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Die Stürme der Zeit Die Lytton Saga 2 - Roman von Vincenzi, Penny (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.05.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Die Stürme der Zeit

Die Zwillinge Adele und Venetia Lytton genießen die Freiheit der goldenen Zwanziger in vollen Zügen. Wie einst ihre Mutter Celia verdrehen sie mit ihrer Schönheit, ihrem Charme und ihrem Selbstbewusstsein den Männern der Londoner und Pariser Society den Kopf. Das Leben scheint aus einer endlosen Abfolge von teuren Kleidern, Champagner und glamourösen Partys zu bestehen. Mit Stolz beobachten Celia und ihr Mann Oliver wie ihre Kinder erwachsen werden, und freuen sich über den anhaltenden Erfolg des Lytton-Verlags. Doch ein Schatten legt sich über Europa, der Zweite Weltkrieg kündigt sich an - und den Lyttons steht eine dramatische, alles verändernde Zeit bevor ...

Penny Vincenzi (1939-2018) zählt zu Großbritanniens erfolgreichsten und beliebtesten Autorinnen. 1989 erschien ihr erster von insgesamt 20 Romanen, die sich weltweit über 4 Millionen Mal verkauften. Sie gilt als "Königin des modernen Blockbusters" (Glamour).

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 816
    Erscheinungsdatum: 21.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641217075
    Verlag: Goldmann
    Serie: Die Lytton-Saga .2
    Originaltitel: Something Dangerous
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Die Stürme der Zeit

K APITEL 1

V enetia Lytton erzählte allen mit Begeisterung, am Tag ihrer Geburt sei das ganze Land in Trauer gestürzt.

Das war zwar historisch korrekt und verschaffte ihr garantiert Aufmerksamkeit, vermittelte aber einen falschen Eindruck; ihre Zwillingsschwester Adele, die das Leben etwas nüchterner betrachtete, erklärte daraufhin üblicherweise, ihre Geburt sei fast auf die Stunde genau mit dem Tod von Edward VII. zusammengefallen.

"Ja, das stimmt", räumte Venetia dann widerstrebend ein. "Aber es war auf jeden Fall ein furchtbar trauriger Tag. Mummy sagte, dass die Schwestern bei jedem Blumenstrauß, den sie hereinbrachten, immer heftiger schluchzten, und als Daddy kam, trug der Arzt tatsächlich eine schwarze Krawatte. Also ist er natürlich davon ausgegangen, dass etwas Schreckliches passiert war."

Woraufhin fast immer jemand, meist einer der zwei Brüder der Zwillinge, falls sie dabei waren, anmerkte, dass das tatsächlich der Fall gewesen sei; schließlich seien sie und Adele an diesem Tag auf die arglose Menschheit losgelassen worden. Venetia gab dann vor zu schmollen, Adele lächelte gelassen und irgendjemand (für gewöhnlich eine andere junge Frau, die versuchte, ein wenig Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen) bemühte sich, das Thema zu wechseln.

Es war nicht leicht, von den Lytton-Zwillingen abzulenken, weil sie nicht nur außerordentlich hübsch und unterhaltsam waren, sondern sich auch verblüffend ähnlich sahen. Es hieß, dass man die berühmten Morgan-Zwillinge Thelma und Gloria (besser bekannt als Lady Furness und Mrs Reginald Vanderbilt) nur voneinander unterscheiden konnte, wenn man nah genug vor ihnen stand, um die kleine Narbe unter Thelmas Kinn zu sehen, die Folge eines Rollschuh-Unfalls während ihrer Kindheit. Bei den Lytton-Zwillingen gab es jedoch keinen solchen hilfreichen Hinweis. Venetia hatte zwar ein kleines Muttermal auf ihrer rechten Pobacke, aber da diese in gesellschaftlichen Situationen üblicherweise bedeckt blieb, hatten die meisten Leute keine Ahnung, mit welchem der Zwillinge sie gerade sprachen, neben wem sie saßen oder mit wem sie tanzten.

Und die Zwillinge liebten es, diese Verwirrung noch weiter zu fördern. In der Schule hatten sie es genossen, sich ständig für die andere auszugeben, und ihre Lehrer damit zur Verzweiflung getrieben, bis ihre Mutter dahinterkam und ihnen aus großer Sorge um ihre Bildung - was für ihre Klasse und ihr Alter sehr ungewöhnlich war - androhte, sie in verschiedene Internate zu stecken. Die Angst vor einer Trennung war so groß, dass die beiden schließlich gehorsam folgten.

Bei ihrem Debütantinnenball trugen sie identische weiße Sa tinkleider und große weiße Rosen im schimmernden, kur z geschnittenen Haar und sorgten für so große Konfusion , dass einige Anwesende der älteren Generation das Gefühl hatten, betrunkener zu sein, als sie es tatsächlich wa ren.

Sie genossen ihre Einführung in die Gesellschaft sehr; ihre Mutter hatte ganz bewusst einen der Bälle in der frühen Osterzeit ausgesucht, da sie diese für bedeutender und einprägsamer hielt: "Im Juni ist so viel los - da besteht die Gefahr, dass man diesen Ball nur noch als einen von vielen im Gedächtnis behält."

Nicht dass die Sorge bei diesem Ball, der in Celias Elternhaus in der Londoner Curzon Street abgehalten wurde, begründet gewesen wäre. Selbst wenn das Haus nicht ganz so prächtig, der Champagner nicht ganz so edel und die Musik nicht ganz so modern gewesen wäre, hätte allein die Tatsache, dass es sich um einen Ball für die Zwillinge handelte, das Fest beachtenswert gemacht. Sie gehörten unbestritten zu den beliebtesten und brillantesten Debütantinnen des Jahr es, gefangen in einem Rausch von Bällen, Partys und Wochenenden auf dem Land, und all die aufregenden Ereignisse der Saison - das Derby, Ascot, Henley und noch einiges mehr - lagen noch vor ihnen. In der R

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