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Die Zutaten der Liebe Roman von Flumeri, Elisabetta (eBook)

  • Verlag: Aufbau-Verlag
eBook (ePUB)
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Die Zutaten der Liebe

Liebe all'arrabbiata! Margherita hat eine Gabe: Sie kocht nicht nur mit allen Sinnen, sondern auch mit dem Herzen. Wer in den Genuss ihrer überraschenden Kreationen kommt, wird nicht nur satt, sondern glücklich. Doch mit ihrem eigenen Glück geht es bergab, seit sie Francesco nach Rom gefolgt ist. Als sie dann plötzlich ohne Mann, Job und Wohnung dasteht, packt sie entschlossen ihre Siebensachen und kehrt in ihre toskanische Heimat Roccafitta zurück. Aber auch hinter der malerischen Kulisse des in den Hügeln der Maremma gelegenen Örtchens bahnen sich Dramen an: Margheritas Vater Armando hat Haus und Lokal verpfändet und alles verspielt, während der skrupellose - und dabei verflixt attraktive - Geschäftsmann Nicolas Ravelli den alten Weinbauern der Gegend sämtliche Weinberge abschwatzt, um sie auf billige Massenproduktion umzustellen. Und ausgerechnet sein Angebot scheint für Margherita der einzige Ausweg aus ihrem Dilemma zu sein... Eine herrlich spritzige, sinnlich-romantische Sommerkomödie voller Aromen und toskanischem Flair, die die Sehnsucht nach Italien weckt. Mit Margheritas verführerischsten Rezepten im Anhang. Elisabetta Flumeri & Gabriella Giacometti sind seit langem ein kreatives und kochbegeistertes Autorenteam, das sich schon an Radioformaten und Drehbüchern erprobt hat. Im Aufbau Taschenbuch liegt bereits ihr Roman 'Die Zutaten der Liebe' vor.Im Aufbau Taschenbuch ist ihr Roman 'Die Zutaten der Liebe' lieferbar und bei Rütten & Loening ihr zweiter Roman 'Der Duft von Liebe und Limonen'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 272
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783841208781
    Verlag: Aufbau-Verlag
    Originaltitel: L'amore e' un bacio di dama
    Größe: 2241 kBytes
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Die Zutaten der Liebe

Eins

Der Tag, für den die Maya den Weltuntergang prophezeit hatten, war schadlos vorübergegangen.

Für Margheritas persönlichen Weltuntergang gab es hingegen drei Auslöser, die allesamt auf jenen Donnerstag fielen.

Noch aber wusste sie nichts davon.

Obwohl es Vorzeichen gegeben hatte.

Margherita stand in einem großen, runden Raum mit vielen Türen. Ich muss hier raus, ich muss weg, dachte sie. Sie ging zur ersten Tür und griff nach der Klinke. Vergeblich. Die Tür war doppelt verriegelt. Margherita versuchte es an der zweiten. Nichts. Panik stieg in ihr auf. Sie wollte nur weg. Verzweifelt ging sie von Tür zu Tür, bis nur noch eine übrigblieb. Die kleinste. Bang streckte sie die Hand danach aus. Eine sachte Berührung, und die Tür sprang auf. Vor Margherita tauchte eine große, strahlende Küche voll der appetitlichsten und verlockendsten Speisen auf, deren Duft sie in der Nase kitzelte. Sie wollte gerade eintreten, als die Tür zu schrumpfen begann - oder war sie es, die plötzlich wuchs? Sie versuchte sich hindurchzuzwängen, blieb jedoch stecken, unfähig, sich zu rühren oder um Hilfe zu rufen. Immer fester drückte der Türrahmen sie zusammen. Auf einmal verschwand die Küche, ein langer, dunkler Tunnel erschien, Margherita hatte das Gefühl zu ersticken, es schnürte ihr die Kehle zu, sie rang nach Atem, versuchte sich zu befreien ...

Keuchend fuhr sie aus dem Gewirr aus Fell und Decken auf, unter dem sie auf ihrer Seite des Ehebettes, das den größten Teil des Zimmerchens einnahm, begraben lag. Mit einem genervten Seufzer vergrub ihr Mann Francesco den Kopf unter seinem Kissen. Die Fellknäuel fingen an sich zu regen, ein zweifarbiges Gesichtchen mit riesigen goldenen Augen und spitzen Ohren lugte daraus hervor, dann ein rundes, pechschwarzes, und schließlich eines mit borstigem Strubbelhaar, das ebenso zu allen Seiten abstand wie das seines Frauchens.

Ratatouille, Asparagio und Artusi.

"O Gott, was für ein Albtraum!" Margherita atmete erleichtert auf und verteilte Kraul- und Streicheleinheiten an die beiden Katzen und den Mischlingshund höchst undefinierbarer Rasse, die allesamt um ihre Aufmerksamkeit buhlten, indem sie an ihrem großen Zeh knabberten, ihr Bein kneteten oder ihr fordernd die Pfote auf den Arm legten.

In dem Moment dudelte der Radiowecker los. "Skorpion", erklang eine weibliche Stimme. "Mars und Saturn haben euch in der Mangel, und ihr werdet bis zum Sommer warten müssen, ehe ihr wieder lächeln könnt. Wenn Mars der Amboss ist, ist Saturn der Hammer. Heute wird sein Einfluss euch dazu zwingen, alles Schwache und Falsche aus eurem Leben zu verbannen."

Grimmig starrten Margheritas blaue Augen auf den Apparat.

"Dies wird also kein besonders rosiger Tag", fuhr die Stimme fort. "Neuigkeiten, die ihr lieber nicht erfahren hättet, drücken euch nieder, aber als guter Skorpion gelingt es euch, den Durchgang des Saturn positiv zu nutzen und dagegenzuhalten."

Margherita streckte sich nach dem Radio und wechselte hastig den Sender. Das reichte für den Tagesanfang.

Erst der Traum und dann das Horoskop.

Auch wenn sie weder an düstere Träume noch an katastrophale Horoskope glaubte.

Hämmernde Rap Beats erfüllten das Zimmer.

"Maggy!" Francesco fuhr aus seinem Kissen hoch und funkelte sie wütend an. "Kannst du bitte diesen elenden Wecker ausmachen?"

"Entschuldige." Sie drückte auf OFF, und er wühlte sich wieder unters Kopfkissen.

Unwillkürlich musste Margherita an die Zeiten denken, als Francesco stets morgens aufgestanden war, um ihr mit einem "Guten Morgen, mein Schatz" den Kaffee ans Bett zu bringen. Es war ein sehr liebevolles Ritual gewesen, und manchmal war es zwischen einem Kuss, einer Neckerei und einer Zärtlichkeit dazu gekommen, dass sie miteinander geschlafen hatten.

Wann ist das alles anders geworden?

Seit wann war sie diejenige, die jeden Morgen aufstand, Kaffee

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