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Die Kamelien-Insel Roman von Bach, Tabea (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 23.02.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Die Kamelien-Insel

Eine mitreißende Geschichte um eine Erbschaft, eine Liebe und eine Kameliengärtnerei in der Bretagne Sylvia hat ausgesorgt, doch glücklich ist sie nicht in ihrem terminreichen Leben und in ihrer scheinbar perfekten Ehe. Als sie eine Kamelien-Insel in der Bretagne erbt, lässt sie München hinter sich. Aber Sylvias finanztüchtiger Mann hat die Insel bereits zum Verkauf angeboten. So ist man in der Kameliengärtnerei nicht gut auf die unbekannte Erbin zu sprechen. Gefangen vom Zauber der Insel und berührt von der Herzlichkeit der Menschen, gibt Sylvia ihre Identität nicht preis. Als sie sich in Maël verliebt, der als Gärtner auf der Insel arbeitet, wird ihre Lage erst recht kompliziert ... Ein wunderbarer Roman über die wichtigen Dinge des Lebens: Liebe, Mut und Zuversicht. Tabea Bach war Operndramaturgin, bevor sie sich ganz dem Schreiben widmete. Sie wurde in der Hölderlin-Stadt Tübingen geboren und wuchs in Süddeutschland sowie in Frankreich auf. Ihr Studium führte sie nach München und Florenz. Heute lebt sie mit ihrem Mann in einem idyllischen Dorf im Schwarzwald, Ausgangspunkt zahlreicher Reisen in die ganze Welt. Die herrlichen Landschaften, die sie dabei kennenlernt, finden sich als atmosphärische Kulisse in ihren Frauenromanen wieder.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 319
    Erscheinungsdatum: 23.02.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732549979
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Serie: Kamelien-Insel 1
    Originaltitel: Die Kamelien-Insel
    Größe: 1296 kBytes
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Die Kamelien-Insel

1
Die Erbschaft

Der Himmel glühte in feurigen Farben und spiegelte sich tausendfach im Lack der Fahrzeuge, die sich in einer endlosen Kolonne auf der Schnellstraße Zentimeter für Zentimeter voranschoben. Sylvia, die mitten darin in einem Taxi festsaß, konnte das Schauspiel der fedrigen Wolkenformationen, die jeden Augenblick in einem anderen Gelborangeton aufleuchteten, allerdings nicht genießen. Zum hundertsten Mal sah sie auf ihre Armbanduhr, sich darüber bewusst, dass die Zeit unerbittlich weiterlief. Und dass sie es mit ziemlicher Sicherheit nicht mehr rechtzeitig nach Hause schaffen würde.

Sylvia seufzte. Es war jener Freitag, an den ihr Mann Holger sie immer wieder erinnert hatte. Und wie außerordentlich wichtig der Termin dort draußen am Starnberger See für ihn sei. Und dass sie sich unter keinen Umständen verspäten dürfe. Sie hatte extra einen Flug früher genommen, hatte den Termin mit ihrem Auftraggeber fast schon unhöflich kurz gehalten, war zum Flughafen geeilt, hatte eingecheckt und war an Bord gegangen, nur um dort gemeinsam mit den übrigen Passagieren startbereit und angeschnallt mehr als eine Stunde warten zu müssen. In regelmäßigen Abständen hatte sie der Flugkapitän darüber informiert, dass sie die Genehmigung zum Starten noch immer nicht erhalten hatten. Und jetzt standen sie im Stau auf dem Weg in die Münchener Innenstadt.

In diesem Moment hörte man ein Martinshorn, dann ein zweites, ein drittes. Die zweispurige Autokolonne schob sich scheinbar widerstrebend auseinander, um Platz für Polizei und Rettungswagen zu machen.

"Was meinen Sie?", fragte Sylvia, "könnten Sie sich an den dranhängen?" Der Fahrer riss das Steuer herum, trat aufs Gaspedal, sodass Sylvia unsanft gegen ihre Rückenlehne gedrückt wurde, und folgte den Rettungswagen, als gehörte er zu einer Spezialeinheit. Auf einmal ging alles ganz schnell. Unbehelligt passierten sie auf dem Seitenstreifen die Unfallstelle, und zehn Minuten später hielt das Taxi in der Königinstraße. "Das haben Sie großartig gemacht", sagte Sylvia, bezahlte die Rechnung, gab ein großzügiges Trinkgeld und bestellte den Fahrer für den nächsten Morgen um Viertel nach sieben.

"Wo soll die Fahrt hingehen?"

"Wieder zum Flughafen", antwortete Sylvia und lachte, als sie das verdutzte Gesicht des Taxifahrers sah.

Am überquellenden Briefkasten erkannte sie erleichtert, dass ihr Mann noch nicht nach Hause gekommen war. Im Fahrstuhl sah sie den Poststapel kurz durch. Unter dem weißgrauen Einerlei der Geschäftspost stach eine Postkarte aus Venedig mit einer Ansicht der Seufzerbrücke hervor. Sylvia drehte sie um und musste lachen.

Liebste Sylvia , stand da in einer ausdrucksvollen Frauenhandschrift, bereu es ruhig, dass du nicht mitgekommen bist. Ich trinke einen Spritz für dich mit. Baci , Veronika .

Mit einem leisen Klingelton kam der Fahrstuhl zum Stehen. Veronika hatte gut spotten - als Übersetzerin technischer Texte konnte sich ihre Studienfreundin die Arbeit einteilen. Immer wieder quälte sie Sylvia mit den verrücktesten Ideen: Lass uns doch mal nach Venedig fahren und Spaß haben! Bitte, bitte! Nur ein einziges verlängertes Wochenende!

Dass auch Sylvia in der Lage wäre, ihre Arbeitszeiten selbst zu bestimmen, wie Veronika immer wieder völlig richtig bemerkte, war nur in der Theorie der Fall. Tatsächlich schaffte sie es schon seit zwei Jahren nicht mehr, sich auch nur eine einzige Woche freizunehmen.

Während sie die Tür zu ihrer Wohnung, einem großzügigen Penthouse direkt am Englischen Garten, aufschloss, fiel ihr zum Glück noch ein, dass sie Sandra herbestellt hatte. Sie waren einst im selben Mietshaus groß geworden und sozusagen Freundinnen aus Kindertagen. Sandra war Visagistin geworden, und nun half sie Sylvia gelegentlich, sich für die Partys und Empfänge zu stylen, die diese mit ihrem Mann, der ein erfolgreicher Immobilienmakler war, immer wieder z

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