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Die Rose des Südens Roman - Die Rose-Saga 2 von Cooper, Heather (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.10.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Die Rose des Südens

Im Herbst 1862 überqueren Eveline und Thomas Armitage den Atlantik. In Amerika soll Thomas als Chefingenieur für die Eisenbahn arbeiten. Obwohl dort der Bürgerkrieg wütet, imponiert Eveline das aufregende New York. Hier kann sie unabhängig sein, und sie findet Anstellung in einem Fotostudio, dessen Besitzer Samuel und Joseph sie schnell ins Herz schließt. Doch als Thomas in den Südstaaten verschwindet, wo das Schienennetz zur Unterstützung der Unionstruppen ausgebaut wird, muss sich Eveline, als Kriegsfotograf getarnt, mit Sam und Joe auf eine abenteuerliche Reise begeben, um ihren geliebten Mann zu finden ... Heather Cooper wuchs im Norden Englands auf. Sie hat zwei erwachsene Kinder und lebt auf der Isle of Wight. "Die Zeit der Rose" ist ihr erster Roman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 15.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641205485
    Verlag: Goldmann
    Serie: Rose-Trilogie .2
    Originaltitel: A Shape in the Moonlight
    Größe: 3448 kBytes
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Die Rose des Südens

Kapitel 2

Greenwich Street

Es war früher Abend, als sie von Bord gingen. Eveline hatte den Eindruck, dass die Erde unter ihren Füßen schwankte, als sie zusammen mit den über zweihundert weiteren Passagieren durch den großen Torbogen des Castle Garden Forts stakste. Die Sprachen, die sie auf dem Schiff vernommen hatte - Irisch, Deutsch, Englisch, Schottisch, Italienisch -, schwollen zu einem babylonischen Stimmengewirr an, das in der großen Empfangshalle widerhallte. Die Menschen standen Schlange, holten ihr Gepäck ab, legten Papiere vor oder erklärten, warum sie keine hatten. Eveline fragte sich, was die einzelnen Personen wohl bewogen hatte, solch eine weite Reise anzutreten. Vielleicht wollten sie, wie sie und ihr Ehemann, ein neues Leben beginnen und ein großes Abenteuer erleben. Oder sie flohen vor Hunger und Verfolgung, besuchten jemanden, packten eine Gelegenheit beim Schopfe oder erfüllten sich einen Traum.

Thomas nahm ihre Hand, steckte sie unter seinen Arm und schritt auf einen untersetzten, freundlich wirkenden Mann mit einem großen Hut zu. Der Mann winkte.

"Tom, mein werter Freund, es ist so schön, Sie wiederzusehen. Und das muss Mrs Armitage sein, nehme ich an?" Er schüttelte ihnen beiden herzlich die Hand.

"Dies ist Abraham Clemens, Eveline. Mit ihm habe ich mich in London getroffen, um über meinen Vertrag mit der Eisenbahngesellschaft zu reden", erklärte Thomas ihr.

"Seien Sie herzlich willkommen, Ma'am", sagte Mr Clemens. "Sie werden sicher müde sein von der langen Reise?"

"Überhaupt nicht, Mr Clemens", erwiderte Eveline. "Die Reise war herrlich. Obwohl der Boden unter meinen Füßen immer noch zu schwanken scheint."

Er lachte. "Mir ging es genauso, als ich letzte Woche zurückkam. Ein bisschen Ruhe, ein schönes Abendessen und eine Mütze voll Schlaf werden Ihre Lebensgeister wieder wecken. Kommen Sie, lassen Sie uns die Formalitäten erledigen, dann sitzen wir in null Komma nichts beim Dinner am Broadway. Sind das Ihre Sachen? Sie reisen ja wirklich mit leichtem Gepäck, muss ich sagen."

"Wir haben uns Mühe gegeben", sagte Eveline. "Allerdings steckt in dieser Kiste meine Kamera. In eine kleinere hatte sie nicht hineingepasst, tut mir leid, Mr Clemens."

"Eine Kamera? Ihre Kamera? Nun, meine Liebe, Sie sind der Zeit voraus. Mir war gar nicht klar, dass die jungen englischen Damen so fortschrittlich sind. Aber nennen Sie mich doch bitte Abe. Alle tun das. Wir sind hier nicht so förmlich wie die Leute im Land unserer Vorväter."

"Äußerst vernünftig", sagte Eveline. "Ich glaube, ich werde mich in Amerika wohlfühlen."

Thomas und Eveline würden bei Abraham Clemens und seiner Frau wohnen, bis sie eine eigene Unterkunft fanden. Das Haus der Clemens, das in einer breiten, eleganten Straße namens Greenwich Street lag, war ein großes, aus braunem Backstein errichtetes Gebäude; die hoch gelegene Eingangstür erreichte man über eine steile, imposante Treppe. Die Wohnräume waren groß, hell und geschmackvoll möbliert, mit hohen Spiegeln, riesigen gepolsterten Sofas, glänzenden Tischen und üppigen Vorhängen. Alles wirkte neu und elegant. Eveline und Thomas wurden in ein luftiges Schlafzimmer im Obergeschoss geführt.

"Die gesamte Etage steht Ihnen zur Verfügung, solange Sie sie brauchen", sagte Abraham. "Fühlen Sie sich ganz wie zu Hause. Später feiern wir Ihre Ankunft mit dem versprochenen Dinner."

Mit diesen Worten ließ er sie alleine, damit sie sich umsehen, ihr Gepäck auspacken und den Blick über die hohen Dächer auf den breiten Fluss genießen konnten.

"Das ist überwältigend!", sagte Eveline. "Da sind wir nun, Thomas. In New York! In der Neuen Welt. Was für nette Gastgeber. So ein riesiger Raum, und alles ganz neu und frisch hergerichtet. Wir haben sogar ein eigenes Bad! Hast du je von so etwas gehört?"

"Und erst das Bett", sagte Thomas. "Das ist vermutlich doppelt so breit wie das breiteste Be

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