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Die Wahrheit zwischen Jetzt und Hier von Mattea, Cara (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.11.2017
  • Verlag: books2read
eBook (ePUB)
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Die Wahrheit zwischen Jetzt und Hier

Nach 'Das Leben zwischen Jetzt und Hier' kommt endlich die Fortsetzung der ergreifenden Liebesgeschichte von Emilia und Leo: 'Die Wahrheit zwischen Jetzt und Hier'.

Leo sieht endlich wieder eine Zukunft vor sich: Er hat den Krebs besiegt, ist glücklich mit Emilia an seiner Seite und als junger Modedesigner erfolgreich. Doch eine weitere Hürde liegt noch vor ihm. Wenn er Emilia nicht verlieren will, muss er sich endlich mit den Schatten seiner Vergangenheit auseinandersetzen. Gemeinsam begeben sich die beiden auf die Reise nach Italien zu Leos Wurzeln und stoßen dabei auf die Wahrheit zwischen Jetzt und Hier ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 315
    Erscheinungsdatum: 15.11.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733785994
    Verlag: books2read
    Größe: 1038 kBytes
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Die Wahrheit zwischen Jetzt und Hier

EINS

EMILIA

Mila, ich komm doch nicht pünktlich raus - Verkehrsunfall mit vier Verletzten ... Sorry!

Enttäuscht unterdrücke ich ein Seufzen, sinke auf die unbequeme Holzbank in der Mitarbeiterumkleide der Charité und schiebe das Handy mit Jojos Nachricht frustriert zur Seite. Oh Mann. Dass ausgerechnet an meinem Geburtstag ein Notfall dazwischenkommen musste, war ja klar.

Meine Laune droht gefährlich unter den Gefrierpunkt zu sinken. Den ganzen Tag über habe ich mich darauf gefreut, Jojo zu sehen, und jetzt kann ich nicht mal sauer auf ihn sein, weil er da drin gerade Menschenleben rettet, was definitiv wichtiger ist als unsere Verabredung.

In Zeitlupe streife ich mir die Turnschuhe von den Füßen, befördere sie in mein Schließfach und werfe Notizbuch und Namensschild hinterher. Erst jetzt merke ich, wie müde ich eigentlich bin. Als Studentin auf der Neurochirurgie gibt es immer etwas zu tun und wenn nicht, lautet meine Devise statt Füße hochlegen lieber im OP stehen und möglichst viel zusehen. Von meinem mitgebrachten Geburtstagskuchen habe ich kein Stück abbekommen, so selten war ich heute im Stationszimmer.

In der Bahn zu Leos Wohnung zücke ich mein Handy erneut, antworte Jojo mit einem ebenso knappen wie gelogenen Klar, kein Thema. Dann beim nächsten Mal und scrolle anschließend durch die übrigen Nachrichten. So viele Menschen haben heute an mich gedacht, und trotzdem fühle ich mich völlig allein gelassen. Ohne meinen Freund, für den heute, Ende April, die vorletzte Woche seiner Reha zu Ende geht. Wir sind seit neunundzwanzig Tagen voneinander getrennt, und ich habe Leo nicht ein einziges Mal in seiner Klinik an der Ostsee besuchen können.

Jetzt sind es noch acht Tage, die ich ohne ihn auskommen muss, und obwohl ich schon so viele geschafft habe, kommen mir diese nun nahezu unmöglich vor. Er fehlt mir ununterbrochen, morgens beim Aufwachen und Frühstücken, zum Abendessen und anschließend auf der Couch liegen. Die Sehnsucht ist mittlerweile so groß, dass ich Bauchschmerzen bekomme, wenn ich daran denke, schon wieder allein einschlafen zu müssen. Ich vermisse Leo so sehr, dass es einfach nur wehtut und weiß zugleich, dass er die Kur nach seiner Nierentransplantation im März bitter nötig hat.

Schweren Herzens rufe ich erneut seinen kurzen Text auf, lese die wenigen Sätze, die er mir heute Morgen geschrieben hat und könnte heulen.

Baby! Herzliche Glückwünsche zum Geburtstag. Gesundheit, Marmeladenglasmomente und ein Lächeln. Du weißt schon, eben alles, was wichtig ist. Genieß ihn, deinen Tag und lass dich ordentlich feiern - aber trink nicht zu viel, gell? Ich denk an dich, jeden Tag, und ich zähl sie schon, das kannst du mir glauben. Durchhalten, okay? Wir haben schon ganz andere Sachen geschafft. Ruf mich an, sobald du aus dem Dienst kommst! Du fehlst mir so. Kuss, Leo.

Mein Finger schwebt nur kurz über dem grünen Symbol, dann halte ich mir das Handy ans Ohr und lausche dem Freizeichen. Als nach dem vierten Mal seine Mailbox anspringt, lasse ich den Arm enttäuscht sinken. Hat es das Schicksal irgendwie auf mich abgesehen oder warum will heute einfach so überhaupt nichts klappen? Jetzt Leos Stimme zu hören, würde es vielleicht erträglicher machen, gleich wieder einmal allein in die leere Wohnung zu kommen.

Draußen hat es deutlich abgekühlt, als ich die Straßenbahn am Monbijouplatz verlasse, die wenigen Meter am Park entlanggehe und vor dem hübschen Altbau, unter dessen Dach sich Leos Wohnung befindet, den Schlüssel aus meiner Tasche krame. Inoffiziell bin ich längt zu ihm gezogen, offiziell zahle ich nebenbei weiter die Miete für die WG in Prenzlauer Berg, in die ich Ende letzten Jahres mit Leos Ex-Freundin Ivana gezogen bin. Da sich die Sache mit Ivana zugespitzt hatte und mein studentischer Geldbeutel ein eher begrenztes Budget aufweist, werde ich in naher Zukunft komplett aus- und bei Leo

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