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Die Prärie - Natty Bumppo der Indianer Die Steppe: Western-Klassiker (Der dritte Band des fünfteiligen Lederstrumpf-Zyklus) von Cooper, James Fenimore (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 28.10.2014
  • Verlag: e-artnow
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Die Prärie - Natty Bumppo der Indianer

Dieses eBook: 'Die Prärie - Natty Bumppo der Indianer' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Die Prärie ist ein 1827 veröffentlichter Abenteuer und Gesellschaftsroman des amerikanischen Schriftstellers James Fenimore Cooper. Die Prärie erschien als der dritte Band des fünfteiligen Lederstrumpf-Zyklus. Zum Inhalt: Im Jahr 1804 reist der wegen illegaler Landnahme aus Kentucky geflohene Ishmael Bush mit seiner Großfamilie in mehreren Planwagen durch die Prärie westlich des Mississippis. Zum Treck gehören Ismaels Frau Esther, ihre 14 Kinder, Ellen Warde die Nichte von Esthers verstorbenem erstem Mann, Esthers Schwager Abiram White und der Arzt und Naturforscher Dr. Obet Bat. Die Gruppe trifft den circa 80 jährigen Trapper Natty Bumppo der zusammen mit seinem Hund in der Prärie lebt. Dieser führt die Gruppe zu einem geeigneten Lagerplatz. Als die Siedler anfangen einige Bäume zu fällen, zieht es Bumppo vor außerhalb des Lagers zu bleiben da er den zunehmenden Siedlerstrom aufgrund des Louisiana Purchase sehr kritisch sieht. Der Trapper überrascht Ellen die sich mit ihrem heimlichen Verlobten dem Imker Paul Hoover trifft. James Fenimore Cooper (1789-1851) war ein amerikanischer Schriftsteller der Romantik. Cooper ist in vielerlei Hinsicht eine Schlüsselfigur der amerikanischen Literatur. Neben Washington Irving war er der erste amerikanische Schriftsteller, der von seinen Büchern leben konnte. Er blieb bis weit in das 20. Jahrhundert hinein auch in Europa der wohl meistgelesene.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 460
    Erscheinungsdatum: 28.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026825838
    Verlag: e-artnow
    Größe: 845 kBytes
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Die Prärie - Natty Bumppo der Indianer

Zweites Kapitel.

Inhaltsverzeichnis

"Auf mit dem Zelt! Hier will ich ruh'n die Nacht; -
Wo morgen denn? - Es ist mir Alles eins."

Richard der Dritte.

Die Wanderer entdeckten bald die gewöhnlichen, nie trügenden Zeichen, daß die verschiedenen Erfordernisse ihrer Lage nicht mehr weit zu suchen seien. Ein klarer sprudelnder Quell brach aus der Seite des Abhangs hervor, vereinigte seine Wasser mit andern kleinen Quellen in der Nähe und bildete einen Bach, den das Auge leicht Meilen weit über die Steppe hin verfolgen konnte, - häufiges Blätterwerk und Grün, das im Bereich seiner Frische überall emporwuchs, bezeichnete hinlänglich seinen Lauf. Hierher nun nahm der Fremde seinen Weg, und eifrig folgten ihm die willigen Gespanne, deren Instinct sie Erfrischung und Ruhe von Arbeit voraussehen ließ.

Als er, wie ihm dünkte, eine passende Stelle erreicht, machte der alte Mann Halt, und schien mit forschendem Blick zu fragen, ob der Ort die nöthigen Bequemlichkeiten besitze. Der Führer der Auswanderer warf wie ein Sachverständiger seine Augen umher, und untersuchte die Stelle mit dem Scharfblick eines Mannes, der im Stande ist, eine so schwierige Sache zu beurtheilen, obgleich ganz auf die zögernde, schwerfällige Weise, die ihm selten erlaubte, eine unmännliche Übereilung zu verrathen.

"Ah, hier mag's geh'n," sagte er, als ihn seine Untersuchung befriedigt; "Jungen, ihr saht die Sonne sinken; geht an's Werk!"

Die jungen Leute zeigten sich gegen den Auftrag gehorsam; der Befehl, denn nach Ton und Weise war es einer, ward in der That mit Ehrfurcht aufgenommen, aber die einzige Bewegung war, daß ein oder zwei Aexte von den Schultern auf den Boden fielen, während ihre Eigenthümer fortfuhren, den Ort mit ausdruckslosen, gleichgültigen Augen zu betrachten. Mittlerweile entlud sich der ältere Auswanderer, der die Antriebe kannte, durch welche sich seine Kinder leiten ließen, seines Ranzens und Gewehrs, und schickte sich, unterstützt von dem Manne, der, wie wir erwähnt, so schnell nach der Flinte griff, allmählich an, die Thiere auszuspannen.

Endlich bewegte sich der älteste von den Söhnen schwerfällig vorwärts, und trieb ohne einige Anstrengung, wie es schien, seine Axt bis an das Heft in das zarte Holz eines Baumwollenbaums; dann stand er einen Augenblick und betrachtete die Wirkung seines Hiebs mit der Art Verachtung, womit etwa ein Riese auf den kraftlosen Widerstand eines Zwerges herabsehen würde; schwang von Neuem seine Waffe mit der Grazie und Geschicklichkeit um's Haupt, mit der ein Fechtmeister seinen edleren, obgleich weniger nützlichen Degen bewegt, trennte schnell den Stamm des Baumes und brachte die schlanke Krone, den Preis seiner Geschicklichkeit, zur Erde. Seine Gefährten hatten den Vorgang mit ruhiger Gleichgültigkeit mit angesehen, bis der Stamm auf dem Boden vor ihnen dalag; jetzt erst, als wäre ein Zeichen zu allgemeinem Angriff gegeben worden, gingen sie in Masse an's Werk und befreiten in so kurzer Zeit und mit einer Geschicklichkeit, die einen unkundigen Zuschauer erstaunt haben würde, eine geringe aber hinlängliche Stelle von der Waldlast, - so kräftig und fast so schnell, als ob ein Sturmwind darüber hingegangen wäre.

Der Fremde war ein stiller, aber aufmerksamer Beobachter ihres Thuns gewesen. Als Baum auf Baum rauschend herunter kam, warf er seine Blicke aufwärts, sah traurig nach dem leeren Raum, den sie am Himmel ließen und wandte sich endlich mit einem bittern Lächeln weg, als wolle er seinen Unwillen nicht auf eine vernehmlicher Weise auslassen. Als er sich durch die Gruppen der geschäftigen Kinder, die schon ein lustiges Feuer angezündet hatten, durchdrängte, ward die Aufmerksamkeit des alten Mannes zunächst auf die Bewegungen des Führers der Auswanderer und seines wilden G

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