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Die Tempelritter-Saga - Band 17: Der Kampf mit dem Drachen von Aimery, Elias (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.04.2016
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Die Tempelritter-Saga - Band 17: Der Kampf mit dem Drachen

'Wenn er das Land überrennt, dröhnt die Erde. Und wenn er schreit, schwillt der Wind zum Sturm an!': 'Die Tempelritter-Saga' - als eBook bei dotbooks. Ein Volk in Panik: In Lodi, einer kleinen Stadt in der Lombardei, treibt ein fürchterlicher Drache sein Unwesen und versetzt die Bewohner in Angst und Schrecken. Mit seinem riesigen Maul und den spitzen Zähnen zerfleischt er Schafe und Kühe. Als ein zwielichtiger Ritter seine Hilfe als Drachentöter anbietet, ist die Erleichterung zuerst groß. Doch seine Entlohnungsforderungen sind unvorstellbar hoch - und so müssen Henri de Roslin und seine Freunde es selbst mit der Bestie aufnehmen. Sie sind dem Drachen bereits dicht auf der Spur, als sie eine ungeheuerliche Entdeckung machen ... Die Tempelritter, der mächtigste Orden des Mittelalters: Eine packende Abenteuer-Saga, die mehrere Kontinente und Jahrzehnte umspannt! Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Mit seinen Forschungen zur Geschichte des Judentums im spätmittelalterlichen, europäischen Raum machte sich der Autor Elias Aimery einen Namen. In seinem Templer-Roman spürt man die große Liebe zum historischen Oberitalien, zu seinen Sagen und Mythen. Elias Aimery lebt in einem Benediktiner-Kloster bei Brescia.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 295
    Erscheinungsdatum: 15.04.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955208288
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 870 kBytes
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Die Tempelritter-Saga - Band 17: Der Kampf mit dem Drachen

ERSTER TEIL

1

Spätsommer 1319. Lodi, Lombardei

Der See war in letzter Zeit stark angeschwollen, bald würde er über seine Ufer treten - wieder einmal. Aber diesmal war etwas anders als sonst. Es hatte wochenlang nicht geregnet, woher kam also das Wasser? Niemand wusste es. Auch die beiden jungen Männer nicht, die an diesem Abend am Ufer des Sees saßen.

Das Wasser kam und ging. Manchmal war der See so tief, dass es schien, als reiche er bis ins Erdinnere, dann wieder blieb nur ein riesiger, ausgedehnter Sumpf zurück, in dem es gurgelte und aus dem allerlei seltsame Geräusche aufstiegen, die manchmal sogar wie menschliche Stimmen klangen. Lag irgendwo dort unten zwischen den ganzen sumpfigen Wassermassen der Eingang zu Orten, über die man lieber nichts Genaueres erfahren wollte?

Schon bei dem Gedanken an diese Frage wurde den beiden jungen Männern mulmig. Das sacht wogende Wasser reichte ihnen jetzt bis an die Füße. Jedes Mal, wenn sie hierher kamen, hatten sie das unbestimmte Gefühl, dass gleich etwas geschehen würde oder dass sich während ihrer Abwesenheit irgendetwas ereignet habe. Diesen Ort schien ein Geheimnis zu umgeben, und sie wollten es ergründen. Aber bisher hatte der Lago Gerundo nichts von seinen Rätseln preisgegeben.

Zwei Flüsse kamen hier zusammen wie Nachbarn, die sich lange nicht gesehen und daher viel zu erzählen hatten: Die Adda brachte dunkles Wasser mit sich, die Serio helles und klares. Dort, wo die beiden zusammenflossen, rauschte und schäumte es, es bildeten sich mächtige Strudel, Gischt sprühte mannshoch auf, und dann vereinten sich Adda und Serio und flossen weiter in Richtung Po, der breit und gemächlich auf sie wartete.

Die jungen Männer blickten über die schimmernde Oberfläche des Sees, in dem sich der rot und weiß leuchtende Abendhimmel spiegelte. Heute wirkte der Lago Gerundo ruhig. Das Wasser schien bis an den Horizont zu reichen. Deshalb hieß der See in den Legenden auch Mare Gerundo, aber er war kein Meer, sondern ein Binnensee. Die beiden jungen Männer hatten ihn schon einmal zu Fuß umrundet.

Gerardo erinnerte sich gern an diesen Ausflug und sprach immer wieder davon. Als Sohn einer der großen Familien von Lodi erlebte er gern etwas, das er hinterher zu einem großen Abenteuer aufbauschen konnte, ganz so, als wäre er allein zu herausragenden Heldentaten fähig. Auch sein Freund Luca fieberte großen Abenteuern entgegen, und wenn sich keine ergaben, musste man sie eben erfinden. So kam es, dass Gerardo und Luca mit ausgedachten Geschichten den Mädchen in Lodi zu imponieren versuchten. In einer davon waren die beiden jungen Männer sogar schon einmal einem ausgewachsenen Lindwurm begegnet.

"Da!", entfuhr es Gerardo. "Hat sich da nicht etwas bewegt?"

"Wo?"

"Da drüben, in der Seemitte. Jetzt rollen leichte Wellen auf das Ufer zur Rechten zu, siehst du das nicht?"

"Ein Fisch", meinte Luca. "Nichts Besonderes."

"Mir schien, als sähe ich einen Kopf."

"Einen Kopf? Wie sah er aus?"

"Eine Art Drachenkopf, es kann aber auch ein Kalbskopf gewesen sein, und menschliche Züge besaß er auch. Hast du wirklich nichts gesehen?"

"Nein. Aber wir wollen den See weiter im Auge behalten. Vielleicht zeigen sich heute Abend noch die Ungeheuer. Das wäre was! Wenn wir sie zur Strecke brächten, könnten wir für alle Zeit große Helden sein!"

Luca besaß ein leicht mädchenhaftes Wesen, er schwärmte viel und errötete schnell. Nicht zuletzt deshalb fühlte sich der kräftigere Gerardo zu ihm hingezogen. Dieser erwiderte nun: "Ich kann mir richtig vorstellen, wie man uns verehren wird! Vielleicht errichtet man sogar ein Denkmal für uns! Darauf steht: 'Sie befreiten Lodi von den Ungeheuern!'"

Lucas Wangen glühten. "Oder sie schreiben neue Lieder, um uns zu feiern! Und die Mädchen führen Tänze dazu auf!"

"Still! War da nicht wieder was?"

"Wo?"

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