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Die zweite Königin Historischer Roman von Michéle, Rebecca (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.04.2019
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Die zweite Königin

Intrigen und Geheimnisse am englischen Hof: Der mitreißende historische Roman "Die zweite Königin" von Rebecca Michéle jetzt als eBook bei dotbooks. England im 16. Jahrhundert: Als Tochter einer zum Tode verurteilten Hexe droht auch Margret der Scheiterhaufen. Im letzten Moment rettet die Güte einer Fremden sie vor der Hinrichtung. Auf einem Gutshof in den Cotswolds führt sie fortan ein entbehrungsreiches, aber trotz allem sorgloses Leben als Magd. Doch in den Wirren um die Thronfolge Heinrichs VIII. gerät Margret plötzlich in einen Strudel aus Intrigen und politischer Machtgier: Ihre Ähnlichkeit mit Elisabeth I. droht ihr dabei ebenso zum Verhängnis zu werden wie ein wertvolles Medaillon ihrer Mutter - denn es birgt ein Geheimnis, das England in seinen Grundfesten erschüttern könnte ... Jetzt als eBook kaufen und genießen: In ihrem historischen Roman "Die zweite Königin" verwebt Erfolgsautorin Rebecca Michéle grandios historische Ereignisse mit einer fesselnden fiktiven Geschichte. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Rebecca Michéle, 1963 in Rottweil in Baden-Württemberg geboren, eroberte mit ihren historischen Liebesromanen eine große Leserschaft. In ihrer Freizeit trainiert die ehemalige leidenschaftliche Turniertänzerin selbst Tänzer. Bei dotbooks erschienen bereits Rebecca Michéles Romane: "Die Melodie der Insel" "Irrwege ins Glück" "Heiße Küsse im kalten Schnee" "Der Fürst ihrer Sehnsucht" "Rhythmus der Leidenschaft" "Der Ruf des Schicksals" "Heiße Küsse im kalten Schnee" Die Website der Autorin: www.rebecca-michele.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 277
    Erscheinungsdatum: 01.04.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961484218
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 1180 kBytes
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Die zweite Königin

Prolog

1536

Nebel waberte durch die noch dunklen Gassen von Winchcombe. Bereits zu dieser frühen Stunde waren viele Menschen unterwegs, denn heute war Markttag in dem kleinen Städtchen in den Hügeln der Cotswolds in der Grafschaft Gloucestershire. Kaufleute aus der ganzen Umgebung strömten durch die Tore in Richtung Marktplatz. Es wurde gehämmert und gezimmert, um die überdachten Stände rechtzeitig aufgebaut zu haben, und die ersten Waren wurden in den Buden ausgelegt, wo sie auf reges Interesse stoßen würden. Nach einem langen, harten Winter war es der erste Markt der Gegend, dementsprechend bestand großer Bedarf an Töpfer- und Holzwaren, Stoffen, Zierborten, Nähgarn und vielen anderen Dingen mehr. In Winchcombe lebten einige vermögende Familien, bei denen die Münzen locker im Beutel saßen. Aber auch Leute, die weder etwas verkaufen noch erwerben wollten, warteten ungeduldig auf den Sonnenaufgang. Nahe dem steinernen Kreuz, das seit über zweihundert Jahren den Marktplatz beherrschte, errichteten kräftige Männer einen Scheiterhaufen. Sie mussten sich beeilen, denn bei Tagesanbruch - so hieß es - würde man die Hexe hinrichten. Dieses Ereignis ließ den Markttag fast in den Hintergrund treten, denn seit zehn Jahren hatte es in Winchcombe keine Hexenverbrennung mehr gegeben. Zwar wurden regelmäßig Dieben die Hände abgehackt, Menschen an den Pranger gestellt und Mörder gehenkt oder gevierteilt, aber das Verbrennen einer Hexe war ein besonderes Schauspiel. Außerdem kannte jeder Einwohner die Verurteilte, doch es hatte niemand geahnt, dass sich die Frau seit Jahren mit dem Beelzebub eingelassen und dessen schändliches Werk in ihrer Stadt ausgeführt hatte.

Der Nebel lichtete sich rasch, ein leuchtender Morgen zog am Horizont herauf, und die Sonne strahlte von einem wolkenlosen Himmel. Immer mehr Menschen drängten sich in den Gassen rund um den Marktplatz, sodass für die Pferdekarren kaum noch ein Durchkommen war. Die Stadtwächter leiteten die ankommenden Kaufleute mit ihren Waren zu Plätzen außerhalb des Stadtkerns, wo sie warten sollten, bis die Hinrichtung vollzogen war und die Straßen wieder passierbar waren. Auswärtige, die nach dem Grund der Menschenansammlung fragten und von dem Ereignis erfuhren, strebten ebenfalls dem Scheiterhaufen zu. Ehe die Hinrichtung nicht vollzogen war, würden sie ohnehin keine Geschäfte machen.

Einer von ihnen war Edmund Cardingham. Obwohl er schon an die vierzig Jahre zählte, hatte er noch nie einer Hexenverbrennung beigewohnt. Er stellte seinen mit Schafwolle beladenen Karren an der ihm zugewiesenen Stelle ab und befahl seinem Burschen: "Du bleibst hier und passt auf die Wolle auf. Wage nicht, dich von der Stelle zu rühren, sonst bekommst du meinen Stock zu spüren!"

Unter der dröhnenden Stimme zuckte der junge, etwas einfältig wirkende Jem zusammen und versicherte, den Wagen keinen Moment aus den Augen zu lassen. Jem wusste, wie zornig sein Herr werden konnte, wenn jemand seine Befehle missachtete. Sein Rücken hatte mit Cardinghams Stock bereits Bekanntschaft gemacht.

"Komm, Weib! Die besten Plätze werden wahrscheinlich schon belegt sein." Der Wollhändler reichte seiner Frau die Hand und half ihr beim Absteigen. "Wenn ich gewusst hätte, welches Spektakel heute geboten wird, wäre ich früher aufgebrochen."

Die kleine, untersetzte Frau zögerte, dann sagte sie leise: "Edmund, ich möchte nicht mitkommen. Ich kann ein solch menschenunwürdiges Schauspiel nicht mitansehen. Es tut mir in der Seele weh."

"Gut, wie du willst, Kate." Cardingham verzog missbilligend die Mundwinkel. "Ich vergaß, dass du so zartbesaitet bist. Ich jedenfalls werde es mir nicht entgehen lassen. Wir haben sonst kaum Abwechslung, tagaus, tagein nur Schafe und Wolle! Da wird einem ein wenig Vergnügen doch gegönnt sein!"

"Ob das ein Vergnügen ist ...", murmelte Kate Cardingham, ihr Mann eilte aber bereits mit weit ausholenden Schritten in Richtung

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