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Die vergessene Sonate Roman von Wilken, Constanze (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.01.2017
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Die vergessene Sonate

Ein altes Geheimnis, der Zauber von Musik und die Macht der Liebe: 'Die vergessene Sonate' von Constanze Wilken jetzt als eBook bei dotbooks. 'Alles schienen die Töne auszudrücken: ein sehnsuchtsvolles Verlangen, die Hoffnung auf Erfüllung des scheinbar Unerreichbaren, Zärtlichkeit und immer wieder die wehmütige Erkenntnis, dass mehr als Hoffnung nicht möglich ist.' Als Viviane von ihrer Großtante ein geheimnisvolles Musikstück erbt, ist sie sofort fasziniert von der ungewöhnlichen Intensität der Melodie. Sie will herausfinden, woher die Noten stammen und wie die antike Partitur in den Besitz ihrer Familie gelangt ist. Ihre Suche führt sie nach Prag, wo sie zu ihrer eigenen Überraschung schon bald auf die Spuren einer fast vergessenen Liebe stößt ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Die vergessene Sonate' von Erfolgsautorin Constanze Wilken. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag.

Geboren an der norddeutschen Küste zog es Constanze Wilken nach einem Studium der Kunstgeschichte, Politologie und Literaturwissenschaft für einige Jahre nach England. Im wildromantischen Wales entdeckte sie ihre Leidenschaft für das Schreiben, aber auch für Antiquitäten. Die Forschungen zur Herkunft seltener Stücke und ausgedehnte Reisen der Autorin sind Inspiration und Grundlage für ihre Romane. Die Website der Autorin: Bei dotbooks erschienen bereits ihre Romane 'Die Frau aus Martinique', 'Was von einem Sommer blieb', 'Die vergessene Sonate' und 'Das Geheimnis des Schmetterlings'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 353
    Erscheinungsdatum: 25.01.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958247765
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1035 kBytes
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Die vergessene Sonate

1. Kapitel

Dorset, 2002

Erschöpft warf Viviane Byrne die Schlüssel in die Schale auf der Ablage. Die Haustür fiel hinter ihr ins Schloss. Für den heutigen Tag hatte sie genug gesehen und gehört. Trotz des schönen Wetters waren die Gäste in "Jo's Coffeeshop" schlecht gelaunt gewesen. Normalerweise freute sich Viviane auf die Tage, an denen sie ihrer Freundin aushalf. Heute jedoch schien sich alles gegen sie verschworen zu haben. Zuerst war die Espressomaschine kaputtgegangen, dann hatte sie ein volles Tablett zu Boden fallen lassen, und zu guter Letzt beschwerten sich mehrere Gäste über die begrenzte Kuchenauswahl. Jo war bekannt für ihre hausgemachten Kuchen, nur waren ihr am Morgen zwei Bleche verbrannt, und das Backen brauchte eben seine Zeit.

Viviane hob die Post vom Fußboden auf und ging in den Wohnraum. Dort öffnete sie die Terrassentüren, damit die warmen Strahlen der Abendsonne in die Wohnung scheinen konnten. Mit einem Krug Eistee in der einen und einer Schale Erdbeeren in der anderen Hand setzte sie sich in einen knarrenden Gartenstuhl. Briefe und Werbesendungen legte sie auf den Tisch und betrachtete die sommerliche Blumenpracht des wild wuchernden Bauerngartens.

Die Besitzer des Reetdachhauses, in dem sie seit einigen Monaten eine Wohnung gemietet hatte, waren in die Ferien gefahren. So hatte sie den Garten für sich allein, was ein unerhörter Luxus war, den sie zu genießen wusste. Viviane streifte die Sandalen von den Füßen und streckte die Beine aus. Welcher Teufel hatte sie nur geritten, als sie sich entschlossen hatte, nach Shaftesbury in Dorset zu ziehen? Die Landschaft war romantisch. Sanfte grüne Hügel wurden unterbrochen von Ackern und Wiesen und malerischen kleinen Dörfern. Als sie das erste Mal nach Dorset in Südengland gekommen war, hatte sie die liebliche Umgebung als perfekte Postkartenidylle empfunden. Sie hatte Thomas Hardys Romane gelesen und war von einem Entzücken in das nächste verfallen, während ihre Freundin Jo Geschichten über die alten Häuser in den verträumten Gassen erzählte.

Viviane seufzte. Sie war hierher geflohen, doch sie hatte übersehen, dass ihre Probleme ein Teil ihres Gepäcks geblieben waren. Ihre Mutter, Christine, hatte ihr prophezeit, dass sie ihr Leben nicht in den Griff bekommen würde. Viviane verzog den Mund zu einem schmalen Lächeln. Christine hatte das in dem für sie typischen vorwurfsvollen Ton gesagt. Sie strich sich die glatten weizenblonden Haare aus der Stirn und wickelte sie im Nacken zu einem losen Knoten. Wie gern hätte sie mit ihrem Vater gesprochen, der es immer verstand, sie aufzumuntern. Aber er befand sich irgendwo auf dem Indischen Ozean. Arno Kronauer war leidenschaftlicher Segler und erfüllte sich den Traum einer Weltumseglung.

Viviane trank den kühlen Eistee. Ihr Vater war Gregory von Anfang an mit Skepsis gegenübergetreten. Kaum jemand konnte sich Gregory Charles Byrnes Charme entziehen, doch Arno hatte hinter die blendende Fassade aus gutem Aussehen, erstklassiger Ausbildung und riesigem ererbtem Vermögen geblickt und seiner Tochter von einer Heirat abgeraten. Christine, der sehr viel an gesellschaftlichem Ansehen und materieller Sicherheit gelegen war, hatte ihrer Tochter sofort zu dieser Verbindung geraten. Ein Zitronenfalter setzte sich auf eine der aufgeblühten Hortensien. Seine durchscheinenden Flügel vibrierten in der stillen Luft. Viviane sog den Duft der Blumen ein und fragte sich, warum immer alles so kompliziert sein musste.

Sie hatte Gregory auf der Universität in München kennengelernt. Obwohl sie um seinen Ruf als Herzensbrecher wusste, hatte sie sich Hals über Kopf in den attraktiven blonden Engländer verliebt. Sie glaubte ihm, wenn er davon sprach, nicht zu tun, was seine Familie von ihm erwartete, nämlich in die Firma einzusteigen. Das hieße, einen Vorstandsposten in der größten Baufirma in Bristol zu besetzen und die Kontakte im Countryclub zu pflegen. Gregory jedoc

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