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Die Liebe kommt an Regentagen Roman von Holmqvist, Karin B. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.03.2019
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Die Liebe kommt an Regentagen

Frosch zum Wachküssen gesucht! Der warmherzige Roman "Die Liebe kommt an Regentagen" von Karin B. Holmqvist jetzt als eBook bei dotbooks. Mit 30 noch ungeküsst? Höchste Zeit, nach den Sternen zu greifen! Erna ist ihren Eltern auf dem kleinen schwedischen Bauernhof die einzige Stütze, für Träumereien oder gar die Liebe blieb ihr bisher keine Zeit. Doch als sie auf einer Nachlassauktion ein altes Buch ersteigert, ändert sich ihr Leben schlagartig: es enthält Briefe voller romantischer Abenteuer - aber wer war das geheimnisvolle Liebespaar? Gemeinsam mit dem charmanten Künstler Börje macht sich Erna auf die Spurensuche - und folgt dem Flüstern des Schicksals, das sie geradewegs in die Arme ihrer großen Liebe führen könnte ... "Eine liebevolle und warmherzige Geschichte." Die schwedische Tageszeitung Ystads Allehanda Jetzt als eBook kaufen und genießen: Der charmante Liebesroman "Die Liebe kommt an Regentagen" von Karin B. Holmqvist. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Karin B. Holmqvist, geboren 1944 im südschwedischen Simrishamn, machte eine kurze Karriere in der Kommunalpolitik und arbeitete anschließend als Sozialarbeiterin. In ihrer Freizeit ist sie Kabarettistin und schreibt Romane sowie Gedichte. Bei dotbooks veröffentlichte Karin B. Holmqvist bereits: 'Schwedischer Sommer''Schwedisches Glück''Villa mit Herz' Weitere Titel sind in Vorbereitung.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 203
    Erscheinungsdatum: 01.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961487103
    Verlag: dotbooks
    Originaltitel: Stenhimlen
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Die Liebe kommt an Regentagen

Kapitel 1

"Schwachkopf, Schwachkopf!" Die Worte bohrten sich wie Messerstiche in Ernas Herz. Tränen sammelten sich unter ihren Lidern, und wie so oft bei ihr brachen die Dämme, und die Tränen strömten über ihre Wangen.

"Es ist eine Gabe, weinen zu können", hatte Pastor Ingvarsson gesagt, als Olle Berg seinen Sohn zu Grabe trug, und Erna war dankbar gewesen für diese Gabe. Aber dass die Tränen so oft und so heftig kamen wie jetzt, war wohl doch nicht Sinn der Sache.

"Schwachkopf, Volltrottel", hallte es noch einmal zwischen den Häusern wider, dann rannten die beiden Jungen davon.

Gott war nicht gerade barmherzig gewesen, als er das Aussehen erschaffen hatte, das Erna mit sich durchs Leben tragen musste. Sie war per Zangengeburt auf die Welt gekommen, und die Hebamme hatte gesagt, dass sich ihr spitzer Kopf im Laufe der Jahre schon zurechtwachsen würde. Aber es war eher umgekehrt gewesen.

Als sie in die Schule kam, hagelte es Spottnamen: Schwachkopf und Volltrottel. Erna hätte sich gewünscht, dass ihre Eltern wenigstens einmal ein Wort darüber verloren hätten. Stattdessen hatte ihre Mutter Viola eine seltsame Mütze nach der anderen gestrickt, und Erna hatte sie aufsetzen müssen.

Mittlerweile war Erna vierunddreißig und wohnte immer noch in ihrem Elternhaus. Die meisten Gleichaltrigen waren in die Stadt gezogen, um zu studieren oder zu arbeiten, aber Erna half ihren Eltern auf dem Bauernhof. Ihr Vater Ernst war an Parkinson erkrankt und schaffte die schwere Arbeit nicht mehr allein. Seine Krankheit hatte zur Folge, dass er manchmal wie betrunken wirkte, wenn er mit unbeholfenen Bewegungen versuchte, seine Aufgaben zu verrichten. Mutter Viola arbeitete ebenfalls auf dem Hof. Außerdem erledigte sie Näharbeiten und verkaufte Eier und Gemüse an den Lebensmittelladen.

Der Hof der Familie lag außerhalb von Kivik, einem kleinen Ort im Süden Schwedens. Bei Ostwind fraß sich das Meer immer mehr ins Land hinein.

"Bald haben wir ein Haus mit direktem Meerblick", hatte Ernst einmal im Scherz gesagt, obwohl ihr Hof ein paar Kilometer von der Küste entfernt lag. Von . ihrem Fenster aus konnte Erna Stenshuvud sehen, die charakteristische Erhebung, die außerdem zum Nationalpark erklärt worden war. Sie genoss es, wenn die Sommergäste in den kleinen Küstenorten einfielen und Künstler und Schriftsteller die kleinen Häuser bevölkerten. Sie bewunderte diese kreativen Menschen und träumte davon, selbst zu malen, etwas zu erschaffen und dem, was in ihr steckte, freien Lauf zu lassen. Doch sie traute sich nicht, ihre Träume in die Realität umzusetzen, denn sie hatte Angst zu versagen.

Wie die meisten jungen Frauen hatte auch sie von einem Mann und einer eigenen Familie geträumt, war sich aber bewusst gewesen, dass ihr Schicksal sie an ihr Zuhause und ihre Eltern fesselte. Als die anderen jungen Leute tanzen gegangen waren, hatte Erna sich in ihrem Zimmer eingeschlossen, hatte gelesen und Radio gehört, denn dumm war sie nicht, ganz im Gegenteil. Nur hatte sie nie zeigen dürfen, was sie konnte.

Sie hatte sich in der Schule nie gemeldet, weil sie Angst gehabt hatte, dass sich die Blicke der anderen auf sie richten könnten. Doch sie hatte immer die richtigen Antworten auf alle Fragen gewusst, und abends stellte sie sich manchmal vor, wie es gewesen wäre, wenn sie aufgestanden wäre und die Fragen des Lehrers klar und deutlich beantwortet hätte.

In der Schule war Erna eine Außenseiterin gewesen und hatte immer davon geträumt dazuzugehören. Nur in der dritten Klasse hatte sie eine Zeit lang eine Freundin gehabt: Alva aus dem Nachbarhaus. Sie und ihre Familie mussten ständig umziehen, wenn ihnen der Gerichtsvollzieher mal wieder auf die Spur gekommen war. In der Schule hatten die anderen sie Pipi-Alva genannt, weil sie nach Urin roch, was an einer zu schwachen Blasenmuskulatur gelegen hatte.

Alva und Erna hatten oft zusammengesessen und einander ihre Träume anvert

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