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Die Luft ist wie Champagner Charmante Geschichten von Schoenle, Annemarie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 26.11.2013
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Die Luft ist wie Champagner

Wenn man Isabella fragte, was sie sich auf der Welt am meisten wünsche, antwortete sie mit unschuldig spöttischem Augenaufschlag und fester Stimme: "Ein schönes Heim und keinen Mann." Nachdem Christian von seinem zukünftigen Schwiegersohn zuerst wenig begeistert war, hat er ihn doch noch ins Herz geschlossen - und wird bei der Hochzeit seiner Tochter ziemlich überrascht ... Stine ist glückliche Hausfrau und Mutter. Als sie Besuch von ihrer alten Freundin Bea bekommt, beginnt sie, diese um ihr Jet-Set-Leben zu beneiden. Außerdem muss sie sich fragen, ob die alte Zuneigung zwischen ihrem Mann und Bea noch immer besteht ... Adrian verliebt sich in seine Lehrerin und wünscht sich nichts sehnlicher, als ihr nah zu sein. Ein Wunsch, der sich bald erfüllt - jedoch auf ungeahnte Art und Weise ... Unvergleichlich charmant erzählt die Bestsellerautorin Annemarie Schoenle von den Höhen und Tiefen des ganz normalen Lebens. Jetzt als eBook: 'Die Luft ist wie Champagner' von Annemarie Schoenle. dotbooks - der eBook-Verlag. Die Romane Annemarie Schoenles werden millionenfach gelesen, zudem ist sie eine der begehrtesten Drehbuchautorinnen Deutschlands (u. a. Grimme-Preis). Sie ist Mutter einer erwachsenen Tochter und lebt mit ihrem Mann in der Nähe von München. Bei dotbooks erschienen bereits Annemarie Schoenles Romane 'Frauen lügen besser', 'Frühstück zu viert', 'Verdammt, er liebt mich', 'Nur eine kleine Affäre', 'Du gehörst mir', 'Eine ungehorsame Frau', 'Ringelblume sucht Löwenzahn' und 'Ich habe nein gesagt' sowie die Erzählbände 'Der Teufel steckt im Stöckelschuh', 'Die Rache kommt im Minirock', 'Die Luft ist wie Champagner' und 'Das Leben ist ein Blumenstrauß'. Die Website der Autorin: www.annemarieschoenle.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 170
    Erscheinungsdatum: 26.11.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955204525
    Verlag: dotbooks
    Größe: 411 kBytes
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Die Luft ist wie Champagner

Ein prachtvoller Bursche

Schon als Christian die Wohnung betrat und seine Schlüssel energisch auf den Tisch warf, wußte er, daß nichts, aber auch gar nichts diesen unerfreulichen Tag erfreulicher machen würde. Schweigend hängte er seinen Mantel auf einen Bügel und sah die Post durch: das Finanzamt würde sich freuen, die Reparaturwerkstätte auch, und Tante Ada schrieb, daß es herrlich sei auf Ischia, da schon die Narzissen blühten und Frau von Wellersborn wieder die Suite neben ihr bewohne.

"Wo ist Susanne?" fragte er seine Frau, die geduldig neben ihm stand und so zierlich und mädchenhaft wirkte wie eh und je.

"Sie geht aus. Mit Thomas."

Christians Gesicht verdüsterte sich. Wie immer, wenn ihm klar wurde, daß seine kleine Susi mit den Rattenschwänzchen und Zahnlücken zu einem ansehnlichen Stück Weib herangereift war, das stundenlang am Telefon kicherte, Puder im Waschbecken verstreute und die langen, blonden Haare in seiner Haarbürste vergaß, dräute es in seinem Inneren, und die Ahnung von Unwiederbringlichem legte sich schwer auf seine Brust.

"Geruht unsere Tochter auch irgendwann einmal zu Hause zu sein? Oder degradiert man uns allmählich zur luxusrenovierten Frühstückspension?"

"Wieso luxusrenoviert?" versuchte Doris abzulenken.

"Haben wir nicht die niedlichen Dachstübchen ausbauen, eine Dusche installieren, Fliesen legen und die Wände mit teuren Tapeten bekleben lassen, nur damit Susanne einen würdigen Rahmen für ihr junges Dasein findet? Und wozu das alles, wenn ich fragen darf, da sie doch nie zu Hause ist, um zu genießen, was wir ihr beschert?" Christians Wortschatz wurde unermeßlich blumig, wenn er sich ärgerte.

"So schlimm ist es doch gar nicht, mein Lieber."

"Es ist schlimmer. Ein Klappbett im Gästezimmer hätte es auch getan, wenn du mich fragst."

"Ich frage dich aber nicht." Doris lächelte ihn an und setzte dann hinzu: "Sie ist eben verliebt."

"Zum wievielten Male?"

"Sie will heiraten."

"Was will sie?"

"Sie will heiraten."

Der Druck auf Christians Brust wuchs. "Wen?"

"Thomas Heldmann."

"Wer ist Thomas Heldmann?" fragte er mit flacher Stimme, obwohl er ganz genau wußte, wer der Kerl war. "Doch nicht dieser kleine Pickelige, der immer unaufgefordert in unser Wohnzimmer stürmt und uns erklärt, daß jeder über vierzig ein reaktionärer Schlaffi sei, der seine Freßleiste, sprich seinen Mund, nur mehr dazu verwende, sinnlos herumzulabern?" Christian lachte böse auf. "Oder vielleicht dieser große Blonde, der beim Kreuzworträtsel Luther für einen Popmusiker hielt und den laufend Kultur und Bildung verfolgen, ohne ihn je einzuholen?"

"Die beiden sind längst passé."

"Ach! Sind sie das? Nun, dann wird es wohl dieser bärtige Riese sein, der mir ständig auf die Schultern klopft und ›Wird schon werden, alter Junge!‹ röhrt."

"Das ist der Heizungsmonteur. Du hast ihn selbst gerufen, weil der Regler im Keller kaputt war, erinnerst du dich?"Doris Augen begannen zu glänzen. "Nein. Thomas ist ein netter junger Mann, angenehm, höflich und bescheiden. Er hängt als einziger seinen Mantel ordentlich auf einen Bügel, sagt ›Guten Tag‹, ohne Kaugummi zu kauen, und hat mir sogar schon einmal Blumen mitgebracht. Und obendrein ist er erfreulich ruhig und zurückhaltend."

"Ach so! Du meinst den Stummen!"

"Er

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