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Die spanische Tänzerin Roman von Sinclair, Alli (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.09.2017
  • Verlag: Aufbau-Verlag
eBook (ePUB)
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Die spanische Tänzerin

Die Melodie unseres Herzens. Spanien, 1944: Katarina ist passionierte Flamenco-Tänzerin. Für den Tanz hat sie alles aufgegeben, was ihr wichtig war, ihre Familie und ihre große Liebe. Als sie Raúl eines Tages wiedertrifft, gelingt es ihr, zu den Klängen seiner Gitarre die wahre Leidenschaft des Tanzes zu verkörpern. Doch dann wird ihr Glück immer stärker durch die Schrecken der Diktatur Francos bedroht. Haben sie den Mut, für die Freiheit zu kämpfen? Im Jahr 2016 reist Charlotte nach Granada, um die Herkunft eines Gemäldes zu klären, das ihre Großmutter als junges Mädchen von ihrem Vater geschenkt bekam. In der pulsierenden Stadt des Flamenco stößt sie dabei nicht nur auf eine verstörende Wahrheit, sondern muss sich auch selbst die Frage stellen, wie weit sie bereit ist, für die Liebe zu gehen - und für ihre eigene Freiheit. 'Ein Liebeslied an den Flamenco, eine Ode an alle Frauen, die im Tanz ihren Freiheitswillen und ihre Weiblichkeit ausdrücken.' Nina George. Alli Sinclair, verbrachte lange Zeit in Nepal, Argentinien und Peru. Ihre große Leidenschaft ist der spanische und lateinamerikanische Tanz. Für ihre Bücher wurde sie mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 464
    Erscheinungsdatum: 15.09.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841213846
    Verlag: Aufbau-Verlag
    Originaltitel: Under the Spanish Stars
    Größe: 3024 kBytes
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Die spanische Tänzerin

Charlotte hielt den Stoffbeutel, in dem sie das Bild ihrer Großmutter sicher verstaut hatte, fest umschlossen und lief über den Campus der Escuela de Bellas Artes . Ihr Herz klopfte, während sie geschickt den Studenten auswich, die auf den Grünflächen in der Sonne lagen, lasen oder in Gespräche vertieft waren. Gerne hätte sie für einen Moment innegehalten, um das intensive Blau des Himmels, die hell blühenden Gardenien und die Sonne zu genießen, die ihre Haut wärmte. Aber sie hatte keine Zeit zu verlieren.

Sie hastete die Eingangstreppe hinauf und öffnete die Jugendstiltür des Hauptportals. Die kleinen Fenster der Eingangshalle ließen nur wenig Sonnenlicht herein, so dass das Foyer und der angrenzende Flur in trübe Dunkelheit getaucht waren. Charlotte blinzelte und versuchte im Gehen die Namensschilder an den Türen zu entziffern.

Dann atmete sie auf. Hier war es. Vorsichtig klopfte sie an die Bürotür.

Keine Antwort.

Sie klopfte erneut und wollte sich schon damit abfinden, vor Professor Fonsecas Tür warten zu müssen, als sie Absätze auf den Holzdielen des langen Ganges klappern hörte. Eine zierliche Frau in Hosenanzug und mit akkurat geschnittener Bobfrisur kam ihr entgegen.

"Entschuldigen Sie, sind Sie Professor Fonseca?", fragte Charlotte und strich nervös ihre Hose glatt.

"S" , antwortete die Frau, während sie die Tür aufschloss. Dann drehte sie sich um, runzelte die Stirn und blickte über den Rand ihrer schwarzgerahmten Brille. "Um sich zu meinen Kursen anzumelden, müssen Sie sich an die Abteilung für die Zulassung ausländischer Studenten wenden. Ich kann Ihnen nicht helfen."

"Oh, deshalb bin ich nicht hier." Charlotte öffnete den Knoten des Stoffbeutels und wollte gerade das Bild herausnehmen, als die Professorin sie mit einer ungeduldigen Handbewegung unterbrach. "Bemühen Sie sich nicht. ¡Por Dios! Estoy cansada de esto. "

Charlotte atmete tief ein und nahm allen Mut zusammen. "Es tut mir leid, dass sich so viele Studenten unangemeldet an Sie wenden, aber bei mir ist es etwas anderes ..."

"Das behauptet jeder. Egal was es ist, ich habe jetzt keine Zeit. In einer halben Stunde habe ich eine Vorlesung, und den Rest der Woche bin ich beschäftigt. Kommen Sie nächsten Mittwoch wieder. Elf Uhr."

"Bitte." Charlotte hätte die Professorin am liebsten am Arm festgehalten. "Meine abuela hatte einen schweren Herzinfarkt - sie ist neunzig, und es geht ihr sehr schlecht. Sie hat mich hergeschickt, damit ich herausfinde, wer der Künstler dieses Gemäldes ist. Es ist nicht signiert, alles, was sie darüber weiß, ist, dass es von einem Maler aus Granada stammt."

Professor Fonseca musterte sie mit verschränkten Armen. " Abuela? Sprechen Sie also doch Spanisch?"

"Ich verstehe es besser als ich es spreche." Der Unterricht in der Schule war Charlottes einzige Möglichkeit gewesen, Spanisch zu lernen. Ihre Großmutter hatte sich geweigert, ihr die Sprache ihrer Vorfahren beizubringen, und einzig und allein darauf bestanden, dass man sie abuela nannte. Einer der vielen Widersprüche, an denen ihre Großmutter ohne weitere Erklärung festhielt.

Die Professorin zuckte die Achseln. "Also sprechen wir weiter Englisch, auch wenn es mir in den Ohren weh tut."

"Danke, ich weiß das zu schätzen." Charlotte unterdrückte ein erleichtertes Seufzen. "Mein Urgroßvater hat meiner abuela ein Gemälde geschenkt und versprochen, ihr an ihrem einundzwanzigsten Geburtstag zu erzählen, was es damit auf sich hat. Leider starb er, ohne die Möglichkeit dazu gehabt zu haben."

"Und warum hat sie bis jetzt gewartet, um etwas über das Gemälde zu erfahren?"

"Meine Großmutter wurde in Granada geboren, zog aber mit Anfang zwanzig nach England. Wann genau, weiß ich nicht." Abuela war immer darum bemüht gewesen, möglichst wenig über ihre Vergangenheit in Spanien preiszugeben. Erst in letzter Zeit hatte s

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