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Die Insel der Feuerberge von Nicholson, Anne Maria (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2018
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)

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Die Insel der Feuerberge

Im Norden Neuseelands. Mount Ruapehu, der imposanteste Vulkan der Insel, spuckt seit Langem Lava und Asche. Nun aber droht aus dem Kratersee ein gigantischer Schlammstrom hervorzubrechen. Alles würde er auf dem Weg ins Tal unter sich begraben. Vermag die junge Vulkanexpertin Frances einen Weg zu finden, die drohende Katastrophe abzuwenden? Für die einheimischen Maori ist der Berg heilig. Die Wissenschaftler dagegen wollen seine Gewalten um jeden Preis bändigen. Plötzlich steht Frances auch zwischen zwei Männern, die um sie werben und nicht ahnen, dass Frances mit dem Vulkan ein schreckliches Geheimnis verbindet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 01.03.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783962151072
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1718 kBytes
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Die Insel der Feuerberge

Erstes Kapitel

E s ist noch früh am Morgen, als Frances Nelson in Auckland aus dem Flugzeug steigt. Im Gedränge von Hunderten weiterer übernächtigter Fluggäste steht sie am Gepäcklaufband und hält Ausschau nach ihrem marineblauen Koffer; er enthält alles, was sie in dem vor ihr liegenden Jahr brauchen wird, das sie in Neuseeland verbringen will. Mit seinen Kratzern und dem kleinen Riss auf der Vorderseite, den Spuren früherer Reisen, erkennt sie ihn auf Anhieb, als er auf sie zuruckelt. Sie hievt ihn vom Laufband, und als sie ihn auf die Rollen stellt und durch das Gedränge zieht, kommt er ihr angesichts ihres müden Körpers ungewöhnlich schwer vor.

Sie rückt den Gurt ihrer Laptoptasche auf der einen und den ihres kleinen Rucksacks auf der anderen Schulter zurecht und will weitergehen, als ein Beagle ihr den Weg versperrt. Er streift um ihre Beine, schnüffelt an ihr und ihrem Koffer. Sie weiß, dass das sein Job ist, und widersteht der Versuchung, ihn zu streicheln, als er schnüffelnd ihren Koffer inspiziert. Ob er wohl den Geruch der felsigen Wildheit aufgenommen hat, aus der sie kommt? Nachdem der Hund keine Drogen entdeckt hat, verliert er schnell das Interesse und tapst weiter zu einer jungen Frau mit einem holländischen Wappen auf ihrem Rucksack.

Erleichtert, dass ihr Arbeitsvisum offensichtlich in Ordnung ist, passiert Frances anstandslos die Zoll- und Passkontrolle. Nichts erinnert hier an die Anspannung, die sie auf den amerikanischen Flughäfen verspürte, den Zwischenstationen ihrer Reise hierher; keine Wachmänner mit Maschinenpistolen im Anschlag, keiner schleicht misstrauisch um einen herum oder stellt einem Fragen, etwas, was seit dem 11. September Teil des Reisens geworden zu sein scheint. Überhaupt sehen die Menschen um sie herum entspannter aus, eine Mischung aus den weicheren Gesichtszügen der Pazifikbevölkerung und dem britischen Erbe der längst vergangenen Kolonialzeit.

Nachdem sie von Seattle nach Los Angeles geflogen war, döste sie mit vielen Unterbrechungen auf dem Flug nach Neuseeland immer wieder ein. Während das Flugzeug durch einen nicht enden wollenden helllichten Tag und eine noch längere Nacht schwebte, hatte sie zu viele Mahlzeiten eingenommen und zu viele Gläser Wein getrunken, ehe es schließlich in eine fluoreszierende, blutorange Dämmerung stieß. Doch während sie jetzt durch den Terminal schreitet, spürt Frances, wie die Müdigkeit von ihr weicht, und beschließt, sich die eine Nacht im Motel zu sparen und stattdessen die fünfstündige Fahrt in die Berge hinter sich zu bringen.

Sie findet einen Duschraum, und das warme Wasser belebt ihre müden Knochen. Die Arme hoch in die Luft gereckt, steht sie auf den Zehenspitzen und lässt das Wasser über ihr Gesicht strömen, in den Mund und über die kräftigen Glieder, die sich während des langen Flugs verkrampft hatten. Dann rubbelt sie sich mit einem Handtuch ab und kämmt die nassen Strähnen zurück.

Als sie ihr Spiegelbild betrachtet, ist sie zufrieden mit ihrem neuen Stufenhaarschnitt und froh, sich vor ihrer Reise entschlossen zu haben, einige Zentimeter ihrer langen Locken zu opfern. Sie gibt ein paar Tupfer der sündteuren Feuchtigkeitscreme auf das Gesicht, die sie unüberlegt im Flugzeug gekauft hat, und untersucht dann kritisch ihr Gesicht auf neue Falten. Seufzend meint sie eine neue Linie auszumachen, und ihr kommen Zweifel, ob die Wundercreme etwas gegen die Spuren ausrichten kann, die jahrelange Sonneneinstrahlung und Klettern im Hochgebirge auf ihrer Haut hinterlassen haben. Sie streift sich einen sauberen Baumwoll-BH und den dazu passenden Slip über, schlüpft in eine frische Jeans und eine hellblaue Bluse und stopft die schmutzigen Sachen in den Koffer.

Sie ist absichtlich einen Tag früher angereist. Ehe sie ihre Arbeit beim seismologischen Team in Taupo aufnimmt, will sie allein den Mount Ruapehu aufsuchen. Es gibt aber noch einen anderen, einen wichtigeren Grund. So s

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