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Die Liebe der Mademoiselle Godard Roman von Hansen, Greta (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.12.2018
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Die Liebe der Mademoiselle Godard

Wenn großes Glück und tiefer Schmerz aufeinandertreffen: "Die Liebe der Mademoiselle Godard" von Bestsellerautorin Tania Schlie als eBook bei dotbooks. Frankreich zu Beginn des 20. Jahrhunderts. Suzanne Godard stammt aus einfachen Verhältnissen und muss sich gegen viele Wiederstände durchsetzen, um ihren Traum zu verwirklichen und Fotografin zu werden. Nun ist für sie endlich die Zeit gekommen, das kleine, verträumte Fayence in der Provence zu verlassen, um in Cannes das Meer zu fotografieren. Doch es ist nicht nur die Unendlichkeit des Himmels und der Wellen, die Suzanne hier den Atem raubt, sondern ein Paar dunkelblaue Augen, das sie mal neugierig, mal herausfordernd und immer liebevoll anblitzt: An der Seite von Robert scheint sie die eine große Liebe gefunden zu haben. Doch dann nimmt der Journalist das Angebot an, von der Jungfernfahrt eines Ozeanriesens zu berichten, der Titanic ... Ein Roman über Aufbruch und Abschied, über Suzannes neues Leben in Paris, über Künstler und Bohemiens - und über die Hoffnung, dass alles, was passiert, Teil eines großen Plans ist, an dessen Ende das Glück auf uns wartet. Jetzt als eBook kaufen und genießen - "Die Liebe der Mademoiselle Godard" von Tania Schlie, ursprünglich veröffentlicht unter dem Pseudonym Greta Hansen und dem Titel "Auf der Suche nach dir". Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Tania Schlie, geboren 1961, studierte Literaturwissenschaften und Politik in Hamburg und Paris. Bevor sie anfing zu schreiben, war sie Lektorin in einem großen Verlag. Heute lebt sie als erfolgreiche Autorin in der Nähe von Hamburg, schreibt Bücher zu kultur- und kunsthistorischen Themen und Romane. Bei dotbooks veröffentlicht Tania Schlie, die auch unter den Namen Greta Hansen und Caroline Bernard erfolgreich ist, die Romane "Die Spur des Medaillons", "Eine Liebe in der Provence", "Elsas Erbe", "Der Duft von Rosmarin und Schokolade", "Der Duft von Sommerregen", "Die Liebe der Mademoiselle Godard", "Ein Sommer in Bonneville", "Zwischen uns der Ozean" und "Die Jahre ohne dich".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 440
    Erscheinungsdatum: 08.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961484331
    Verlag: dotbooks GmbH
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Die Liebe der Mademoiselle Godard

Kapitel 1

Suzanne stellte sich auf die Zehenspitzen, um ihre Augen auf die Höhe des münzgroßen Astlochs in der hölzernen Schuppentür zu bringen. Abwechselnd sah sie mit dem linken und dem rechten Auge hindurch, wodurch sich der Bildausschnitt verschob. Sie sah hinaus in den Garten, wo die Olivenbäume in Reihen auf dem terrassierten Gelände wuchsen. Dicht vor der Tür stand der alte Feigenbaum. Der Blitz hatte den Stamm im letzten Jahr während eines Sommergewitters gespalten, und seitdem trug nur noch die eine Hälfte des Baums Früchte. Die andere war abgestorben.

Sie hob leicht den Kopf und folgte mit dem Blick dem schwarz verkohlten Haupttrieb, der wie ein gichtiger Finger zum Himmel wies. Vor dem leuchtend grünen Gras, das mit weißen Margeriten und rotem Mohn übersät war, wirkte er doppelt tot. Suzanne drehte den Kopf, wobei ihre Nasenspitze über das raue Holz fuhr, und ein neuer Bildausschnitt erschien: Die rechte Hälfte des Baums trug weißrosa Blüten. Suzanne trat von einem Bein auf das andere und betrachtete abwechselnd den Tod und das Leben. Als hätte sie eine der Tafeln vor Augen, die in der Schule im Magazin hingen und mächtige Bäume im Wandel der Jahreszeiten zeigten.

Aber die Schule war für Suzanne, die im Februar siebzehn Jahre alt geworden war, Vergangenheit. An Ostern war sie entlassen worden.

Während sie weiterhin durch das Guckloch spähte, achtete sie darauf, ihre Kleidung nicht zu beschmutzen. In dem niedrigen Anbau, der aus denselben dicken, verputzten Felssteinen bestand wie das Haus und als Remise für Gartengeräte und ausgemusterte Möbel diente, war es staubig, der Fußboden war durch Hühnerkot verunreinigt. Als Kind war Suzanne oft hier gewesen, wenn sie allein sein wollte. Sie wusste selbst nicht, was sie an diesem heißen Tag hier suchte. Vielleicht die verschiedenen Perspektiven, die das merkwürdige Guckloch ihr bot.

"Suzanne! Suzanne Godard, wo bist du? Verflixtes Mädchen, nun komm endlich!"

Suzanne zuckte unwillkürlich zusammen, obwohl sie wusste, dass ihre Tante sie nicht sehen konnte. Sie verließ ihren Rückzugsort und schlug mit der flachen Hand auf die Falten ihres rehbraunen Rocks, für den Fall, dass sich dort doch ein paar Spinnenfäden verfangen haben sollten.

Vor dem Haus wartete ungeduldig, aber wie immer in kerzengerader Haltung, ihre Tante Madeleine. Trotz der Junihitze trug sie über dem schwarzen langärmeligen Kleid eine dunkle knielange Jacke mit Puffärmeln. Das Haar hatte sie rund um den Kopf gelegt, sodass es einem Nest glich, darauf saß ein riesiger, mit dunklen Pompons und Seidenblüten geschmückter schwarzer Hut. Vor der Brust hing wie immer an einer langen Kette das Medaillon, das ein Bildnis ihrer Mutter enthielt und auf der zweiten Seite ein Jesusbild.

Ihre Tante Madeleine war zu pompös gekleidet für den Fünfhundert-Seelen-Ort Fayence. Sie hätte viel eher nach Paris gepasst, in einen der eleganten Teesalons auf der Rue de Rivoli. Suzanne fand, dass Madeleine Mons eine schöne Frau war, auch wenn sie schon fast vierzig Jahre alt war. Trotz der vielen Verehrer, die sie stets umgeben hatten, hatte sie nie geheiratet. Stattdessen war sie nach dem Tod ihrer Schwester bei Suzannes Geburt in das Haus ihres Schwagers gezogen, um sich um ihre Nichte zu kümmern. Madeleines extravaganter Kleidungsstil passte nicht zu ihrer Gottesfürchtigkeit und Unnahbarkeit. Viele in Fayence hielten sie für wunderlich, man tuschelte hinter ihrem Rücken, aber niemand hätte sich getraut, offen über sie zu lachen. Die Leute grüßten sie respektvoll, und die Kinder hatten ein bisschen Angst vor ihr. Ihr einziger Vertrauter im Dorf war der Pfarrer, und sie verpasste keinen Gottesdienst, schon weil sie die Orgel spielte.

Madeleine winkte Suzanne mit einer ungeduldigen Armbewegung zu sich heran.

"Jetzt aber rasch, wir wollen doch nicht zu spät zur Messe kommen."

Suzanne warf einen Blick auf den Turm der Kirche Saint Jean Baptiste, de

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