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Die Schatten von La Rochelle & Die Söhne der Wölfin Zwei Romane in einem Band von Kinkel, Tanja (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.12.2015
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
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Die Schatten von La Rochelle & Die Söhne der Wölfin

Die Schatten von La Rochelle Leidenschaft, Rache und ein düsteres Geheimnis in der Vergangenheit: Tanja Kinkels Bestseller 'Die Schatten von La Rochelle' als eBook bei dotbooks. Welchen Preis muss man zahlen für Liebe, Loyalität und das eigene Glück? Frankreich im Jahre 1640. Die schöne und gebildete Herzogin Marie hat gelernt, ihre Gefühle hinter einer Maske aus Disziplin und kühler Gelassenheit zu verbergen. Dann aber lernt sie den mysteriösen Paul D'Irsdmasens kennen. Zum ersten Mal in ihrem Leben möchte sie sich fallen lassen, einem Mann ohne Wenn und Aber vertrauen. Doch sind Pauls Gefühle echt oder sucht er nur Maries Nähe, um an ihren Onkel heranzukommen? Armand de Richelieu, Kardinal und Erster Minister Ludwigs XIII., ist ein Mann, den viele hassen - und der nur eine einzige Schwäche hat: Marie. Die Presse über Tanja Kinkels 'Die Schatten von La Rochelle': 'Mit 19 der erste Roman und heute Millionenauflagen. Sie schreibt solide historische Romane. So solide, dass sogar ein Kritiker der Neuen Zürcher Zeitung sich begeisterte: 'Ein flott geschriebenes, achtbares Stück seiner Gattung.' Die Leser nehmen's einfach: Sie kaufen und genießen.' Die ZEIT Die Söhne der Wölfin Der Glanz der Macht, das Feuer des Ehrgeizes und das Herz einer Frau: Tanja Kinkels Bestseller 'Die Söhne der Wölfin' jetzt als eBook bei dotbooks. Sie ist die Tochter eines Königs und Priesterin einer Göttin, Opfer und Täterin zugleich. Als man die etruskische Prinzessin aus ihrer Heimat verbannt, beginnt für sie das Abenteuer ihres Lebens: Ilian bringt zwei Söhne zur Welt, denen sie die Namen Romulus und Remus gibt. Den beiden soll gelingen, was ihr verwehrt blieb: Sie sollen herrschen! Doch wer nach den Sternen greift, braucht einen mächtigen Verbündeten - und nur das Orakel von Delphi kann Ilian helfen, den kühnen Plan zu verwirklichen. Aber die Gunst des Orakels hat einen hohen Preis. Und so muss Ilian als seine Spionin in das ferne Ägypten reisen, mitten hinein in den Krieg dreier Völker ... Die Presse über 'Die Söhne der Wölfin': 'Wieder zaubert Tanja Kinkel opulente Bilder vom Leben in vergangenen Zeiten. Das tut sie auf bewährte Art: wohl recherchiert und mit feinem Gespür für ihre Figuren.' BRIGITTE - 'Geradezu meisterhaft zeichnet Kinkel die verschiedenen Charaktere nach. Ein historischer Roman von seltener Eindringlichkeit, in dem nicht nur die geschichtliche Handlung, sondern auch und vor allem die Psychologie der Charaktere auf großartige Weise verdeutlicht wird.' FOCUS Tanja Kinkel, geboren 1969 in Bamberg, studierte in München Germanistik, Theater- und Kommunikationswissenschaft und promovierte über Aspekte von Feuchtwangers Auseinandersetzung mit dem Thema Macht. 1992 gründete sie die Kinderhilfsorganisation Brot und Bücher e.V, um sich so aktiv für eine humanere Welt einzusetzen (mehr Informationen: www.brotundbuecher.de). Tanja Kinkels Romane wurden in mehr als ein Dutzend Sprachen übersetzt und spannen den Bogen von der Gründung Roms bis zum Amerika des 21. Jahrhunderts. Bei dotbooks veröffentlichte Tanja Kinkel ihre großen Romane 'Die Söhne der Wölfin', 'Im Schatten von La Rochelle' und 'Unter dem Zwillingsstern' sowie ihre Erzählungen 'Der Meister aus Caravaggio', 'Reise für Zwei' und 'Feueratem', die auch in gesammelter Form vorliegen in 'Gestern, heute, morgen'. Weitere Titel sind in Vorbereitung. Die Autorin im Internet: www.tanja-kinkel.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1005
    Erscheinungsdatum: 01.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958245709
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1447 kBytes
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Die Schatten von La Rochelle & Die Söhne der Wölfin

Kapitel 1

Charlotte Dieudonnée hatte lange in der Rue Saint Honoré gewartet, ehe sie das Palais Cardinal betrat. Sie war viel zu früh gekommen, aber sie hatte nicht gewagt, vor dem Zeitpunkt vorzusprechen, der ihr genannt worden war.

