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Die Mondschwester Roman - Die sieben Schwestern 5 von Riley, Lucinda (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 12.11.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Die Mondschwester

Tiggy d'Aplièse hat sich schon als Kind mit Hingabe um kranke Tiere gekümmert. Auch jetzt, als junge Zoologin, ist die Beschäftigung mit Tieren ihre Erfüllung. Als sie das Angebot erhält, auf einem weitläufigen Anwesen in den schottischen Highlands Wildkatzen zu betreuen, zögert sie nicht lange. Dort trifft sie auf Chilly, einen weisen, alten Zigeuner aus Andalusien. Es ist eine schicksalhafte Begegnung, denn er hilft Tiggy, die ein Adoptivkind ist, das Geheimnis ihrer Herkunft zu lüften. Sie reist nach Granada, wo sie dem ebenso glamourösen wie dramatischen Lebensweg ihrer Großmutter Lucia folgt, der berühmtesten Flamenco-Tänzerin ihrer Zeit. Und Tiggy versteht endlich, welch großes Geschenk ihr zur Stunde ihrer Geburt zuteil wurde ...

Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben - und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman "Das Orchideenhaus" stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern an der englischen Küste in North Norfolk und in West Cork, Irland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 672
    Erscheinungsdatum: 12.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641201944
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: The Moon Sister
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Die Mondschwester

I

"Nie werde ich vergessen, wo ich war und was ich tat, als ich hörte, dass mein Vater gestorben war."

"Ich weiß auch noch genau, wo ich war, als der meine starb."

Charlie Kinnaird musterte mich mit einem intensiven Blick seiner blauen Augen.

"Und, wo waren Sie?"

"In Margarets Wildtierschutzgebiet. Ich habe Rotwildkot geschippt. Natürlich hätte ich mir eine passendere Umgebung gewünscht, aber so war's nun mal. Letztlich ist es auch okay. Obwohl ..." Ich schluckte und fragte mich, wie um Himmels willen wir in diesem Bewerbungsgespräch auf Pa Salts Tod gekommen waren. Schon als Dr. Charlie Kinnaird die stickige Krankenhauskantine betreten hatte, war mir aufgefallen, dass sich die Augen aller auf ihn richteten. Mit seiner schlanken, eleganten Figur, den welligen dunkelbraun-rötlichen Haaren und dem grauen Anzug wirkte er nicht nur attraktiv, sondern besaß natürliche Autorität. Einige der Klinikangestellten hatten ihm respektvoll zugenickt. Als er mir zur Begrüßung die Hand hinstreckte, hatte so etwas wie ein kurzer Stromschlag meinen Körper durchzuckt. Nun, da Charlie Kinnaird mir gegenübersaß, beobachtete ich, wie seine langen Finger nervös mit einem Pager herumspielten.

"'Obwohl' was, Miss d'Aplièse?", hakte Charlie in leicht schottischem Tonfall nach.

"Ähm ... ich bin mir nicht sicher, ob Pa wirklich tot ist. Er muss tot sein, denn er ist verschwunden und würde seinen Tod bestimmt nicht vorspielen - schließlich wüsste er, wie viel Schmerz er seinen Mädchen damit zufügen würde -, aber ich habe das Gefühl, dass er ständig in meiner Nähe ist."

"Eine völlig normale Reaktion", erklärte Charlie. "In Gesprächen mit Hinterbliebenen höre ich immer wieder, dass sie die Anwesenheit geliebter Menschen auch nach deren Tod noch spüren."

Er als Arzt musste es wissen, denn er hatte beruflich häufig mit dem Tod und trauernden Angehörigen zu tun.

"Merkwürdig", meinte er seufzend, nahm den Pager von der Kunstharzoberfläche des Tischs und drehte ihn zwischen den Fingern. "Wie ich gerade erwähnt habe, ist auch mein Vater vor Kurzem gestorben, und ich werde von Albträumen geplagt, dass er aus dem Grab heraussteigt!"

"Sie standen einander also nicht nahe?"

"Nein. Er war mein biologischer Vater, doch da endet unsere Beziehung auch schon. Sonst hatten wir keine Gemeinsamkeiten. Bei Ihnen ist das offenbar anders."

"Ja, obwohl meine Schwestern und ich als Babys von ihm adoptiert wurden und wir folglich nicht blutsverwandt mit ihm sind. Trotzdem habe ich ihn sehr geliebt. Er war ein erstaunlicher Mensch."

"Was nur beweist, dass die Biologie im Verhältnis zu unseren Eltern nicht die Hauptrolle spielt. Es ist so etwas wie eine Lotterie, nicht wahr?"

"Das glaube ich nicht", widersprach ich. "Meiner Ansicht nach finden wir einander aus einem bestimmten Grund, egal, ob blutsverwandt oder nicht."

"Sie denken also, alles ist vorherbestimmt?" Er hob spöttisch eine Augenbraue.

"Ja, doch ich weiß, dass die meisten Menschen mir da nicht beipflichten würden."

"Ich leider auch nicht. Als Kardiologe beschäftige ich mich tagtäglich mit dem menschlichen Herzen, das angeblich der Sitz der Gefühle und der Seele ist. Ich muss es als großen Muskel betrachten, der oft nicht richtig funktioniert. Man hat mir beigebracht, die Welt rein wissenschaftlich zu sehen."

"Ich glaube, auch in der Wissenschaft ist Raum für Spiritualität", entgegnete ich. "Es gibt so viele Dinge, für die die Wissenschaft keine Erklärung hat."

"Sie haben recht, aber ..." Charlie warf einen Blick auf seine Uhr. "Irgendwie sind wir vom Thema abgekommen, und ich muss in fünfzehn Minuten auf Station sein. Entschuldigen Sie, wenn ich mich wieder unserem eigentlichen Thema zuwende. Was hat Margaret Ihnen über das Kinnaird-Anwesen gesagt?"

"Dass es sich um eine sechzehntausend Hektar große Wildnis handelt und Sie jemanden brauc

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