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Die Kanonen von Navarone Thriller Neuerscheinung 2018 von MacLean, Alistair (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.05.2018
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Die Kanonen von Navarone

Ägäis, November 1943: Nach einer missglückten Inselbesatzung sind rund 1200 britische Soldaten vom Feind eingekesselt. Ein Rettungskonvoi ist auf dem Weg, doch thronen über der zu passierenden Meerenge die gigantischen Geschütze der unzerstörbaren Inselfestung von Navarone. Eine Handvoll Spezialisten um Captain Keith Mallory wird ausgesandt, um die Geschütze gezielt auszuschalten. Während der Trupp gegen die Kälte, den Berg und eine feindliche Übermacht ankämpft, ist der größte Gegner jedoch die Zeit: Die Kanonen von Navarone müssen schweigen, bevor die Rettungsschiffe in Schussweite kommen.

Alistair MacLean wurde 1921 in Glasgow, Schottland geboren. 1941 trat er in die Royal Navy ein und verbrachte dort fünf Jahre. Nach dem Krieg studierte er und promovierte in Kunstgeschichte. Bis sein erstes Buch "Die Männer von der Ulysses" zum internationalen Erfolg wurde, leitete MacLean eine Jungenschule. Seitdem haben sich seine Bücher weltweit millionenfach verkauft. Er verstarb 1987 in München.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 02.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959677578
    Verlag: HarperCollins
    Originaltitel: The Guns of Navarone
    Größe: 1248 kBytes
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Die Kanonen von Navarone

2. KAPITEL

Sonntagnacht, 19.00 bis 2.00 Uhr

"Kaffee, Sir?"

Mallory kämpfte sich stöhnend aus den Tiefen des Erschöpfungsschlafes. Unter Schmerzen lehnte er sich langsam in den metallgerahmten Kübelsitz zurück und überlegte verdrießlich, wann die Luftwaffe sich endlich entschließen würde, diese teuflischen Apparaturen zu polstern. Als er ganz wach war, richtete er den Blick unter den schweren, noch müden Lidern mechanisch auf das Leuchtzifferblatt seiner Armbanduhr. Sieben. Erst sieben Uhr - knapp zwei Stunden hatte er also geschlafen. Warum ließen sie ihn denn nicht weiterschlafen?

"Kaffee, Sir?" Der junge Bordschütze stand noch geduldig neben ihm, den umgedrehten Deckel eines Munitionskastens, der als Tablett für die Tassen diente, in der Hand.

"Entschuldige, Junge, entschuldige." Mallory reckte sich mühsam auf seinem Platz hoch und langte nach einer Tasse mit der dampfenden Flüssigkeit, die er anerkennend beroch. "Danke schön. Riecht ja wie echter Bohnenkaffee."

"Ist's auch, Sir." Der junge Schütze lächelte stolz. "Wir haben einen Filtertopf in der Kombüse."

"Einen Filtertopf hat er in der Kombüse!" Ungläubig schüttelte Mallory den Kopf. "Ihr Götter, sind das die Strapazen des Krieges bei der Royal Air Force?" Er lehnte sich zurück, schlürfte genießerisch den Kaffee und seufzte zufrieden. Im nächsten Augenblick war er auf den Füßen, der heiße Kaffee platschte ihm über die nackten Knie, ohne dass er es merkte, als er jetzt durch das Fenster neben seinem Platz starrte. Er sah den Bordschützen an und deutete auf die Gebirgslandschaft, die sich dunkel unter ihnen entrollte.

"Was geht denn hier eigentlich vor? Wir sollen doch erst zwei Stunden nach Dunkelheit da sein, und dabei ist knapp die Sonne untergegangen! Hat der Pilot ...?"

"Das ist Zypern, Sir." Der Bordschütze grinste. "Am Horizont können Sie ganz schwach den Troodos erkennen. Wir fliegen fast immer, wenn's nach Castelrosso geht, in einem großen Zickzack über Zypern. Um der Beobachtung zu entgehen, Sir. Und so kommen wir auch glatt an Rhodos vorbei."

"Um der Beobachtung zu entgehen, sagt er!" In gewichtig gedehnten Silben kamen diese Worte aus dem Kübelsitz schräg hinter Mallory an der anderen Seite des Durchgangs. Der Sprecher lag zusammengebrochen - anders konnte man es nicht nennen - auf seinem Platz, seine knochigen Knie ragten ein Stück übers Kinn hinaus. "Mein Gott! Um der Beobachtung zu entgehen!", wiederholte er entsetzt und ungläubig. "Zickzack über Zypern. Von Alexandria erst mal zwanzig Meilen mit der Barkasse in See, damit uns vom Strand aus keiner im Flugzeug abhauen sieht. Und was dann?" Er rückte die schmerzenden Glieder höher, spähte knapp über den unteren Rand des Fensters hinaus, dann fiel er, sichtlich erschöpft von dieser Anstrengung, wieder zurück. "Und was dann? Dann packen sie uns in eine alte Kiste, die so blendend weiß angemalt ist wie nur möglich, garantiert von einem Blinden auf hundert Meilen erkennbar - besonders jetzt, wo's dunkel wird."

"Das Weiß hält die Hitze ab", sagte der Schütze entschuldigend.

"Die Hitze macht mir keine Kopfschmerzen, junger Mann." Die Sprache klang jetzt noch breiter, noch melancholischer. "Hitze behagt mir. Was mir aber Kopfschmerzen macht, sind die ekelhaften Granaten und MG-Kugeln, die einem an allen möglichen Stellen Luftlöcher schlagen können." Er glitt noch ein paar Zentimeter tiefer in den Sitz, schloss matt die Augen und schien binnen Sekunden eingeschlafen zu sein.

Der junge Bordschütze schüttelte bewundernd den Kopf und sagte lächelnd zu Mallory: "Der und sich Kopfschmerzen machen, was, Sir?"

Mallory lachte und sah dem Jungen nach, wie er vorn in der Führerkabine verschwand. Langsam trank er seinen Kaffee, während er wieder die schlafende Gestalt schräg gegenüber betrachtete. Diese selige Sorglosigkeit war doch großartig. Einen Mann wie Unteroffizier "Dusty" Miller aus den Verein

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