schon der Name der Bande, May-Wilson, sagt, wie sehr die beiden ungleichen Männer, die längst über das vierte Jahrzehnt hinaus sind, aneinander hängen.

Banditentreue!

Charles May schließt die Augen. Die Erinnerung ist in ihm frisch wie am ersten Tag. Er sieht in seine Vergangenheit, und er sieht, wie er und Wilson ein Maverick holen. Er sieht auch den Herdenwächter. Und er sieht, wie der Mann auf Wilson anlegt und feuert.

Charles May besaß einmal eine kleine Ranch, kaum groß genug für ihn und die Frau und Joe Wilson, der ihm half. Ella, seine Frau, hatte ein Baby. Sie war einmal Sängerin gewesen. Charles gelang es vier Jahre, seine kleineren Diebstähle vor Ella geheimzuhalten. Seine Tochter sang für ihn dieses Lied, das die Mutter sie gelehrt hatte.

"Let me die in my Valley! In meinem Tale lass mich sterben!&la

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