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Die Zärtlichkeit des Profis und andere erotische Geschichten von Brockmans, Robert (eBook)

  • Verlag: united p.c.
eBook (ePUB)
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Die Zärtlichkeit des Profis und andere erotische Geschichten

Der Profi ist Siggilinde, ein überaus heiteres und lebenslustiges Persönchen, das den ältlichen Junggesellen Rudi mit erotischen Experimenten und Erzählungen vollig in Beschlag nimmt. In Kürze ist er unsterblich in Siggilinde verliebt. Aber die verlässt ihn genaus so plötzlich wie sie in sein Leben getreten ist. Auf die Zärtlichkeit des Profis ist eben kein Verlass. Aber auf höchst seltsame und in der erotischen Literatur möglicherweise einmalige Art und Weise gelingt es Rudi, seinen Kummer zu überwinden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 520
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783710333132
    Verlag: united p.c.
    Größe: 408kBytes
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Die Zärtlichkeit des Profis und andere erotische Geschichten

Annika oder der Wilde Osten

von Robert Brockmans

Ich stand in diesem sonderbaren und etwas anrüchigen Lokal und fühlte mich unternehmungslustig. Im Hintergrund strippte eine Thailänderin auf einer kümmerlich beleuchteten Bühne. Vor mir an der Bar hantierte ein gewisser Carsten mit den Gläsern.

"Was soll's sein, Chef?" fragte er. " Geben Sie mir einen Whisky!" sagte ich. Er servierte mir einen Whisky aus einer Chivas Regal-Flasche. Aber ich bin mir nicht sicher, ob es wirklich dieser Whisky war. Er kostete 27,50. Ich war an diesem Abend auf größere Ausgaben eingestellt, und so machte es mir nichts aus. Wir kamen ins Gespräch, und es kann sein, dass ich ihm den einzigen Witz erzählte, den ich mir merken kann:

Zwei Ehemänner unterhalten sich über ihre Frauen. "Meine Frau ist ein Engel", sagt der eine. " Wie schön", sagt der andere, "meine lebt noch!"

Der gewisse Carsten lächelte etwas gequält.

Ich lebte damals schon einige Zeit getrennt von meiner Frau. Ich hatte mit ihr einiges erlebt, und ich war froh, dass wir uns getrennt hatten. Ich bezeichnete mich damals gern als einen "Junggesellen 2. Klasse". Im Grunde ist das, so schmeichelte ich mir, der viel bessere Junggeselle. Das ist nämlich derjenige, der schon alles hinter sich hat: Ehefrau, Kinderchen, gute Zeiten, schlechte Zeiten... Sicher, ich war nicht mehr ganz jung. Aber ich war immer noch ganz gut drauf. Auch mit dem Beruf und dem Geldverdienen klappte es damals ganz gut, und das ist ja immer sehr wichtig.

"Ich heiße Annika", sagte in diesem Augenblick jemand neben mir und hielt mir eine Hand zur Begrüßung hin. Ich zögerte ein wenig, denn die Erfahrung hat mich gelehrt, immer erst genau zu prüfen, bevor man sich mit einer Dame in einem solchen Etablissement einlässt. Ich habe diese Erfahrung, aber natürlich bin ich nicht irgendwie stolz darauf. Das Nachtleben in dieser Spielart hat bekanntlich seine sehr kritischen und problematischen Seiten.

Aber dann ergriff ich die mir dargebotenen Hand doch, und sagte meinen Namen. Annika nämlich gefiel mir. Sie war eine schlanke Frau mit kurzen dunklen Haaren, nur wenig kleiner als ich. Und sie war, das merkte man sofort, eine Persönlichkeit. Sie bettelte nicht, sie bot sich nicht in primitiver Weise an. Sie sprach mit mir ganz entspannt "auf gleicher Augenhöhe". Sie hielt sich sehr gerade. Sie war gepflegt, sie wirkte in gewisser Weise sogar elegant. Ich wusste sofort: Das ist heute Abend die richtige Frau für dich. Mal sehen, wie sie aussieht und sich benimmt, wenn sie nackt ist...

"Sie kommen aus Polen?" fragte ich, denn ihr kleiner weicher Akzent war mir sofort aufgefallen. "Ja, aus Szczescin!" sagte sie und dann fügte sie mit einem kleinen Lächeln hinzu: "Sag Du zu mir, hier duzen wir uns alle!"

Sie trank dann noch einen Piccolo, zu dem ich sie eingeladen hatte. Aber das dauerte nicht lange. "Ich koste 150", sagte sie. "Bist Du einverstanden?"

"Annika", sagte ich, "Du gefällst mir sehr. Und ich freue mich schon darauf, Dich nackt zu sehen." "Ich sehe aus, wie alle anderen Frauen auch", sagte sie.

Dann gingen wir in eines der Hinterzimmer. Es war ziemlich dunkel dort, und ich machte darüber eine kritische Bemerkung. Annika drehte das Licht etwas heller. Auch das gefiel mir. Dann brachten wir das Geschäftliche hinter uns. Und kaum war das geschehen, stand Annika schon im Evakostüm vor mir. Es ist immer erstaunlich, wie schnell diese Damen das können. Aber schließlich machen sie das ja auch öfter als wir anderen Zeitgenossen, und haben deshalb mehr Übung.

"Gefall ich Dir?" fragte sie ohne den kleinsten Anflug von Schüchternheit. "Ja", sagte ich. Ihr Körper passte zu ihrem eleganten Kopf. Sie hatte einen kleinen festen Busen, einen flachen Bauch, ein sorgsam an den Seit

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