Es überraschte sie ohnehin, daß die Herzogin von Aiguillon sie persönlich zu sehen wünschte. Gewöhnlich überließen vornehme Damen die Einstellung ihres Personals dem Haushofmeister; die Herzogin von Elbeuf hatte es gewiß so gehalten. Unwillkürlich straffte sie die Schultern; die Stäupung lag nun lange genug zurück, aber sie spürte immer noch die Schläge auf ihren Schultern, als sei es gestern gewesen.

Während sie Le Val, dem Lakai, dem sie es verdankte, daß man sie heute hier empfing, durch die Gänge des Palais Cardinal folgte, nagte der Hunger an ihr. Sie wußte nicht, wann sie zum letzten Mal gegessen hatte; was ihr an Geld verblieben war, hatte dazu gedient, ihr Kleid zu waschen und aufzubessern, damit sie auf die Herzogin einen guten Eindruck machte. Um das hohle Gefühl im Magen zu vergessen, hob sie den Blick von Le Vals eilig klackenden Schuhen, die vor ihr herschritten, und schaute sich um.

Sie hatte noch nie so viele Bilder hintereinander gesehen; auch kleine weiße Statuen gab es, aber im Vorbeigehen konnte sie keine erkennen, die wie ein Heiliger oder ein Engel aussah. Das bestätigte, was Annette d'Elbeuf ihr von der Gottlosigkeit des Mannes erzählt hatte, dem das Palais gehörte und den Madame d'Elbeuf nur als "diesen furchtbaren Priester" bezeichnete. Aber so vieles, was Annette und Madame behauptet hatten, waren Lügen gewesen, daß es sie nicht wundern würde, wenn sich seine Eminenz, der Kardinal Richelieu, als frommer Einsiedler erwies. Außerdem war sie inzwischen fast bereit, im Haus des Antichristen selbst zu dienen.

Le Val blieb vor einer Tür stehen und drehte sich um. "Du bist dünner geworden", sagte er. "Und noch kleiner." Charlotte schoß das Blut in die Wangen. Sie wußte genau, worauf er jetzt anspielte, und sah sich, wie er sie gesehen hatte: mit entblößtem Oberkörper und kurzgeschorenen Haaren, während sie ihre Strafe empfing. Irgendwie fand sie den Mut, ihm zu antworten. "Wenn dir dein Angebot leid tut, dann laß es doch."

"Nein, nein, ich bleibe dabei", gab er spöttisch zurück. "Schließlich seid ihr Mulattinnen selten, und es täte mir leid, wenn ich dich in ein paar Monaten auf dem Pont-Neuf wiederfände, nachdem jeder dich schon gehabt hat."

Früher, in der unbekümmerten Selbstsicherheit ihrer Stellung als Annettes Ziehschwester und Freundin, hätte sie ihn dafür ins Gesicht geschlagen, oder vielleicht hätte sie auch nur darüber gelacht und wäre fortgegangen, wie sie es einmal getan hatte, als er zum ersten Mal andeutete, was er von ihr wollte. Jetzt wußte sie, daß er recht hatte. Noch ein paar Monate, und sie würde sich verkaufen und Glück haben, wenn es Männer gab, die für eine freie Mulattin wegen ihres exotischen Reizes mehr zahlten als für jedes andere Straßenmädchen.

"Nun komm", sagte Le Val, während er beobachtete, wie sie ihren Zorn hinunterschluckte, "Madame wartet."

Er klopfte, öffnete die Tür und sagte mit einer Stimme, der völlig der Poiteviner Akzent fehlte, mit dem er sonst redete: "Madame, das Mädchen, von dem ich sprach, ist hier."

Charlotte machte einen Schritt nach vorne, versank sofort in einen Knicks und starrte auf den Boden, bis eine kühle, gleichmäßige Stimme sie aufforderte: "Komm näher."

Erst dann gestattete sie sich, während sie sich langsam erhob, einen ersten Blick auf die Nichte des Kardinals.

Marie de Vignerot, Herzogin von Aiguillon, stand hinter einem breiten, ausladenden Tisch mit geschwungenen Beinen, und als erstes fiel Charlotte auf, daß sie beide etwa die gleiche Größe haben mußten, denn sie konnte ihr direkt in die Augen sehen, während sie sich näherte. Dann bemerkte sie mit dem geübten Auge einer Zofe, die an Annettes prächtige Rob

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